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Für die, die die Predigten nicht gehört haben, gibt es heute etliches Spannendes, Interessantes. [1:30] Aber ich wette auch für die, die jedes Mal dabei waren. Es hat mich dann doch gepackt. Es hat mich dann doch gepackt. Epheser 5, Vers 1 bis 7. Da gibt es auch nach vier Kapiteln noch weiterhin Wichtiges und Entscheidendes zu sagen. [1:46] Reden Gottes. Es ist eben doch noch längst nicht alles gesagt zu dem Thema echte Liebe und dem Gegenteil von echter Liebe. [2:02] Und das sind die zwei Fragen, die wir heute Morgen erleben werden. Das eine, bist du auf gutem Kurs oder im Zweifelsfall eben doch auf einem tödlichen Irrweg? [2:24] Bist du bereit, dich das zu fragen? Beide Optionen sind denkbar. Das war in Ephesus damals so, in der Gemeinde. Und in Zürich ist es eben auch so. [2:36] Und ich lade dich heute ein, sei offen, prüfe dein Leben im Spiegel des Wortes Gottes. Sei sicher, alles was Gott dir sagt, sagt er dir, weil er dich liebt. [2:51] Und weil er dich möchte. Der erste Teil, ich lese nicht alles zusammen, sondern die zwei Teile, die der Text uns vorgibt. [3:03] Das erste, auf gutem Kurs. Werdet nun Nachahmer Gottes als geliebte Kinder. Und wandelt in Liebe, wie auch der Christus uns geliebt und sich selbst für uns hingegeben hat, als Opfergabe und Schlachtopfer Gott zu einem duftenden Wohlgeruch. [3:23] Hier kommt jetzt gerade schon die erste Herausforderung. Werdet Nachahmer Gottes. [3:37] Das habt ihr bis jetzt noch nicht gehört. Wir sollen Nachahmer Gottes werden. Fünfmal im Neuen Testament schreibt Paulus, dass wir seine Nachahmer werden sollen. [3:50] Aber er schreibt das auch nur, weil er das begründet damit, dass er Christus nachfolgt. Aber Nachahmer Gottes werden, das steht so nur hier in der Bibel. [4:03] Und liebe Geschwister, billiger geht es nicht. Deutsch und deutlich. Deine Berufung ist es, Nachahmer Gottes zu werden. [4:19] Aber ehrlich gesagt, ja, wessen Nachahmer denn auch sonst? Wenn nicht von Gott. Ich habe mal andere Übersetzungen angeschaut, wie das da heißt. [4:31] In der englischen King James Bibel steht auch Nachfolger Gottes. Hinter Gott herleben, heißt es im Hebräischen. In den Wegen von Gott gehen, heißt es im Jittischen. [4:45] Und Imitatoren Gottes werden, so steht es in der französischen Second Bibel. Und im Lateinischen dann natürlich auch. [4:56] Ich weiß nicht, wie es auf Ungarisch heißt. Du kannst es ja mal nachsehen und mir das nachher sagen. Oder auf Romanisch oder was wir sonst noch. Arabisch, kannst du mal nachgucken. [5:10] Und auf Deutsch ist das? Nach dem Vorbild von Gott sozusagen. [5:23] Okay, gut. Also wir machen hier noch eine kleine Sprachübung. Danke, Mithat. Wir müssen eben gut verstehen, was das heißt, Nachahmer Gottes zu sein. [5:36] Also wenn ich jetzt nur das Wort einmal nehme, dann kann das durchaus auch heißen, ein Nachahmer, ein Mime oder ein Schauspieler zu sein. [5:48] Aber das meint Paulus natürlich nicht, dass wir hier gute Schauspieler werden. Der Glaube ist das Gegenteil von Schauspielerei. Ich kann mich mit Schrecken an ein Ereignis erinnern, Aufführung einer Matthäuspassion. [6:03] Und der Sänger hat sich also wirklich vertieft in seine Rolle, der Jesus-Sänger. Ich war sehr angetan von ihm. Und in der Pause hörte ich ihn dann hinter der Kirche rauchen, lästern und fluchen. [6:17] Also so nicht, liebe Geschwister. Das ist nicht Nachahmer Gottes werden. Okay? Schauspielern. Gott nachahmen heißt auch nicht, dass wir kleine Götter werden. [6:32] Oder? Also es gibt ja Menschen, die ihre Sittenstränge selbstbewusst zur Schau stellen und mir manchmal dann den Eindruck geben, sie würden sich mit ihrem hohen moralischen Standard ihre eigene Vergötterung selbst erarbeiten. [6:50] So nicht, liebe Geschwister. Ihr werdet sein wie Gott. Das war schon die Lüge der Schlange im Paradies. Gott nachahmen ist keine Schauspielerei. [7:04] Gott nachahmen ist auch nicht selbst zu einem kleinen Gott zu werden. Aber was ist es dann? Gott nachahmen heißt, die Herzenshaltung Gottes einzunehmen. [7:20] Die Herzenshaltung Gottes einzunehmen. Und was ist seine Herzenshaltung? Schaut im Vers 2. [7:34] Wandelt in Liebe. Das ist Gott nachahmen. Wandelt in Liebe. In Liebe leben, wie Gott in der Liebe lebt. [7:48] Jetzt schaut ihr Gottes Liebe an. Gottes Liebe ist kein Theater. Keine