Transcription downloaded from https://yetanothersermon.host/_/abz/sermons/100968/o-gott-dir-sei-ehre-erwahlt-vom-vater/. Disclaimer: this is an automatically generated machine transcription - there may be small errors or mistranscriptions. Please refer to the original audio if you are in any doubt. [0:00] Guten Morgen miteinander. Ich soll also heute alles, was ich in meinem Leben bis jetzt als Vorbereitung gemacht habe, präsentiere. [0:10] ! Ich gebe mir meine beste Müheuer.! Und wie lange du predigen wirst. [0:32] Mach es einfach. Naja, also wenn unser Predigtext von heute etwas nicht ist, dann ist es dies. [0:43] Einfach. Nicht. Aber wir werden es einfach machen. Paulus, du beginnst den Epheserbrief also mit einem gigantischen Satzgebilde. [0:55] Zwölf Verse lang und 202 Wörter schwer. Epheser 1, Vers 3 bis 14. Ein einziger Satz, also im Originaltext. [1:08] Ich rede nicht von unseren Übersetzungen. Der längste Satz im ganzen Neuen Testament. Paulus, warum tust du das? Die Antwort heißt, weil Paulus hier betet. [1:21] Genauer gesagt, einen Lobpreis betet. Und wenn das Herz voll ist, das geht der Mund ja bekanntlich über. [1:31] Lukas 6, 45 hat der Herr Jesus gesagt. Also wenn du betest und dein Herz so recht erfüllt ist von Gott, von seiner Gegenwart, von seiner Nähe, von Lobpreis und Dank. [1:43] Wenn dein Herz so richtig sprudelt vor Freude und Glück. Ja, da kommt dann halt auch mal die richtige Grammatik und die wohlgesetzte Wortwahl unter die Räder, oder? [1:59] Wir merken das ja manchmal, wenn wir in der Gebetsstunde sitzen und jemand ist besonders ergriffen oder im Gemeindegebet. Lobpreist jemand den Herrn. Das kann passieren. [2:11] Gleichzeitig ist Epheser 1, Vers 3 bis 14 aber auch ein oder vielleicht sogar das theologische Meisterstück par excellence. [2:27] Also wenn du im Glauben fest gegründet sein willst, dann wirst du wahrscheinlich immer wieder auf Epheser 1 zurückkommen und auf Römer 8 zum Beispiel. [2:41] Die erste Hälfte hier des Epheserbriefs, also der Lehrteil, die Kapiteln 1 bis 3, die im Gleichgewicht würdig mit dem zweiten Teil steht, nämlich das Leben, also Lehre und Leben. [3:04] Dieser erste Teil beginnt mit Anbetung. Gepriesen sei. Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus. Alle gute Theologie beginnt mit Lobpreis. [3:18] Wisst ihr warum? Weil wir dann wissen, wer die Nummer 1 ist und über wen wir reden. Gott. Alle gute Theologie ist Anbetung, weil sie bis in den kleinsten Winkel hinein Gott verherrlicht. [3:35] Und nicht sich selbst. Der Maßstab ist gesetzt. Wir können also diesem 202 Wörter Lobpreis Epheser 1, 3 bis 14 die Überschrift geben. [3:50] Oh Gott, dir sei Ehre. Wir machen also genau da weiter, wo wir eben mit der Musik aufgehört haben. Oh Gott, dir sei Ehre, der Großes getan. Um es einfach zu halten, portionieren wir diesen Satz in drei Teile. [4:10] Und diese drei Teile sind leicht zu finden. Paulus lobt nämlich nacheinander Gott Vater, Gott Sohn und Gott den Heiligen Geist. In den Versen 3 bis 6. [4:20] Und ihr seht es nun. Ich habe euch den Text auch verteilt wieder. Den braucht ihr also auch noch das nächste und übernächste Mal mindestens. [4:31] In den Versen 3 bis 6 lobt er den Vater für die Erwählung vor allem. In den Versen 7 bis 12 lobt er Jesus Christus für die Erlösung. Und in den Versen 13 bis 14 lobt er Gott, den Heiligen Geist für die Versiegelung. [4:49] Hat jeder ein Blatt oder braucht es noch irgendwo? Es hätte sonst noch welche. Braucht jemand? Ja? Du brauchst? Genau. [5:01] Das wäre für dich. Es hätte auch noch. Also wer braucht, kann sich noch bedienen. Im ersten Stück nun also. [5:12] Das ist die Portion für heute. Vom dreiteiligen Menü. Vom Dreigänger. Versen 3 bis 6. O Gott, dir sei Ehre. Denn wir sind erwählt vom Vater. [5:24] Versen 3 bis 6. Wir lesen, wir hören Gottes Wort. Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus. Er hat uns gesegnet mit jeder geistlichen Segnung in der Himmelswelt. [5:36] In Christus. Wie er uns in ihm auserwählt hat. Vorgrundlegung der Welt. Auf das wir heilig und tadellos vor ihm seien. In Liebe. [5:47] Und er hat uns vorherbestimmt zur Sohnschaft. Durch Jesus Christus. Für sich selbst. Nach dem Wohlgefallen seines Willens. Zum Preis der Herrlichkeit. [5:58] Seiner Gnade. Mit der er uns begnadigt hat. In dem Geliebten. Wir beginnen also vorne. Die Ursache allen Segens. [6:12] Vor aller Zeit. Die Erwählung. Versen 3 bis 6. Wir blicken zuerst zurück. Versen 3 bis 4. Über die Ursache allen Segens. [6:24] Dann werden wir auf das Ziel schauen. In unserer Berufung. In unserer Gotteskindschaft. Und als letztes. Der Zweck aller Gnade. Der Lobpreis. [6:36] Kommt alles nochmal. Ich fange vorne an. Erstens. Die Ursache allen Segens. Die Erwählung. Versen 3 bis 4. Und jetzt erschreckt mich. Der erste Punkt wird deutlich länger sein als die zwei anderen. [6:50] Also wenn schon 20 Minuten vorbei sind und ich immer noch bei 1. bin. Dann müsst ihr nicht exkapulieren auf die Gesamtlänge der Predigt. Gesegnet sei Gott, der uns mit jeder geistlichen Segnung gesegnet hat. [7:07] Vers 3 wörtlich. Mit Gnade begnadigt hat. Vers 6. Eine Verdoppelung. Eine Verdreifachung. Hören wir hier. Das ist typisch jüdisch-biblische Gebetssprache. [7:19] Wie sie der Schriftgelehrte Paulus im Blut hat. Beim Reden und beim Schreiben. Im Denken und im Beten. Dieser ganze Abschnitt hier. [7:29] Vers 3 bis 14. Ist der Form nach und auch dem Inhalt nach. Ähnlich einem jüdischen Segensspruch. Einer Bracha. Also einem Segen. [7:40] Aufgebaut. Und dann nimmt Paulus das und wendet es an. Auf unser Heil in Jesus Christus. Das zeigt schon das erste Wort hier. [7:51] Gepriesen. Oder wörtlich eigentlich gesegnet. Gesegnet sei Gott, der uns gesegnet hat mit jedem geistlichen Segen. Aber wir sagen ja nicht das nicht so auf Deutsch. [8:02] Wir sagen ja, wir preisen Gott. Statt wir segnen Gott. Aber in der Bibel. Also im Hebräischen. Im Griechischen. Übrigens auch im Englischen. kann man das durchaus so sagen. [8:12] Blessed be your name. Wörtlich gesegnet sei dein Name. Wir preisen den Namen Gottes. Warum sage ich das euch überhaupt? Ich sage das, damit ihr besser spürt, aus welch enorm bewegten, dankbaren Herzen der ehemalige Pharisäer Paulus, den Gott und Vater, jetzt unseres Herrn Jesus Christus preist. [8:40] Damit ihr erkennt, woher Paulus die Idee für dieses monumentale, theologische Meisterwerk hat. Woher hatte es? [8:52] Aus dem stillen Gebetskämmerlein. Welche Frucht kommt denn aus deinem stillen Gebetskämmerlein? [9:03] Ich hoffe nicht Sprachlosigkeit. Heutzutage wird im Morgengebet, also das, was ein frommer Jude jeden Morgen betet, bevor er das höhere Israel rezitiert, der Abschnitt gebetet. [9:26] Mit großer Liebe hast du uns geliebt. Und ich habe den mal verglichen mit Epheser 1. Mit großer Liebe hast du uns geliebt. [9:39] In Epheser 1, Vers 4 heißt es, dass wir in Liebe, in Jesus, aus der Welt sind, damit wir heilig und tadellos seien. [9:54] Es