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[1:30] Und nicht nur zur Nachfolge, sondern auch zur Heiligung. Zum Heilwerden. Zur Umgestaltung in sein Ebenbild. Und dass nicht nur du allein für dich als Individuum, sondern auch als Gemeinschaft, als Einheit in der Vielfalt zur ausgereiften Persönlichkeit, zur vollreife Römer 8, Vers 29, vorherbestimmt dem Bild seines Sohnes gleichförmig zu sein. [2:00] Also, dein Leben ist mehr. Bist du dabei? Ich hoffe, ich kann mit euch heute Morgen den 10.000 und ersten Grund sammeln, um Gott zu preisen. [2:15] Damit sich Gottes Plan nun erfüllt, müssen wir zusammenstehen. Gott gibt uns in dieser Einheit, mit der wir unsere Stimme für ihn erheben, die nötigen Gaben, und das sind viele Gaben, um das Ziel zu erreichen. [2:38] Wir sind in der Trilogie über Epheser 4, die Verse 7 bis 16. Am letzten Sonntag sprachen wir über das Fundament der Einheit, das einzige Jesus Christus. [2:54] Heute geht es um das gemeinsame Ziel, nämlich eine ausgewachsene, reife Gemeinde Jesu. Beim nächsten Mal geht es dann um den gemeinsamen Weg, nämlich, dass wir einander unterstützen mit den Gaben in Liebe. [3:11] Zum Beispiel am Sonntag Kantate beim Singen, aber am besten natürlich jeden Sonntag. Heute also die zweite Predigt über das gemeinsame Ziel einer ausgewachsenen, reife Gemeinde Jesu. [3:33] Ich habe euch den Text übersetzt und hier steht er nun. Wir lesen gemeinsam das Wort Gottes in Epheser 4, die Verse 11 bis 13. [3:46] Und er selbst hat gegeben, diese nun zu Aposteln, diese zu Propheten, diese zu Evangelisten, diese zu Hirten und Lehrern, für die Ausrüstung der Heiligen, zu dem Werk des Dienstes, zur Auferbauung des Leibes Christi. [4:09] Bis wir, und zwar alle, hingelangen zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes, zu dem vollendeten Mannsein, zu dem Maß der Vollreife der Fülle Christi. [4:26] Wow, jetzt haben wir wieder eine geballte Ladung von Paulus, nicht wahr? Ich hoffe, es ist mir auch gelungen, das so darzustellen, wie Paulus es aufgeschrieben hat. [4:39] Und so kann man nämlich ganz gut folgen, indem man da jeweils die Überschriften für die Verse und was er selber da steht, seht ihr diese, diese, diese, diese und hier fünfmal zu. [4:53] So hat Paulus das aufgeschrieben, damit wir ihm folgen können. Liebe Geschwister, es werden hier nun einige Gaben vorgestellt, die Gott uns gegeben hat, nicht alle. [5:04] Das ist eine Auswahl. Und dann lernen wir auch, zu welcher Aufgabe er uns die Gaben gegeben hat. Und wir hören vom Ziel. [5:18] Ein einfacher, klassischer Dreischritt. Erstens, welche Gaben hat uns Gott gegeben? Jeder einzelne von uns hat Dienstgaben. [5:29] Und dieser erste Punkt wird auch der Schwerpunkt heute Morgen sein in der Predigt. Jeder hat Dienstgaben, Jesus Christus selbst gibt sie uns aus Gnade. [5:44] Wir knüpfen hier wieder an den Vers 7 an. Da hatten wir letzten Sonntag gesagt, jedem Einzelnen von uns ist die Gnade nach der Maß der Gabe Christi gegeben worden. [5:57] Aber jetzt gibt es hier eine Überraschung. Das Wort Gottes nennt uns nämlich hier Personen, statt das, was wir so im Allgemeinen unter Begabungen verstehen, also Fähigkeiten. [6:11] Es nennt uns hier Personen als Gaben. Okay, das ist möglich, das kann man so machen. Wir haben schon gelernt, dass der Apostel