Transcription downloaded from https://yetanothersermon.host/_/abz/sermons/99824/wer-ist-jesus-was-petrus-noch-lernen-musste/. Disclaimer: this is an automatically generated machine transcription - there may be small errors or mistranscriptions. Please refer to the original audio if you are in any doubt. [0:00] Die Predigt habe ich überschrieben mit dem Titel Wer ist Jesus Christus?! Und so wollen wir zusammen anhand der Bibel sehen, wie das aussieht. [0:38] Und diese Predigt hat auch schwerpunktmäßig eher die Seelsorge zum Ziel, als eine rein theologische oder lehrmässige Verkündigung. [0:50] Im Matthäusevangelium in Kapitel 16, sollte es hier noch funktionieren. Jetzt verschicken wir das weiter. [1:03] Ja. Ja, danke. [1:41] Ja, gut. Danke, merci. Wir wollen in Matthäus 16, die Verse 13 bis 16 lesen und ich lese nach der Elberfelder Übersetzung. [1:56] Matthäus 16. Als aber Jesus in der Gegend von Gesneräa Philippi gekommen war, fragte er seine Jünger und sprach, was sagen die Menschen, wer der Sohn des Menschen ist? [2:09] Sie aber sagten einige Johannes der Täufer, andere aber Elia und andere wieder Jeremia oder einer der Propheten. [2:20] Er spricht zu ihnen, ihr aber, was sagt ihr, wer ich bin? Simon Petrus aber antwortete und sprach, du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes. [2:35] Soweit das Wort Gottes und ich möchte auch hier am Anfang noch beten. Herr Jesus Christus, wir sind hier versammelt in deiner Gemeinde zusammengekommen, um auf dein Wort zu hören. [2:49] Wir bitten dich, öffne du unsere Herzen für deine Wahrheit, dass wir sie so verstehen, wie sie du uns gesagt hast, sie annehmen können und unsere Leben verendet werden in deinem Bild. [3:05] Segne die Worte, die gesprochen werden. Stärke und ermutige uns durch dein Wort, damit du in allem geehrt und verherrlicht wirst. [3:15] Amen. Wir haben gelesen, dass der Herr Jesus Christus in die Gegend von Geserea Philippi gekommen ist. [3:28] Vom Kontext her, Geserea Philippi liegt hier ganz im Norden von Israel und es ist der nördlichste Punkt, den Jesus während seiner ganzen Wirkungszeit besucht hat. [3:42] Diese Stadt am Fuss des Berges Hermon, unweit von der Jordanquelle entfernt, wurde durch den Vierfürst Philippus, das war einer der Söhne von Herodes des Grossen und dessen Frau Kleopatra VII. [3:59] im Jahr 2 oder 3 vor Christus zu Ehren des Kaisers Cäsars gegründet. Die Stadt war bekannt als Pilgerort, denn dort hat sich einige Götzentempel und Altäre gegeben. [4:16] Und bevor Jesus sich auf diese gut 40 Kilometer lange Strecke begab, das sind etwa 8 bis 10 Stunden Marschzeit, hat er gemäss Matthäus Evangelium an verschiedenen Orten um den See Genezareth einige Wunder und Zeichen vollbracht. [4:38] Die hat er getan, sodass sich das Volk verwundert hat und natürlich gefragt hat, wer ist denn dieser, der solche Dinge tun kann. [4:49] Wenn Lahme gehen, Blinde sehen, 4000 Menschen gespeist werden, ist natürlich klar, dass man fragt, wer kann solche Dinge tun. [5:02] Und darum stellt Jesus auch seinen Jüngern die Frage, ja wer sagen denn die Leute jetzt, wer ich bin, nach diesen allen Wundern. Interessant ist, dass wir diese Gegebenheit von Gesserapilippi in allen drei synoptischen Evangelien wiederfinden, also in Matthäus, Markus und Lukas Evangelium. [5:25] Synoptisch bedeutet übersetzt Zusammenschau, weil alle drei Evangelium im Aufbau, in der Struktur und im Inhalt ähnlich aufgebaut sind. [5:36] Nur Lukas