wird gebetet, begnadige uns. In Vers 6 hören wir, in Jesus sind wir begnadigt, in dem Geliebten. Es wird gebetet, erleuchte unsere Augen. [10:08] In Vers 18 von Epheser 1 sagt Paulus, betet Paulus, er erleuchtet die Augen eures Herzens. Kommt nur einmal im Neuen Testament vor. [10:19] Ganz starker Hinweis, wenn Paulus auch nicht das Buch hier gehabt hat, dann jedenfalls eine Vorgängerform dieses Gebetes. Es wird gebetet, führe uns in unser Land. [10:30] Vers 11 heißt es, in ihm habt ihr, in Jesus, ein Erbteil erlangt. Es wird gebetet, gelobt seist du ewiger, der du dein Volk Israel in Liebe erwählt hast. [10:43] In Vers 4 lesen wir, wir sind in Jesus erwählt vor Grundlegung der Welt. Ich glaube, dass dieser Abschnitt aus der Zwiesprache und aus dem Gebet des Paulus mit Gott kommt. [11:01] Liebe Kinder Gottes, wisst ihr, wie reich ihr beschenkt seid? Und für was ihr danken und loben könnt, ihr wurdet am Anfang von Gottesdienst schon danach gefragt. [11:14] Wir sind gesegnet mit jeder geistlichen Segnung. Vers 3. Nicht mit einigen oder vielen. Mit jeder. Ich zitiere jetzt Benedikt Peters. [11:26] Glaubten wir das einfältiger, dann wären wir glücklicher. und hätten nicht die Vorstellung eines Second Blessings, eines zweiten Segens in die Welt gesetzt. [11:39] Gott hat uns, wenn er uns doch seinen Sohn nicht vorenthalten hat, mehr gegeben als irgendeine geistliche Erfahrung. Er hat uns mit ihm alles geschenkt. [11:51] Es hängt daher aller geistlicher Mangel damit zusammen, dass wir den Sohn Gottes mangelhaft erkennen. [12:04] Zitat Ende. Fühlst du dich manchmal ausgelaugt und nicht gesegnet? Wenn du geistliche Vitaminspritzen brauchst, dann musst du deinen Jesusmangel behandeln lassen. [12:21] Das ist alles. Denn in Jesus ist uns aller geistliche Segen gegeben. Wenn ihr euch also Gedächtnisstützen aufschreibt, heute Morgen, dann ist hier das erste Merkwort. [12:37] Segen. oder jeder Segen. Glaube es oder glaube es bitte nicht. Nicht. Zeit mit dem Herrn Jesus verbringen, im Gebet, im Hören auf sein Wort, in der Anbetung, im permanenten, alltäglichen Vertrauen mit ihm durchs Leben gehen. [12:59] Der Epheserbrief ist eine ausgezeichnete Kur für Jesusmangel. Ergreife deine Chance jetzt. Wo ist nun jeder Segen, all dieser Segen, wo ist der lokalisiert? [13:18] Wir hören zwei Orte. Im Himmel, oder genauer, in der Himmelswelt, steht da, und in Christus. Himmelswelt oder himmlische Örter, je nach Übersetzung, das kommt fünfmal im Epheserbrief vor. [13:34] Es ist das ähnliche Wort, aber es ist nicht dasselbe Wort wie Himmel. Heute mal nur so viel dazu. Ich komme da nochmal drauf zurück. [13:45] Dani Ahren hat mich zwar gewarnt, ich soll das nicht sagen, oder? Weil, wenn der Verkäufer sagt, ich kläre das für sie ab, oder? Dann macht er das natürlich nicht. Der Käufer ist beleidigt und kauft dann nie mehr etwas bei dir ein. [13:59] Aber ich verspreche euch, ich komme nochmal auf die himmlischen Örter zurück. Oh wei, jetzt habe ich was gesagt. Nur mal so viel für heute. Es ist jedenfalls nicht dasselbe wie diese Erde, oder? [14:11] Es ist die andere Seite. Es ist überirdisch. Und weil unser Segen überirdisch gesichert ist, kann niemals dir der Segel, nein, niemand auf dieser Welt, er ist dem Zugriff der Welt entzogen. [14:34] Niemand kann einen Segen rauben. Du musst nie verzweifeln. In den himmlischen. Und zum anderen lesen wir in Christus. Das heißt, wir sind in Christus und zugleich ist Christus in uns die Hoffnung der