hier auch nicht das Wort Charismen oder Gnadengaben benutzt, sondern er redet von Geschenken. [6:28] Ihr wisst noch, die Dorothea, die Doreas, die Geschenke. Oder haben wir heute eine Dorothea bei uns? Immer noch nicht? [6:39] Okay, kommt noch. Also, wir beschränken uns heute mal wirklich auf das, was wir hier haben, auf diese Geschenke und werden nicht noch die Tabellen von den Charismen mit dazu ziehen und dann noch Vergleiche anstellen. [6:56] Da gibt es Überschneidungen, es gibt Unterschiede. Ich finde, man sollte das nicht einfach vermischen. Drum bleiben wir jetzt mal hier bei diesen. [7:07] Es gibt nun zwei Arten, den Vers zu verstehen. Nämlich zum einen, indem wir den Personencharakter betonen und zum anderen, indem wir den Geschenkcharakter, also die Dorothea, den Geschenkcharakter oder den Personencharakter betonen. [7:30] Fangen wir mal an mit der Personenhaftigkeit. Es geht hier also um Apostel, Propheten, Evangelisten, Hirten und Lehrer. Die erste Gruppe hier, die ersten zwei, die Apostel und Propheten. [7:47] Ich nehme jetzt mal an, wenn du Apostel hörst, dann denkst du an die Zwölf. Lukas 6, Vers 13. Jesus rief seine Jünger herbei und er wählte aus ihnen Zwölf, die er auch Apostel nannte. [8:04] Das ist richtig. Wobei dann Judas Ischariot durch Matthias ersetzt wurde. Apostelgeschichte 1, Vers 26. Und dann dazu kam noch Paulus als das 13. Rat am Wagen. [8:21] 1. Korinther 15, Vers 9. Der geringste unter allen Aposteln nennt er sich, weil ich die Gemeinde Gottes verfolgt habe. [8:31] Und trotzdem hat der Herr wesentliche Teile des Wortes Gottes im Neuen Testament, auch den Epheserbrief, uns geschenkt durch diesen Apostel. [8:45] Wenn Gott diesen Paulus, der sogar Christen zumindest dem Tod überantwortet hat, wenn er sie vielleicht auch nicht selbst getötet hat, wenn Gott aus diesem Mann das machen konnte, was er aus ihm gemacht hat, dann ist doch Gott wohl auch fähig, uns zu verändern und uns mit unseren Gaben, die er uns geschenkt hat, zu gebrauchen. [9:16] Damit auch du den guten Beitrag zum großen Ganzen geben kannst. Dann kommen die Propheten. Im Neuen Testament sehen wir, dass die Propheten wieder auftauchen. [9:32] Ich habe entdeckt, dass gemäß einer Überlieferung im Judentum aus dem Jahr etwa 200, dass es da die Meinung gab, ich zitiere, dass der Heilige Geist nach dem Tod der letzten Propheten Haggai, Zacharia und Malachi aufgehört hat, in Israel zu existieren. [9:56] Wie traurig, oder? Nochmal Zitat weiter. Gleichwohl konnten sie die Tochter der Stimme hören. Zitat Ende. Also die Stimme Gottes, die hat dann eine Tochter und die hat man dann gleich noch gehört in dieser Zeit. [10:10] Das steht in einem Kommentar zur Auslegung, die im Talmud als Auslegung gegeben wird. Also für die Experten Tosefta Sota 13, 2. [10:26] Anyway, ungeachtet dessen, steht für uns jedenfalls fest, am Pfingsten ist der Heilige Geist wieder auf dem Tapet. [10:36] Als es die Schriften des Neuen Testaments noch nicht gab, aber schon die christliche Gemeinde existierte, erhielten die Gemeinden göttliche Weisung durch die Lehre der Apostel, Apostelgeschichte 2, 42, und durch die Propheten. [10:57] Wir hören zum Beispiel von den Propheten Judas und Silas, Apostelgeschichte 15, 32, von Agabus, Apostelgeschichte 21, Vers 10, und von den vier unverheirateten