präzisiert in Kapitel 9, Vers 18 diese Geschichte noch etwas genauer. Und zwar sagt sie er, dass Jesus auf diesem Weg allein betete und seine Jünger bei ihm waren. [5:55] Und dann stellt er natürlich die Frage, was sagt ihr, wer ich bin? Und bevor irgendeiner antworten konnte, hatte Petrus die Antwort schon bereit. [6:10] Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes. Oder wörtlich übersetzt, du bist der Messias, der Christus Gottes. In diesem Bekenntnis des Petrus werden zwei zentrale Wahrheiten eingeschlossen, zusammengeführt. [6:29] Erstens sagt Petrus, Jesus ist der, der kommen sollte, der verheissene Messias. Alle Verheissungen der Schrift des Alten Testaments sind und wurden in ihm erfüllt. [6:42] Und er ist das Ziel all dieser Verheissungen. Es muss nicht noch auf einen anderen gewartet werden. Jesus ist der gesalbte Erlöser. [6:53] Und zweitens, in der Aussage, du bist der Sohn des lebendigen Gottes, bestätigt Petrus, Jesus einzigartige göttliche Herkunft und Beziehung zu Gott. [7:08] Viele Bibelausleger sind sich einig, Petrus Bekenntnis ist das herausragendste, was ein Mensch zum Ausdruck über Gott bringen kann. [7:18] Jesus ist nicht nur der verheissene Retter, er ist zugleich Gottes Sohn, Gott selbst. Gott ist zu uns Menschen zu Sündern gekommen. [7:32] Frage, kennst du diesen Jesus? Kennen nun nicht einfach als historische Person oder als Gutmensch, als Religionsstifter oder irgend als ein Prophet wie die Moslems, sondern kennen in dem Sinn, wie es die Bibel sagt, dass du den Herrn Jesus Christus als persönlichen Erretter in einem bewussten Schritt in dein Leben aufgenommen hast. [8:02] Wenn du deine Schuld und deine Sünden auf ihn ans Kreuz gelegt hast, da er dort die gerechte Strafe für dich bezahlt hast. [8:14] Kennst du ihn? Wir haben diese Strafe verdient über Sünde. Er hat sie stellvertretend getragen. Und wir dürfen frei ausgehen, nicht weil wir gute Werke getan haben oder diese Errettung erarbeitet hätten, sondern weil er aus Liebe zu uns diese Strafe auf sich genommen hat. [8:41] Er kam eben als der Messias, als der Retter in diese Welt. Zurück zum Text. [8:55] Man müsste nun meinen, nach diesem Bekenntnis von Petrus, dass es bei ihm jetzt alles klar sein müsste. Aber wir wissen es. [9:08] Der so schnelle Petrus hatte seine schwierigsten Lektionen noch vor sich. Er musste etwas lernen. Nur wenige Verse weiter lesen wir, dass nachdem Jesus den Jüngern geoffenbart hat, dass er nach Jerusalem gehen müsste, um zu leiden, getötet werden und am dritten Tag auferweckt werden muss. [9:34] Matthäus 16, Vers 21 Petrus wies den Herrn also scharf zurecht. [9:56] Gott bewahre dich, Herr. Das widerfahre dir nun nicht. Zurecht. Man muss sich das mal hier, was geschehen ist, mal verinnerlichen. [10:12] Zuerst bekennt Petrus noch, dass Jesus der Messias der Erlöser ist. Vers 16 Kurze Zeit später, Vers 22, widerspricht er ihm mit den Worten, Gott bewahre dich. [10:29] Niemals, auf keine Art und Weise soll dir solches geschehen, dass du sterben musst. Petrus stellte sich damit, wenn im Moment, gegen den Ratschluss Gottes. [10:41] Mehr noch. Er bringt sogar noch Gott selbst ins Spiel und sagt gewissermassen, Gott soll Jesus leiden und sterben verhindern. [10:53] Gott soll das nicht zulassen. Vor kurzem noch die Anerkennung, du bist der Messias und im nächsten Moment widerspricht er. Petrus akzeptiert zwar den Messias, aber nicht den Weg der Erlösung, den Jesus gehen musste. [11:15] Er