Herrlichkeit. [14:48] Kolosser 1, Vers 27. In der Himmelswelt und in Christus lokalisiert zu sein. Das ist deine geistliche Geografie. [15:00] In der Himmelswelt, in Christus. Das ist unendlich viel mehr als in Ephesus oder in Zürich. In der Himmelswelt, in Christus. [15:14] In Christus heißt nun auch durch Christus, alles was du geistlich bist und was du hast, bist und hast du nur allein durch Jesus, mit dem wir gesegnet sind, mit jeder geistlichen Segnung. [15:28] In Jesus gewurzelt und gegründet zu sein, Epheser 2 Formulierung, das ist der absolute Schlüssel zu jedem gesegneten Leben. Sonst wird auf deinem Leben kein Segen liegen. [15:42] Getrennt von ihm bin ich nichts und kann ich nichts, was irgendeinen geistlichen Ewigkeitswert hätte. [15:58] Egal wie geschickt ich mich anstelle und wie schlau ich mich durchs Leben wurstle. und das treibt mich allein und völlig in die Hände des Liebend, die liebend ausgestreckten Hände und Arme meines Herrn. [16:23] In Christus, das kommt 39 Mal vor, in diesen kurzen sechs Kapiteln von Epheser, auf verschiedene Weise, in Christus, in Christus Jesus, in dem Christus, in dem Christus Jesus, in Jesus, im Herrn, in dem Herrn Jesus, in ihm, in welchem, in dem Geliebten, mit in ihm, im Blut des Christus. [16:45] Habt ihr mitgeschrieben? Gut. Insgesamt 39 Mal. Also das zweite Merkwort, das könnt ihr euch aufschreiben, in Christus. [16:59] Jeder Segen in Christus. Das dritte Stichwort hier, heißt Auserwählung. Vers 4. Wir sind in ihm auserwählt, vor Grundlegung der Welt. [17:11] In diesem ganzen langen Satz gibt es nur ein einziges, normales Hauptverb. Und dieses Hauptverb, also Tätigkeitswort, heißt auserwählt. [17:25] Alle anderen Verbformen sind irgendwie abhängig von diesem einen Wort. Wir sind hier wirklich also am Kern angelangt. Ich mache ein Beispiel, wenn ich sage, Alex wandert singend von Langnau am Albis über den Albispass. [17:42] Okay? Dann kann ich einen kurzen Satz draus machen, Alex wandert. Okay. Ich kann aber nicht sagen, Alex singend. Das Wort singend ist abhängig vom Wandern. [17:56] Das Haupttätigkeitswort ist Wandern und das Singen hängt vom Wandern ab. So ist hier das Hauptwort, von dem alles andere abhängt, in dem riesen, monströsen Satz, hat jemand mal gesagt, auserwählt. [18:15] Was ist das? Ich zitiere eine Definition. Ganz einfach aus einer Reihe von Möglichkeiten oder Personen eine Auswahl treffen. [18:28] Wenn es um Menschen geht, ist Auserwählung immer persönlich. Also eine Person. Sie ist wirklich und wirksam. Nicht nur eine unpersönliche, eine unbestimmte Möglichkeit, die man dann annehmen kann, wenn man das will. [18:46] Von den Thessalonichern heißt es ausdrücklich, 2. Thessalonicher 2, Vers 13, wir müssen Gott für alle Zeit für euch danken, dass Gott euch von Anfang an erwählt hat zum Heil. [19:01] Unsere Auserwählung geschieht also nach dem Willen Gottes, nicht nach unserem Willen. Wir sind wiedergeboren, nicht weil Gott unseren guten Willen belohnt, sondern weil Gott es wollte, wie wir es aus eindrücklich lernen in Epheser 1, in Johannes 1, Vers 13, wo steht, nicht aus dem Willen eines Mannes oder eines Menschen, nicht aus diesem Willen, sondern wir sind aus Gott geboren. [19:35] Wir sind nicht aus der Welt, weil Gott unseren Glauben vorausgesehen hätte, sondern es ist umgekehrt. Weil Gott uns vorausgesehen und auserwählt hat, darum glauben wir. [19:49] Der Unterschied zwischen beiden ist, Gott ist hier die Nummer 1. Gott steht am Anfang. Gott ist der