Töchtern des Evangelisten Philippus. [11:15] Die werden zwar nicht Prophetinnen genannt, aber sie prophezeiten. Apostelgeschichte 21, Vers 9. Also, Apostel und Propheten sind die Grundlage der Gemeinde. [11:29] Ich denke, wir müssen hier auch die Propheten des Alten Testamentes mit hinzudenken. In Epheser 2, Vers 20 heißt es nun, auferbaut auf der Grundlage der Apostel und Propheten. [11:47] Also, der Grund ist gelegt. Der ist fest, der wackelt nicht. Wir brauchen keine neuen Apostel, keine neuen Stammväter, keine neuen Propheten. [12:01] Gott hat das Fundament geschenkt, auf das die Gemeinde des Herrn Jesus seit 2000 Jahren baut, mit seinem Wort vor den Augen. Die zweite Gruppe, Evangelisten und Hirten und Lehrer. [12:20] Die werden zusammen erwähnt von Paulus. Diese Wörter kommen uns jetzt schon ein bisschen bekannter vor für unseren heutigen Sprachgebrauch als Evangelikale. [12:32] Aber auch, Achtung, das Wort Evangelist kommt nur dreimal vor im Neuen Testament. Und zwar einmal hier und dann wird noch Philippus Evangelist genannt, Apostelgeschichte 21, Vers 8. [12:48] Und Timotheus soll doch bitte schön endlich das Werk eines Evangelisten ausüben, schreibt Paulus ihm. 2. Timotheus 4, Vers 5. [12:59] Die Hirten und Lehrer setzen wir meistens gleich mit dem Pastorendienst, also Pastor ist das lateinische Wort für den Hirten, oder setzen es gleich mit dem Dienst der Seelsorge und der Verkündigung. [13:17] Wie auch immer, all das wird gebraucht zur Ausrüstung für die Gemeinde. Es scheint so, als ob quasi die zweite Gruppe hier die Tätigkeit der ersten Gruppe weiterführt. [13:35] Die erste Gruppe hat ja den Grundstein gelegt, Epheser 2, 20, auferbaut auf der Grundlage der Apostel und Propheten. Die Propheten haben im Namen Gottes für die Gemeinden geredet und die Apostel haben das Wort Gottes niedergeschrieben. [13:52] Die Evangelisten nun verkündigen dieses Wort innerhalb und außerhalb der Gemeinde und die Hirten und Lehrer weiden und lehren die Glaubenden. [14:06] Habt ihr nun bei allen vier bis fünf etwas gemerkt? Einen Punkt haben alle gemeinsam. [14:22] Das Weitergeben des Wortes Gottes. Ohne Gottes Wort geht es nicht. Ohne das Wort Gottes fällt die Gemeinde zusammen. [14:37] Wenn Gott irgendwo Erweckung schenkt, dann ist es dringend, dass Lehrer da sind, die die Neubekehrten auf dem Weg unterrichten. [14:49] Sonst kann es böse herauskommen. Ich habe ein Zitat gefunden von John Stott. Ihr kennt vielleicht diesen Namen. Er ist ein vielleicht der größte Missionswissenschaftler, Missiologe und selber Evangelist und Missionar des 20. Jahrhunderts aus Großbritannien auch. [15:14] Er war 32 Jahre lang persönlicher Seelsorger von Königin Elisabeth unter anderem und hat viel, viel, viel, viel bewirkt durch seine vielen Bücher über Missionen. [15:26] Er hat Folgendes geschrieben, also ich zitiere ihn jetzt. Vor allem anderen brauchen sie, die Neubekehrten, die Lehre des Wortes Gottes. [15:37] In einigen Situationen, ob sie es glauben oder nicht, flehen Missionare um ein Moratorium von Bekehrten. Um Himmels Willen beten sie zu Gott, gib uns keine mehr, denn wir wissen schon nicht, was wir mit den Tausenden anfangen sollen, die wir schon haben. [15:57] Zitat Ende. Das wäre doch mal ein schönes Problem für unser Land, oder? Das wäre schön, ja. So, das