wollte Christus, aber nicht den gekreuzigten Jesus. Doch genau das ist unmöglich. Und leider ist diese Haltung bis heute weit verbreitet. [11:29] Viele Menschen akzeptieren Jesus als Religionsstifter, als einen weisen Lehrer, als guten Freund. Einen Jesus, der tröstet, begleitet und dafür sorgt, dass es einem gut geht. [11:42] Den nimmt man gerne an. Man spricht vielleicht noch vom Kreuz, sieht aber darin nur noch als ein Symbol der Liebe. Und verschweigt, warum Christus ans Kreuz gehen musste. [11:58] Doch genau hier drin liegt ja doch das Evangelium. Der Kern des Evangeliums. Der Messias, der Messias, Gottes Sohn, kam nicht in diese Welt, um einen politischen Triumph zu erringen. [12:15] Er kam nicht nur, um Mitgefühl zu zeigen oder moralische Impulse zu setzen. Er kam, um zu sterben. Er kam, um am Kreuz deine und meine Schuld, die Schuld der Sünder, zu tragen. [12:31] Und das, was du denkst, kommt nicht von Gott. [13:01] Ohne es zu merken, wird Petrus in diesem Moment zum Versucher. Hinter seinen gut gemeinten Worten steht letztlich derselbe alte Versuch Satans, Jesus vom Weg des Leidens abzubringen. [13:19] Petrus soll sich also nicht vor den Herrn, vor den Ratschluss Gottes stellen. Sein Platz ist hinten. [13:32] Hinten anstellen. Als Nachfolger. Und wenn wir ehrlich sind, geht es ja auch uns manchmal so, oder wir stehen in Gefahr, dass wir uns vor Jesus stellen. [13:43] Wir müssen manchmal lernen, uns auch hinten anzustellen. Denn wie schnell sagen wir dem Herrn, was er zu tun hat oder wie wir es gern hätten. [13:59] Aber Jesus Nachfolge bedeutet in seinen Fußstapfen folgen und nicht vorangehen. Ja, Petrus wird noch lernen müssen, wie entscheidend dieser Weg des Leidens des Herrn für ihn persönlich wird. [14:18] Er wird schmerzlich erkennen, wie notwendig das Kreuz für ihn wird. Aber bevor wir hier weitergehen, möchten wir noch einen Moment innehalten und uns mal fragen, wer ist dieser Petrus eigentlich? [14:33] Ich habe hier einen Steckbrief mal zusammengestellt. Über den Petrus. Sein Name ist ja Simon, wurde er genannt, was auch Stein oder auch Felsen bedeutet. [14:46] Als Apostel wird er Petrus oder Kephas genannt. Er war verheiratet. Ob er Kinder hatte, war nicht bekannt. Er wohnte da am See Ganezeret, in Kapernaum, zusammen mit seinem Bruder Andreas. [15:03] Der Geburtsort war in Bethsaida, am Nordufer des Sees. Sein Vater heisst Jonas oder Rufname auch Johannes, sein Rufname Jonas. [15:16] Und in Wingsens ist ein Geschwister genannt, der Andreas. Er hatte mit ihm zusammen ein Fischereiunternehmen. Ob noch weitere Geschwister da waren, ist nicht bekannt. [15:29] Der Beruf Fischer, die Berufung Menschenfischer und Knecht und Apostel oder Mitältester und Zeuge der Leiden Christus. [15:40] Er war ein Ältester in Jerusalem. Und gestorben ist der vermutlich dem Märtyrer-Tod durch Kreuzigung etwa im Jahr 65 nach Christus durch den Kaiser Nero in Rom. [15:56] Und was Besonderes ist, sein Name ist der zweithäufigste Name, der in den Evangelien genannt wird. Vom Charakter her war Petrus ein impulsiver Mensch. [16:08] Er war schnell im Reden, schnell und oft vorschnell in seinen Handlungen. Er war meist der Erste, der reagierte und manchmal handelte er auch hitzköpfig. [16:21] John MacArthur beschreibt in seinem Buch »Zwölf ganz normale Männer« es genauso. Zitat Petrus war kein Mann des langen Überlegens, sondern ein Mann der Tat. [16:36] Jemanden, der schnell handelte und sich