Urheber des Heils, nicht der Mensch. [20:01] Sonst wäre es Unsinn, überhaupt von Erwählung zu sprechen. Dann hätte Gott mich nicht erwählt, dann hätte Gott mich belohnt. Nicht erwählt nach seinem Willen, sondern belohnt für meinen Glauben. [20:19] Würde Gott bei der Erwählung auf deinen vorausgesehenen Glauben reagieren, dann wärst du selber der Urheber des Heils. Dann hätte Paulus in Vers 4 geschrieben, wie er uns in ihm belohnt hat vor Grundlegung der Welt. [20:40] Das sei ferne. Erwählung geschieht nach dem Willen des Wählenden, nicht des Ausgewählten. Gott wollte dich und darum hast du geglaubt. [20:57] Noch bevor Gott das Universum überhaupt geschaffen hat, hat er so die Grundlage gelegt für deine Errettung, für dein Heil in seinem Erwählungshandeln. [21:09] Und dann kam der Herr Jesus auf diese Erde, in seinem Erdendasein, hat er alles getan, damit Gottes Ratschluss für dich wirksam in die Tat umgesetzt wurde. [21:20] Dein Heil in Christus. Dein Glaube hat Gottes Ratschluss nicht wirksam gemacht, sondern mit deinem Glauben hast du zugepackt. [21:31] Du hast lediglich zugepackt und zugegriffen, als dir das Evangelium verkündigt wurde. Dass du das Evangelium verstanden hast, verdankst du dem Wirken Gottes des Heiligen Geistes. [21:47] Nicht deinem eigenen guten Willen, dass du Gott den Gefallen getan hättest, so großzügig zu sein und ihm zu glauben. Alle Ehre gehört dem Herrn. [22:02] Ich, elender Wurm, wer wäre ich, wenn Gott sich nicht meiner erbarmt hätte? Nicht uns, Herr, nicht uns, sondern deinem Namen gib Ehre. Psalm 115, Vers 1. [22:14] Darum hat Gott uns die Tatsache der Erwählung überhaupt geoffenbart. Nicht, dass wir über unsere Erwählung grübeln. Bin ich jetzt erwählt oder bin ich nicht? [22:25] Ist mein Nachbar erwählt oder ist er nicht? Nicht dafür hat uns Gott das gezeigt, sondern ganz einfach nur, dass wir Gott Glauben schenken und fertig. [22:37] Nicht, dass wir darüber spekulieren und womöglich noch anfangen darüber zu streiten, sondern damit Gott allein alle Ehre zukomme. [22:47] Nicht, dass wir uns selbst rühmten, sondern, dass wir immer und einzig nur allein uns des Herrn rühmen. 1. Korinther 1, 31. Damit wir nicht im Ungewissen über unser ewiges Schicksal seien, sondern damit wir wissen, meine Rettung steht auf einem felsenfesten Fundament und das ist das Heilshandeln Gottes, nicht mein wankelmütiger Wille. [23:15] Gott hat das Werk deines Heils gestartet vor aller Ewigkeit und er wird es vollenden in alle Ewigkeit. Was ist nun der Zweck unserer Auserwählung? [23:27] Es ist ein heiliges und tadelloses Leben. Vers 4. Ein Leben in Liebe. Als ich das gelesen habe, Heiligkeit, Tadellosigkeit, Liebe, ja das bin doch ich. [23:41] Von wegen. Diese Eigenschaften sind nicht bei mir. Ich kann das nicht. Ich lade Schuld auf mich. Ich brauche Vergebung. Und zugleich bin ich doch bestimmt für dieses Leben in Christus. [23:55] Und weil ich in Christus bin, darum wirkt es Christus in mir und durch mich. Darum lebe ich doch eben dieses Leben, zu dem ich auserwählt wurde, aber ich tue es alleine in Christus, weil ich in Christus bin und er in mir. [24:13] Ich lebe doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir. Galater 2,20 Es ist also immer der Erfolg des Herrn Jesus Christus, dem alle Ehre gehört. [24:25] In und für und durch mich. Jemand hat mal gesagt, du wirst wie das, was du anbetest. You become like what you worship. [24:40] Da hat er recht. so oder so. Und wenn mein altes Ego dann doch