ist das eine. [16:12] Ich frage mich jetzt aber, ob das schon alles ist für den Vers. Braucht es wirklich nur diese Menschen, die Apostel, Propheten, als Grundlage, die Evangelisten, die Hirten und Lehrer? [16:27] Ich glaube nicht, nein. Es braucht jeden. Denn bedenken wir doch mal, wovon wir hier reden. Wir reden ja von Gaben. [16:39] Wir reden nicht von Positionen und Diensten. Und die Gaben haben wir gehört, letzten Sonntag hat Gott der ganzen Gemeinde gegeben. Denken wir das Ganze also jetzt nochmal durch, unter dem Aspekt vom Geschenkcharakter dieser Gaben. [17:02] Den Pastoralbriefen besonders wird uns hier die Neu-Testamentliche Gemeindeordnung vorgestellt. Und da hören wir von den Aufsehern, den Ältesten und den Diakonen, ihr kennt vielleicht die Fremdwörter aus der Bibel, der Episkopos, der Diakonos für Diakon und der Presbyteros für die Ältesten. [17:31] So, das sind so Ämter. Für die wird man berufen, oder? Wir beraten miteinander, wer Ältester sein soll. [17:42] Und dafür braucht es bestimmte Qualifikationen. Aber wenn wir von Gaben reden, dann ist es Gott, der diese Gaben verteilt. [17:53] Und zwar souverän. Wir haben gehört, dass jeder von uns Gaben hat, aber nicht jeder von uns hat ein Amt. [18:05] Das heißt aber nicht, dass der, der keinen offiziellen Dienst hat, keine Gaben hat. Für den Ältesten Dienst, sagt die Bibel, sollen wir keine Neubekehrten berufen oder keine moralisch Schwachen. [18:18] Aber irgendwie solche Art von Begrenzungen gibt Gott für seine Gabenverteilung nicht. Gott macht auch keine Einschränkungen im Hinblick auf die Geschlechter. [18:31] Männer und Frauen werden beschenkt und begabt. Bei den Ältesten hören wir, dass es Brüder in Christus sein sollen. Jetzt, zu biblischen Zeiten gab es ja die zwölf Apostel, an die wir alle denken. [18:51] Aber ihr wisst vielleicht auch, dass es auch andere Menschen gibt, die die apostolische Gabe hatten. In der Bibel wird uns da zum Beispiel Barnabas genannt, Apostelgeschichte 14, Vers 4, Jakobus, 1. Korinther 15, Vers 7, Apollos, 1. Korinther 4, Vers 6, Silvanus, 1. Thessalonicher 4, Vers 7, und Andronikus und Junia, Römer 16, Vers 7. [19:19] Das Wort Apostel bedeutet von seinem Wort her im weiteren Sinn einfach Gesandte. In diesem Sinn sind wir alle Gesandte, auf Griechisch Apostel. [19:40] Der Herr Jesus aus Anlass der Fußwaschung erklärt seinen Jüngern, die da dabei waren, ich lese mal, was Jesus, der Herr sagt, wenn nun ich, der Herr und Lehrer, Herr und Lehrer, euch die Füße gewaschen habe, dann seid auch ihr schuldig, einander die Füße zu waschen. [20:04] Ich habe euch ein Beispiel gegeben, damit auch ihr tut, was ich tue. Denn, Amen, Amen, ich sage euch, ein Sklave ist nicht höher als sein Herr und ein Apostel ist nicht größer als der, der ihn gesandt hat. [20:23] Bei uns wird halt ein Apostel immer mit und ein Gesandter ist nicht größer als der, der ihn gesandt hat. [20:34] Übersetzt Johannes 13, Vers 14 bis 16. Okay, aber trotzdem käme ja niemand von uns zu sagen, so, ich bin jetzt der neue Apostel und meine Autorität ist jetzt gleich den zwölf Apostel. [20:48] Nicht wahr? Das ist nicht gemeint. Aber jetzt können wir, können wir dasselbe auch für die anderen Geschenke, Gaben durchdenken. [21:00] Niemand von uns wäre so vermessen, also hier aufzutreten