dabei nicht selten selbst überschätzte. Zitat Ende Die Evangelien liefern dafür ganz viele Beispiele. [16:50] Wäre eigentlich ein Predigtthema für sich genug an Stoff. Aber ein besonders eindrückliches Beispiel finden wir bei der Verhaftung Jesu im Garten Gethsemane. [17:02] Dort, bevor Jesus auf die Frage der Jünger antwortet konnte, Herr, sollen wir mit dem Schwertet reinschlagen? Lukas 22, 48 Hat Petrus bereits das Schwert gezogen und dem Malchus das Ohr abgehackt. [17:21] Ging also ganz schnell. Jesus heilte das Ohr wieder und machte den Schadengut, den Petrus hier angerichtet hatte. [17:33] So war Petrus. Mutig, entschlossen, voller Einsatz, aber auch vorschnell und selbstüberschätzend. Petrus war kein Held, sondern einer, an dem Jesus noch formen musste. [17:52] Der rohe Fels, Petrus, musste noch geschliffen, geformt und brauchbar gemacht werden. Wer konnte das besser tun als der Herr? [18:04] Petrus hatte also noch vieles zu lernen. Und über Jesus und auch über sich selbst. Und die wohl größte und schmerzhafteste Lektion war seine dreimalige Verleugnung des Herrn. [18:20] Manche Bibelausleger bezeichnen dieses Ereignis als seinen tiefsten Fall im Leben. Ich persönlich sehe das etwas anders. [18:31] Denn eigentlich zeigt dieses Ereignis nur, wer Petrus wirklich war. Ein Sünder. Jesus kannte Petrus. [18:44] Er wusste, wer er war und er erkennt auch uns. Und genau darum, weil er uns und auch Petrus kannte, sagte er zu den Jüngern in Matthäus 26, Vers 31. [19:00] Ihr werdet in dieser Nacht alle an mich Anstoß nehmen, denn es steht geschrieben, Ich werde den Hirten schlagen und die Schafe der Herde werden sich zerstreuen. [19:13] Aber nachdem ich auch verweckt worden bin, will ich auch nach Galiläa vorangehen. Anstatt sich unter diese Worte zu stellen, widerspricht Petrus dem Herrn wiederum. [19:29] Und fällt ihm gleich ins Wort, auch wenn alle an dir Anstoß nehmen, so werde ich das niemals tun. Ich niemals andere schon. Aber ich doch nicht. [19:43] Und der Herr korrigiert Petrus unmissverständlich und sagt dann, wahrlich oder wörtlich Amen. Amen, ich sage dir in dieser Nacht, ehe der Tarkan kräht, wirst du mich dreimal verleugnen. [19:57] Mit anderen Worten, ja, doch gerade du, Petrus, wirst mich in dieser Nacht noch verleugnen. Und Petrus widerspricht wiederum und sagt, ich weiss es besser als der Sohn Gottes. [20:14] Er glaubte sich besser zu kennen, als Gott ihn kennt. Und er sagt darum, ehe würde ich sterben, als dich Herr verleugnen. [20:26] So klang es aus der Kehle eines sich selbstüberschätzenden Jüngers. Und wir wollen nicht von oben herab auf Petrus blicken. [20:37] Denn wir überschätzen uns oft auch selbst. Und glauben stärker, treuer, weiser, gläubiger zu sein, als wir gleich tatsächlich sind. [20:49] Und darum erinnert uns der Apostel Paulus im Römerbrief, Kapitel 12, Vers 3, nicht höher von uns zu denken, als es sich zu denken gebührt. [21:03] Petrus verleugnete Jesus dreimal. Das erste Mal geschah, während Jesus im Hof des Hohen Priesters verhört wurde. [21:19] Petrus wärmte sich an einem Kohlenfeuer, denn es war kalt. Da kam eine Magd zu ihm und sagte, auch du warst mit Jesus, dem Galiläer. [21:30] Und Petrus leugnete es. Er saß hier an einem Kohlenfeuer und er wird später wieder an einem Kohlenfeuer sitzen. Hier zur Leugnung Jesu, später dann, wie wir noch sehen werden, zur Wiederherstellung. [21:46] Petrus, ich kenne ihn nicht. Und er schwor sogar, dass er ihn nicht