wieder in Sünde fällt und das tut es und Gott mich liebevoll aufrichten muss, dann weiß ich, Gottes Liebe steht hinter mir schon seit vor aller Uhrzeit und jetzt wirkt er in mir, was ihm wohl gefällt und im Herrn Jesus vergibt er mir gern, er wird mich zum Ziel führen, alle Ehre dem Herrn. [25:21] Das zweite, jetzt kommt Nummer zwei, das Ziel der Berufung, unsere Gottes Kindschaft, Vers fünf. Wir haben jetzt gesprochen von vor aller Zeit, von der Auserwählung vor aller Zeit. [25:37] Jetzt gucken wir in die ganz andere Richtung, jetzt schauen wir in die Zukunft, in das Ziel. Er hat uns vorher bestimmt zur Sohnschaft durch Jesus Christus für sich selbst, nach dem Wohlgefallen seines Willens. [25:51] Nächstes Stichwort also Vorherbestimmung. Das nächste Merkwort. Wir blicken nicht mehr zurück, wir blicken jetzt nach vorne. Für was bist du vorher bestimmt? [26:03] Was sagt die Bibel? Kinder Gottes zu sein, dafür sind wir bestimmt. Söhne und Töchter des Höchsten. [26:14] Danke vielmals. Der Fachausdruck dafür heißt eben Sohnschaft. Sohnschaft durch Adoption. [26:26] Das Ziel einer Adoption war im römischen Reich oftmals den Besitz in der Familie zu behalten, wenn der Stammhalter gefehlt hat und die Dynastie weiter fortzufahren. [26:40] Es war ein kompliziertes Verfahren, ich glaube Adoption ist heute noch ein kompliziertes Verfahren, aber es hat funktioniert. Die adoptierte Person ist dann ein rechtmäßiges Kind der Familie mit allen Rechten und Pflichten. [26:56] Diese Person wird auch Erbe ohne Rücksicht auf die biologische, die genetische, die soziale Abstammung. Gott hat dich zur Sohnschaft bestimmt, ohne Rücksicht auf deine Abstammung. [27:10] Wir wissen ja, wer wir gewesen sind. In Epheser 2, Kinder des Ungehorsams, Vers 2, von Natur aus Kinder des Zorns, Vers 3, der Herr Jesus sagt mal zu seinen Zuhörern, so ganz nett, ins Gesicht, ihr habt den Teufel zum Vater. [27:29] Johannes 8, 44, Da kommen wir her. Aber dann hast du das Evangelium gehört. Und du hast dem Evangelium Glauben geschenkt. Das ist dein Part, dem Evangelium Glauben zu schenken. [27:44] das Gegenstück zu Gottes Aktion heißt also nicht menschliche Freiheit, sondern menschliche Verantwortung. [27:58] Es ist unsere Verantwortung, Gott Glauben zu schenken. Ich gehe sogar zu weit zu sagen, es ist unsere Pflicht, denn sonst behandeln wir Gott wie einen Lügner, wenn er sagt, dass niemand gerettet wird, außer durch den Herrn Jesus, und du sagst, ich glaube nicht, dass Jesus mein Erlöser sein muss, dann machst du Gott zum Lügner. [28:21] Das scheint mir Lästerung zu sein. Apostelgeschichte 17, Vers 30, Gott gebietet allen Menschen, Buße zu tun, also ihm zu glauben. [28:33] Und wenn du das noch nicht tust, dann lade ich dich jetzt ein, komm zu deinem Retter Jesus, und dein ganzes Leben wird sich umkrempeln, es wird eine andere Richtung bekommen. [28:46] Du wirst ein Kind Gottes werden, für alle Ewigkeit, denen, die ihn aufnahmen und an seinen Namen glaubten, denen gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden. [28:59] Johannes 1, Vers 12. Die Gotteskindschaft macht uns nun also zu einem rechtmäßigen Erben Gottes für uns. Was wir alles erben, gesegnet mit jedem geistlichen Segen. [29:14] Das ist, wenn ich bei Gott zu Hause bin. Er wird nichts Gutes vorenthalten, denen, die ihn lieben. Psalm 84, Vers 12. Friede, Geborgenheit, ewige Zukunft, eine echte Familie von Brüdern und Schwestern. [29:31] Ich rede von der Gemeinde. Und einen Bruder, der sogar von