und sagen, so spricht der Herr. Es sei denn, er zitiert die Bibel. Aber es gibt dennoch Menschen, die die besondere Gabe haben, das Wort Gottes in unsere Zeit hinein zu reden. [21:21] Beispiel. Unser lieber Reformator Zwingli zu Zürich, er nannte seine Wort-Gottes-Zusammenkünfte nicht etwa Bibelstunden oder Bibelauslegung, sondern er nannte sie Prophezei. [21:45] Das Wort Gottes in die Zeit hineingesprochen. Oder es gibt Menschen, die die besondere Gabe haben, die Gesellschaft, in der sie leben, zu verstehen, zu beurteilen und entsprechend vor dem einen zu warnen und das andere zu bestätigen, wohin die Reise gehen muss. [22:07] Und ich denke, wir dürfen da als Beispiel für das 20. Jahrhundert Peter Francis Schäffer nennen, oder? Der ja auch Bücher im Haus der Bibel publiziert hat. [22:21] Er war einer, der die Kultur wie kaum ein anderer durchleuchten konnte und mit dem Wort Gottes in Verbindung bringen konnte und uns erklären, was vorgeht. [22:32] Noch ein anderes Beispiel. Denken wir an die evangelistischen Gaben. Nun, wir haben ja die Gewohnheit, Leute als Evangelisten zu bezeichnen oder zu berufen, aber nicht nur die sind begabt. [22:48] Es gibt Menschen, Schwestern und Brüder, die haben einfachen Zugang zu glaubensfernen Menschen viel natürlicher als alle anderen. [22:58] Wenn du die Gabe hast, dann gebrauche sie auch. Gebrauche sie, um Seelen zu gewinnen für den Herrn, damit die Gemeinde des Herrn Jesus wächst und Bausteine hinzugefügt werden. [23:11] Im täglichen Umfeld oder wenn wir als Gemeinde zusammenstehen. Ich glaube, das Büchertisch-Team ist ausbaufähig. Bringt euch ein mit den Gaben oder was immer ihr macht, in den Medien präsent sein, an Anlässen oder man kann ja auch Bücher schreiben, nicht wahr? [23:30] Das soll es ja auch geben. Was auch immer Gott euch gegeben hat als evangelistische Gabe, gebraucht ist. Und auch die Gabe von zu weiden und zu lehren braucht es. [23:46] Auch diese Gabe verteilt Gott souverän an Menschen, nicht nur an bestimmte Leute, die da einen Dienst haben. Manchmal sind wir auch in einer Position, da brauchen wir die Gaben. [23:59] Eine Mutter und ein Vater braucht die Gaben, um die Kinder in Liebe und Geborgenheit aufzuziehen und sie ihm glauben zu lehren und zu weiden. Weiden und Lehren geschieht auch von unseren Lehrerinnen und Lehren in der Sonntagsschule. [24:15] Es geschieht in unseren Hauskreisen. Es geschieht in unseren Frauen- und Männerzusammenkünften und so weiter. Liebe Geschwister, ihr habt Gaben, Geschenke von Gott bekommen. [24:27] Und ich bin der Überzeugung, vielleicht ändere ich das oder präzisiere das auch nochmal, aber im Moment meine ich an dieser Stelle hier müssen wir gar nicht so genau exakt und systematisch unterscheiden zwischen den Gaben, die Gott dir anerschaffen hat und den Gaben, die er dir nach dem Christwerden übernatürlich durch den Heiligen Geist gegeben hat. [25:03] Also wir spielen ja manchmal aus natürliche Gaben gegen geistliche Gaben. Ich glaube, es gibt gar keine natürlichen Gaben. Es gibt keine natürlichen Begabungen. [25:16] die Natur hat mir keine Gabe geschenkt, aber Gott hat mir Begabungen anerschaffen. Das sind Begabungen von Gott. [25:31] Und wenn ich Christ werde und wiedergeboren werde, dann heiligt Gott doch die Gaben, damit sie fruchtbar werden für sein