kennt. Obwohl ja, er wusste, was die Schrift sagt und der Herr Jesus selber auch bezeugt hat, du sollst nicht schwören. [22:04] Petrus schwor. Bei der dritten Leugnung ging es noch weiter. Er verfluchte sich selbst. Das heisst, er sprach einen Fluch über sich selbst aus, sollte er jetzt nicht die Wahrheit sagen. [22:20] Und er behauptete, ich habe mit diesem Menschen nichts zu tun. Vor wenigen Wochen hatte Petrus noch gesagt, wohin sollten wir gehen? [22:33] Du hast Worte ewigen Lebens. Johannes 6, Vers 67 Und jetzt verleugnete er Jesus. Kein Wort mehr, du bist der Christus, der Sohn Gottes. [22:47] Stattdessen schwor er, ich kenne diesen Menschen nicht. Und dann der Hannenschrei. Nur ein Blick von Jesus. [23:01] Kein Wort, keine Vorwürfe. Nur ein Blick. Und Petrus erinnerte sich an die Worte des Herrn. Zu spät. Er ging hinaus und weinte bitterlich. [23:17] Petrus hatte den Herrn auf ganzer Linie verleugnet. In seiner ganzen Person. Er hatte Gott verleugnet. [23:28] Johannes schrieb im ersten Brief Kapitel 2, Vers 22 Wer ist der Lügner, wenn nicht der, welcher leugnet, dass Jesus der Christus ist? [23:41] Doch Petrus verleugnete nicht nur Jesus, wer er ist, sondern er verleugnete auch seine eigene Berufung. Ich bin es nicht. Er leugnete seine Jüngerschaft, seine Nachfolge, seine persönliche Berufung. [23:57] Petrus leugnete von mehreren Zeugen, die ihn mit Jesus sahen. Obwohl das Gesetz doch bestätigt. Durch zwei oder drei Zeugen wird jede Sache bestätigt werden. [24:11] 5. Mose 17, Vers 6 Petrus ging hinaus wie einst Judas, Johannes 13, Vers 30 und es war Nacht und kalt. [24:39] Jesus starb, Petrus lebte. Alles geschah genau so, wie der Herr Jesus angekündigt hat. [24:50] Und jetzt? Wie ging es weiter mit Petrus? Von Petrus lesen wir dann, wie er zu den anderen Jüngern spricht. [25:02] Ich gehe hin fischen. Johannes 21, Vers 3 Petrus kehrt zurück in das alte Leben, in das, was er kannte und konnte, fischen. [25:15] Und die anderen Jünger folgten ihm einmal mehr nach. Er ging in das zurück, woraus der Herr ihn mit den Worten, Folge mir nach, denn ich will dich zum Menschenfischer machen, Matthäus 4, Vers 19 berufen hatte. [25:33] Es scheint so, als hätte Petrus die Hoffnung aufgegeben. Er fühlte sich gescheitert, zerschlagen, verlassen, versagt zu haben vor dem Herrn. [25:50] Petrus war am Ende, aber der Herr nicht am Ende mit Petrus. Erinnern wir uns vielleicht nochmals an die Worte aus Lukas 22, als der Herr Petrus vorausgesagt hat, dass er ihn verleugnen würde. [26:08] Da sprach nämlich der Herr zum Petrus auch, Simon, Simon, siehe, der Satan hat euch begehrt, um euch zu sichten wie den Weizen. [26:19] Ich aber habe für dich gebetet. Dass dein Glaube nicht aufhöre und wenn du einst zurückgekehrt bist, so stärke deine Brüder. [26:32] Mit anderen Worten, Petrus, es gibt eine Umkehr für dich. Ich habe für dich gebetet. Petrus, dein Versagen ist nicht das Ende, sondern ein Neubeginn. [26:47] Der Anfang der Umkehr. Jesus spricht, du bist einst umgekehrt. Petrus, für dich gibt es also eine Umkehr. [26:58] Doch die Kraft dazu liegt nicht in dir, Petrus, sondern in Christus, dem Sohn des lebendigen Gottes, der Worte ewigen Lebens hat. [27:12] Dafür, für seine Umkehr, hat Jesus gebetet. Und wir sehen, wie Jesus dem Petrus nachgegangen ist. So wie wir aus Lukas 15 entnehmen, wie der gute Hirte dem verlorenen Schaf nachgeht und wenn er es gefunden hat, auf seinen Schultern nach Hause trägt. [27:34] Der