Natur aus Gottes Sohn ist, der nicht adoptiert werden musste, weil er Gott der Sohn ist, mein geliebter Herr und Heiland Jesus Christus. [29:49] Die Liste unseres Erbes ist unendlich. Danke Gott, oh Gott, danke, oh Gott, dir sei Ehre. Das dritte, der Zweck aller Gnade ist Lobpreis. [30:05] Vers 6, also vorherbestimmt, zum Preis der Herrlichkeit seiner Gnade, mit der er uns begnadigt hat in dem Geliebten. Wie gesagt, wir bewegen uns heute nur im ersten Teil von diesem einen Satz. [30:21] Das nächste Mal werden wir dann über die Erlösung durch Jesus Christus sprechen und danach über die Versiegelung durch den Heiligen Geist. Aber in allen drei Abschnitten, wenn ihr euch das anschaut, gibt es den Refrain im letzten Vers und der Lobpreis Refrain heißt zum Preis seiner Herrlichkeit. [30:41] Vers 6 zum Preis der Herrlichkeit seiner Gnade. Vers 12 damit wir zum Preis seiner Herrlichkeit sind. Vers 14 zum Preis seiner Herrlichkeit. Ihr habt das jetzt verstanden. Das Herz von uns, den Erlösten, fließt über vor Freude, Dank und Anbetung. [30:58] Und wie wir es gesagt haben, das ist der Zweck dieses Segens Gebetes, das mit Gepriesen anfängt und Preis seiner Herrlichkeit aufhört. [31:12] Und alles zwischendrin, großartige Theologie, die Gott lobt. Schwarzbrot Theologie über die Gnade Gottes mit dem Zweck Lobpreis. [31:24] Das ist das letzte Merkwort für heute, Lobpreis seiner Herrlichkeit. Du bist mit Gnade begnadigt. Vers 6 und das ist also, wie wir feststellten, die Gebetssprache von Paulus. [31:39] Wo finden wir diese Gnade? Was sagt er? In dem Geliebten. Wer ist das? Jesus. [31:50] In dem Geliebten. Der Geliebte ist ein Messias Titel. Und wisst ihr, wer diesen Messias Titel erfunden hat? Gott selber. [32:04] An zwei entscheidenden Stellen. Bei der Taufe Jesu, Matthäus 3, Vers 17 und bei der Verklärung Jesu. Matthäus 17, Vers 5. [32:16] Dies ist mein geliebter Sohn. Und wenn du nun also in Christus bist, dann bist du von Gott geliebt, weil Gott den Sohn Christus liebt. [32:38] Ich bin geliebt, so wie Gott meinen Retter Jesus liebt. Das ist zu viel für mich. [32:50] Das ist Gnade. weil Gott mir in Jesus gnädig ist. Also entweder habe ich alles im Herrn oder ich habe eben nichts. [33:06] Das ist der Punkt. Und darum preist meine Seele seine Gnade. Zum Schluss, liebe Geschwister, ich frage euch jetzt einfach, mag es simpel, angesichts dessen, dass du gesegnet bist mit jedem geistlichen Segen, dass du in Christus alles hast, was du überhaupt nötig hast, dass Gott deine Auserwählung vor aller Zeit in die Wirklichkeit gesetzt hat, damit du heilig und tadellos lebst, durch das Wirken des Herrn Jesus Christus. [33:47] Dass Gott seine Vorherbestimmung beschlossen hat, damit du ein Gottes Kind bist. [34:00] Angesichts all dessen halten wir es einfach, hier ist die Frage, Ist dein Herz in Jesus Christus zur Ruhe gekommen? [34:29] Singt dein Herz den Refrain von Epheser 1 zum Preis seiner Herrlichkeit. Mal singst du laut, mal singst du leise, mal singst du auch nur noch in deinem Herzen. [34:52] Manchmal begleitet von Tränen des Leidens, oft begleitet von Freudentränen, Vater, Sohn und Heiliger Geist haben alles für dich vollbracht. [35:15] Alles, was du bist, alles, was du tust, es sei etwas zum Preis von der Herrlichkeit der Gnade Gottes, die wir haben, in Jesus Christus, unseren geliebten Herrn. [35:38] Amen. Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, bewahre eure Herzen mit diesen Worten in Christus Jesus. [35:51] Amen.