Reich. [25:46] Gebrauche alle deine Gaben, egal was sie sind, für die Aufgabe. Dein Leben ist mehr. So, jetzt gehen wir weiter. [26:06] Wir haben also von Gott die Gaben. Wofür? Welche Aufgabe? Zum Bruch aber wofür? [26:18] Lurget, da steht es. Für die Ausrüstung der Heiligen. Für die Ausrüstung der Heiligen, also der Gemeinde. [26:30] Wir existieren hier in derselben Box, aber die Puzzleteile müssen noch zusammengefügt werden. Die Heiligen müssen ausgerüstet werden durch die Gaben, auch durch deine Gabe. [26:44] Wenn deine Gabe fehlt, fehlt ein Teil der Ausrüstung. Versteht ihr? Für die Ausrüstung brauchen wir unser gesamtes gemeinsam ausgeübtes Glaubensleben. [27:01] Zwei Dinge werden hier hervorgehoben. Ich denke, es gäbe auch andere zum Werk des Dienstes und zur Auferbauung des Leibes Christi. [27:11] So schreibt Paulus das zweimal zu diesem und zu diesem ausgerüstet werden. Jetzt kommt also Handlung und Action ins Spiel. Dienst, das Wort für Dienst kennt ihr, Diakonia, finden wir 34 Mal im Neuen Testament. [27:29] Es umfasst alle Arten von Dienen, sogar das Apostelamt wird Dienen bezeichnet, Apostelschichte 1, Vers 17, bis hin zum Güterverteilen in Rom in der Bibel. [27:44] Römer 15, Vers 31. Tatsächlich ist Dienen auch eine Charismagabe, 1. Petrus 4, Vers 11, aber ich kann mich jetzt nicht herausreden mit dem Argument, ja, ich bin nun mal nicht charismatisch begabt mit der Gabe des Dienens, also das muss ich jetzt anderen überlassen, dass sie dienen. [28:05] Nein, diene im Reich Gottes, wenn und so, wie Gott dir die Fähigkeiten und Möglichkeiten gegeben hat. [28:16] Es ist ja tatsächlich auch ein Aufruf an uns alle, haben wir gerade gehört aus dem Mund unseres Herrn, bückt euch zum Wohle eurer Brüder und Schwestern, sagt er bei der Fußwaschung und er hat es uns vorgemacht. [28:41] Das Zweite, die Auferbauung des Leibes Christi. Wir rüsten uns also gegenseitig aus mit unseren Gaben, damit der Leib Christi auferbaut wird. [28:52] Hier hat Paulus zwei Bilder ineinander gemixt. Ein Bild aus der Architektur und ein Bild aus der Biologie. Also auferbaut wird ja ein Haus, ein Tempel. [29:05] Kapitel 2, Vers 31 Epheser, ein heiliger Tempel im Herrn oder eine Behausung Gottes im Geist. Kapitel 2, Vers 22 Das ist einmal bauen, aber als Körper, als Leib müssen wir wachsen. [29:22] Einen Körper kann man ja nicht mehr zusammenbasteln. Alle Organe müssen vorhanden sein und dafür sorgt Gott. Aber dieser Leib kann und soll wachsen. [29:33] Ein Babykörper kann wachsen. Das ist gesund, größer, reifer, ausgeformter werden. Das soll mit der Gemeinde geschehen. Eine Gemeinschaft reifer Christen, nicht von Babychristen. [29:50] die Christen haben den Wunsch, dass der Leib der Braut Christi schön und rein wächst. Und sie haben den Wunsch, dass der Bau Gottes wächst, indem neue Bausteine hinzugefügt werden, sprich, dass Menschen gerettet werden für die Ewigkeit. [30:14] Dienen und wachsen ist unsere Lebensaufgabe. Nochmal, dienen und wachsen, das ist deine Lebensaufgabe. [30:30] Das ist die Gemeinde als ein Leib. Nicht als Pyramide, sagt John Stott, ich habe ihn ja schon zitiert, ihr erinnert euch. [30:46] Er sagt, ich fasse zusammen, was er gesagt hat. Die Gemeinde ist keine Pyramide, bei der die Bischöfe und Präsidenten und Pastoren und Ältesten oben sitzen