gefallene Petrus sucht Jesus nicht, aber Jesus suchte Petrus. Und er findet ihn zusammen mit seinen anderen sechs Jüngern beim Fischen. [27:48] Und das heißt es, und die ganze Nacht hatten sie gearbeitet und doch nichts gefangen. Trotz aller ihrer Erfahrung, ihren Bemühungen, ihre Netze blieben leer. [28:02] Johannes 21, Vers 3 Und in diesem Augenblick, am Morgen früh, da steht Jesus am Ufer und fragt, Kinder, habt ihr nichts zu essen? [28:15] Und sie müssen zugeben, nein, wir haben nichts. Ja, wir wissen, wie es weitergeht. Auf Befehl Jesus warfen sie das Netz nochmals aus und das Netz war voll von Fischen. [28:29] Und sie erkannten, dass dieser, der das gesagt hat, Jesus sein musste. Und Petrus warf sich ins Wasser, um möglichst schnell ans Ufer zum Herrn zu kommen. [28:43] Und wir fragen wiederum, wie muss es jetzt Petrus zumute gewesen sein, als er dem Herrn, den er so verleugnet hat, gegenüberstand. Geschwister, wir sehen hier, was Treue Gottes ist. [28:59] Er überlässt sich, die Seinen nicht sich selbst. Selbst dann nicht, wenn sie gefallen sind. Der Herr führt Petrus zurück. [29:12] Petrus fand sich wiederum an einem Kohlenfeuer. Und dieses Kohlenfeuer war zu seiner Wiederherstellung. Und wir lernen daraus, Gott gibt die Seine nicht auf. [29:26] Wo wir versagen, hört seine Gnade nicht auf. Der Herr mag wiederherzustellen, was zerbrochen ist. Keine Vorwürfe, keine Anklage, sondern nur die Frage, Simon, Sohn des Jonas, liebst du mich mehr als diese? [29:46] Es geht also um die Frage der Liebe, nicht der Kraft, nicht des Vermögens, der Werke, sondern um die Liebe zum Herrn. [29:56] Denn das ist ja das grösste Gebot. Markus 12, Vers 30. Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben, von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt und mit deiner ganzen Kraft. [30:13] Doch die Frage des Herrn geht tiefer als das. Jesus fragte den Petrus, ob er ihn mehr lieben würde als die anderen. [30:23] Und hier wird es bemerkenswert. Petrus stellt sich nun nicht mehr über die anderen. So wie damals, als er gesagt hat, ich werde ihn nicht verleugnen, die anderen schon. [30:40] Er sagte auch, wenn alle anderen Anstoß nehmen, ich nicht, sondern Petrus antwortete dem Herrn hier nur, ja Herr, du weisst, dass ich dich lieb habe. [30:53] Und nicht etwa, ja Herr, du weisst, dass ich dich mehr liebe als die anderen. Und die Antwort des Herrn auf diese Antwort, Petrus, war, weide meine Lämmer. [31:08] Gott vertraute nun Petrus seine Lämmer an. Petrus sollte sie weiden, nicht aus eigener Kraft und Stärke, sondern aus der Liebe, die er zum Herrn hatte. [31:20] Lämmer, das sind die kleinsten Tiere der Herde, die benötigen liebevolle Fürsorge, denn sie sind die schwächsten, unerfahrensten und verletzlichsten Tiere der Herde. [31:37] Und wiederum spricht der Herde zum zweiten Mal zu Simon, Simon, Simon, Sohn des Jonas, liebst du mich? Nun werden die anderen gar nicht mehr erwähnt. [31:52] Es geht hier allein um die Frage zwischen ihm, dem Herrn und dem Petrus. Und er antwortete wieder, ja Herr, du weisst, dass ich dich lieb habe. [32:05] Mehr sagte Petrus nicht. Kein Versprechen, kein Ich werde mein Leben für dich lassen. Nur Herr, du weisst um meine Liebe zu dir. [32:17] Vielleicht mag sie schwach, verletzlich und versuchlich sein, aber doch bekennt er, Herr, ich habe dich lieb. Hier nun antwortet der Herr mit den Worten, Hüte meine Schafe. [32:32] Der zweite, grössere Auftrag. Gott