und vom erstarrten Fußvolk getragen werden. [31:12] Die Gemeinde ist auch kein Omnibus, sagt John Stott, indem der Pastor am Steuer sitzt und die Ältesten und Diakone hinten das Gemeindevolk bedienen, dass es sich bequem hat, gemacht hat, in ihren Reiseforteus auf dem sicheren Weg zum Himmel an. [31:33] Gott hat uns allen Gaben gegeben und die werden gebraucht. Auf zum Werk. [31:45] Alle sind gefragt. Also packen wir es an. Los geht's. So, ich muss da glaube ich mal mich anders anziehen, oder? [31:56] So. Also. Wäre das gut so? Bin ich jetzt gerüstet zum Schaffen? [32:11] Also irgendwie eher nicht. Ein anderer Bibelausleger hat es so ausgedrückt, jedes Glied soll erwachsen werden und einen Arbeitsschurz anlegen, nicht einen Baby Latz tragen. [32:30] Okay. Das ist geistliche Erneuerung. Weg vom Latz und hin zum Schurz. [32:41] Das ist geistliche Reife. Das dritte, das Ziel, wohin geht die Reise? [32:54] Bis wir und alle hingelangen zu einem Ziel. Wozu also das Ganze? [33:05] Damit wir alle miteinander, mit den Gaben, die Gott dir gegeben hat und die du einsetzt und mit denen du reifst und die Gemeinde wächst und reift zum Ziel gelangen. [33:18] jetzt habe ich mal mein Wörterbuch geholt. Das theologische Wörterbuch zum neuen Test. Nein, nein, Moment. Das ist nur ein Band. [33:31] Hier sind drei Buchstaben Wörter von drei Buchstaben erklärt. Das Ganze nimmt so viel Platz im Gestell ein. Also ich habe mal über hin langen nachgeschaut. [33:43] Das ist hier Band drei Seite 626. Da steht folgendes ganz einfach. Das Ziel ist gegeben. [33:57] Der Abschluss ist bestimmt. Katantan also das heißt hingelangen. Hingelangen beschreibt nur die Bewegung die zu diesem gegebenen Ziel und dem bestimmten Abschluss führt. [34:12] Also ihr Lieben Bewegung ist gefragt. Band drei vom Kittel für die Experten Seite 626. [34:30] Wohin gelangen? Was ist das gegebene Ziel? Nun ich denke es ist die Herrlichkeit Gottes. [34:41] Dann werden wir zusammen als Weltgemeinde Jesu von der Vergangenheit Gegenwart und Zukunft vom Nordpol bis zum Südpol das Ziel erreichen. [34:52] Dann wenn Römer 11 Vers 25 die Vollzahl aus den also aus allen Nationen eingegangen sein wird. Oder wenn alle Bausteine auf der Baustelle eingegangen und eingefügt sind. [35:07] Wenn der Leib endlich erwachsen und reif geworden ist. Wenn die Lebenden mit den entschlafenen 1. Thessalonicher 4 Vers 11 zugleich entrückt werden in Wolken dem Herrn entgegen in die Luft. [35:22] Und so werden wir alle Zeit bei dem Herrn sein. Amen. Es gibt jetzt zwar Bibelausleger die finden dass wir das Ziel schon jetzt auf der Erde erreichen können. [35:40] Es sei ja sonst doch zu demotivierend für uns wenn wir dächten es sei sowieso erst in der Ewigkeit erreichbar. [35:54] Stimmt das? Ich denke nicht. Wenn ich doch heute auf ein Ziel hin lebe dann laufe ich doch dafür nicht in die entgegengesetzte Richtung oder? [36:10] Also wenn ich von Zürich aus nach Bern will dann laufe ich doch nicht in Richtung Kur los. [36:22] Na gut das ist nicht für alle gleich einsichtig. Es gibt auch Menschen die da geografisch mit einer gewissen Großzügigkeit bedacht sind aber ihr versteht mich wenn ich Richtung Himmel strebe dann laufe ich jetzt nicht Richtung Hölle los! [36:44] Und darum bestimmt das Ziel dort und dann im Himmel wie du hier und jetzt auf Erden deine Gnaden Geschenke gebrauchst bestimmt vom Ziel bis wir alle hingelangen was wird uns dort erwarten die Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes dann gibt es keine 2 3 4 viele Meinungen mehr über ein Glaubensthema ich glaube dann würde das theologische Wörterbuch ein bisschen kleiner wir werden ihn sehen wie er wirklich ist Johannes 3 Vers 2 ihr erinnert euch an Epheser 4 3 wo das Wort Einsheit schon mal vorkam kommt ja zweimal in der Bibel vor in Epheser 4 nämlich befleißigt euch die [37:47] Einheit das Zahlwort 1 die Einheit des Geistes zu bewahren durch das Band des Friedens dafür braucht es aber Fleiß wir werden dann alle dieselbe und richtige Erkenntnis des Sohnes Gottes haben Sohn Gottes kommt nur einmal im Epheser Brief vor hier dann wenn dem so ist wirst du doch heute auch alles dran setzen deine Gaben für das Ziel ein zu setzen und nicht etwa zur Spaltung des Leibes oder zur Unwahrheit in der Lehre über unseren Glauben auch wenn das Mühe kostet dann werden wir auch kommen zu dem vollendeten Mann sein es steht tatsächlich Mann da aber Mann nicht im Gegensatz zu Frau sondern im Gegensatz zu den letztlich [38:48] Trägern aus Vers 12 und den unmündigen in Vers 14 es geht auch nicht um einzelne persönliche Reife sondern um die Erwachsenheit der ganzen Gemeinde es geht um eine Einzahl eine erwachsene reife Person und wer ist dieser eine reife Mann die Frau die Braut Christi also hier bitte nicht die verschiedenen Bilder verwechseln miteinander und vermischen okay dann kommen wir zum Maß der vollreife der Fülle Christi jetzt haben wir das Maß wieder letzten Sonntag haben wir beim Maß angefangen jetzt machen wir einen Zwischenhalt beim Maß du hast ein persönliches Maß vom Herrn erhalten aber die Gemeinde hat auch ein gemeinschaftliches! [39:46] Maß von ihm es braucht dein Maß damit wir zum Gesamt Maß füllen wenn wir von Jesus ganz erfüllt werden dann werden wir voll reif sein dann werden wir die volle Einheit in der Vielfalt erleben in der Fülle des Herrn Jesus mit allem was ihn ausmacht mit allem was er ist und was er! [40:08] tut und das wird wunderbar! Liebe! Geschwister! Einheit in der Vielfalt viele Gaben ein gemeinsames Ziel ich denke die Überschrift hat sich nun bewahrheitet Vers Vers 11 Setzen wir unsere geschenkten Gaben ein ob sie anerschaffen sind und geheiligt wurden oder ob sie übernatürlich durch den Heiligen Geist gekommen sind und kommen sei es in dem anvertrauten Dienst in der Gemeinde oder auch im Alltag untereinander Vers 12 erfüllen wir mit den Gaben unsere Aufgabe nämlich die Zurüstung der Heiligen nicht von der Kanzel allein sondern überall wo wir zusammen sind damit wir recht dienen und der Gemeindeleib auferbaut wird Vers 13 streben wir! [41:22] ganzen Fülle die Christus ausmacht rechnen und leben und dazu segne uns der Herr Amen! [42:02] ! Haben Amen. [42:43] Amen. Amen. [43:15] Amen. Amen. Amen. Amen. Amen. Amen. [43:27] Amen. Amen. Amen. Amen. Wir danken dir, Vater im Himmel, für deine Güte zu uns und dass du uns ausgerüstet hast. [43:42] Mit allem, was wir brauchen für dieses gemeinsame Leben. Herr, du siehst, dass der ein oder andere Entscheidungen im Herzen getroffen hat. [43:53] Bitte schenk du, dass zu deiner Ehre Gutes und Großes geschieht in unserem Leben. [44:04] Amen.