befahl nun die Schafe dem Petrus an. Die Schafe sind die erwachsenen Tiere. Petrus sollte also die Herde hüten, behüten, schützen und beschützen. [32:48] Nicht nur vor Dieben und Räubern, sondern auch untereinander. Jedes Schaf hat seinen Platz, seine Berufung. Petrus sollte sie weiden, wie man es auch übersetzen kann. [33:02] Und Johannes 21, Vers 17 und das dritte Mal fragte Simon, Simon, Simon, hast du mich lieb? Da wurde Petrus traurig, dass er ihn das dritte Mal fragte und er sprach zu ihm, Herr, du weisst alle Dinge, du weisst, dass ich dich lieb habe. [33:24] Petrus wurde über diese Frage traurig, denn das Herrn begnügte seine zweimalige Antwort, nicht. Dreimal verleugnete Petrus den Herrn, dreimal wollte der Herr von Petrus wissen, ob er ihn lieb habe. [33:42] Petrus ergänzt hier, Herr, du weisst alle Dinge. Petrus gesteht nun ein, dass Jesus alles weiss. Herr, du kennst meine Liebe, aber du weisst auch um meine Schwachheiten, mein Versagen, meinen Charakter. [33:59] Jesus, du kennst mein Herz. Jesus wusste, wie es dem Petrus zumute war. Er wusste um die bitteren Tränen, die Petrus oder wir vielleicht schon geweint haben. [34:17] Jesus weiss alles, auch in unserem Leben. Ja, wer ist Jesus? Was! [34:29] musste Petrus lernen? Petrus konnte diese Frage nun, wer Jesus ist, mit einer inneren Gewissheit beantworten, du bist der, der alles weiss, der mich kennt. [34:46] Petrus begriff, dass seine Sünden Jesus ans Kreuz brachte und Jesus für ihn zur Vergebung seiner Schuld sterben musste. [34:58] Jesus starb auch für Petrus und interessant ist, Jahre später erfüllte sich dann ja doch noch Petrus Aussage, ich werde für den Herrn mein Leben lassen, denn er starb ja vermutlich 65 nach Christus als Märtyrer. [35:17] Petrus hat gelernt, dass Jesus alles weiss und trotzdem zu ihm steht. Petrus hat gelernt, dass es in Jesus Heilung, Zurechtbringung und Wiederherstellung gibt. [35:31] Petrus ging in die Irre wie Schafe, aber er ist jetzt zurückgekehrt zum Hirten und Aufseher der Seelen seiner Seele, sagt er selber in 1. [35:43] Petrus 2, Vers 25. Petrus hat gelernt, dass Jesus Pläne die richtigen sind. Jesus hat Petrus nicht nur zum Menschenfischer berufen, sondern zum Hirten, der Lämmer und der Schafe. [36:01] Und Petrus hat gelernt, dass es nicht um menschliche Kraft und Willenstärke geht, sondern es eine Frage der Liebe zum Herrn ist.! [36:12] Was würdest du auf die Frage des Herrn antworten? Hast du mich lieb? vielleicht müssen wir Buße tun, weil wir wie die Epheser die erste Liebe zum Herrn verlassen haben oder die Liebe in uns zum Herrn erkaltet ist. [36:38] Vielleicht wird uns neu bewusst, dass wenn Gott uns so sehr geliebt hat, auch wir in der Schuld stehen, einander zu lieben. wie es 1. Johannes 4, Vers 11 sagt. [36:52] Aber vielleicht könnte deine Antwort auf die Frage Hast du mich lieb? auch in einem wunderschönen Liedertext münden. Da heißt, wo ich auch stehe, du warst schon da. [37:07] Wenn ich auch fliehe, du bist mir nah. Was ich auch denke, du weisst es schon. Was ich auch fühle, du wirst verstehen. [37:19] Und ich danke dir, dass du mich kennst und trotzdem liebst und dass du mich bei deinem Namen nennst und vergibst. Herr, du richtest mich wieder auf und du hebst mich zu dir hinauf. [37:34] Ja, ich danke dir, dass du mich kennst und trotzdem liebst. Bevor wir das Lied singen gemeinsam, möchte ich einfach ein kurzes Gebet sprechen. [37:46] Herr, halte uns an dir fest. Amen. Amen.