Schauspielerei zu uns. Der Apostel Johannes konnte darum sagen, Kinder, lasst uns nicht lieben mit Worten, noch mit der Zunge, sondern in Tat und Wahrheit. [8:03] 1. Johannes 3, Vers 18. Mit welcher Tat hat denn Gott bewiesen, dass er uns liebt? Gott erweist, wie? Ja? [8:13] Es grüßt vor Golgatha. Gott erweist seine Liebe zu uns darin, dass der Messias, als wir noch Sünder waren, für uns gestorben ist. Römer 5, Vers 8. [8:25] Und der Lohn der Sünde wäre ja bekanntlich, ist bekanntlich der Tod. Römer 6, Vers 23. Er wäre das auch für uns gewesen, wenn der Messias sich nicht für uns hingegeben hätte. [8:41] Und warum war denn der Tod des Herrn Jesus am Kreuz der entscheidenden Liebesbeweis für uns? Nun, weil er dadurch Frieden gemacht hat, durch das Blut seines Kreuzes. [8:56] Kolosse 1, Vers 20. Und wie geht das? Ohne Blutvergießen gibt es keine Vergebung. Hebräer 9, Vers 22. Mit dem Opferblut schon. [9:07] Niemand von uns muss das Opfer bringen. Jesus hat das vollkommene Opfer gebracht. Auch für dich. 700 Jahre bevor Jesus ans Kreuz ging, hat der Prophet Jesaja das vorausgesagt. [9:22] Die Strafe lag auf ihm, auf das wir Frieden hätten. Jesaja 53, Vers 5. [9:35] Keine Strafe mehr für uns. War dieses Opfer des Herrn Jesus angenehm vor Gott? Hat er es angenommen? [9:47] Ja! Vers 2. Als Opfergabe und Schlachtopfer Gott zu einem duftenden Wohlgeruch. [9:58] Im Opfer des Herrn Jesus Christus kommen alle alttestamentlichen Opfer wie zusammen. Paulus erwähnt hier nur Opfergabe und Schlachtopfer. Der springende Punkt an der ganzen Sache ist, das Opfer des Herrn Jesus ist perfekt, abschließend ein für allemal vollkommen. [10:18] Hebräer 9, Vers 12. Er ist mit seinem eigenen Blut ein für allemal in das Heiligtum eingegangen und hat uns eine ewige Erlösung erworben. [10:32] Das ist die Herzenshaltung Gottes. Von dieser Haltung müssen wir Nachahmer sein. [10:47] Er hat alles gegeben. Frage. Geht das überhaupt? Nun, das geht nicht nur. [11:03] Das ist unsere Aufgabe. Es gehört zu unserer höchsten Berufung, zu unserer Schuldigkeit. Womit verherrlichen wir Gott denn mehr, als dass wir Westminster-Katechismus-Frage 1 am Reformation-Sonntag Gott verherrlichen und uns für immer an ihm erfreuen und ich ergänze heute und ein Leben führen, das ihn ehrt. [11:34] Womit können wir Gott eine größere Freude bereiten? Und wie ehren wir Gott in unserem Leben? Geliebte, wenn Gott uns so geliebt hat, dann sind wir schuldig, auch einander zu lieben. [11:50] 1. Johannes 4, Vers 11. So. Trotzdem. Ich fühle mich überfordert. Ihr vielleicht auch. [12:03] Wie kann das gehen? Also einfach so kann das nicht gehen. Die Bibel sagt auch, wir können nur lieben, weil er uns zuerst geliebt hat. [12:17] 1. Johannes 4, Vers 19. Wer geliebt ist, der kann Liebe weitergeben. Bist du nun geliebt von Gott? [12:31] Oh ja. Als geliebte Kinder. Geliebte Kinder sind wir nach, armer Gottes. [12:47] Wer Liebe empfangen hat, der kann sie weitergeben. Wie viel Liebe hast du denn vom Herrn Jesus empfangen? 23 Franken 95 oder 78 Franken 43. [13:03] Sie ist ohne Maß und ohne Zahl die Liebe Gottes. Ich bringe euch ein Zitat vom Philosophen Jean-Paul. [13:19] Weiß jemand, aus welchem Land Jean-Paul stammte? Frankreich? England? [13:31] Belgien? Belgien? Alles falsch. Der gute Mann hieß eigentlich Johann Paul Friedrich Richter aus Bayern. [13:44] Nicht wahr? Und weil der Name, naja, vielleicht nicht ganz so gebildet tönt, nicht wahr? [13:56] Hat er sich dann eben Jean-Paul genannt. Das tönt ja doch gescheiter, oder? Irgendwie. Naja. Aber das ist nichts für die Leute von Bayern. [14:10] Und darum haben sie dann einfach der Schambol gesagt. Der Schambol. Also, jetzt ein Zitat vom Schambol. [14:27] Nicht wahr? Man ist nie liebenswürdiger, als wenn man geliebt wird. [14:39] Wow. Könnt ihr euch das für eure Beziehung so merken? Im Grunde genommen stimmt nicht einmal das so ganz genau. [14:54] Denn wisst ihr warum? Weil man Liebenswürdigkeit nicht verdienen kann. Also, in Wortwürdigkeit steckt ja, du bist es wert, geliebt zu werden, oder du bist es nicht wert, geliebt zu werden. [15:09] Gott fordert von dir nicht, dass du erst eine Leistung erbringen musst, um geliebt zu werden. Sich seiner Liebe würdig zu erweisen, vorher gibt es gar nichts. [15:20] Gott hat dich geliebt, einfach so. Und noch mehr, als wir noch Sünder waren. Und vor der Grundlegung der Welt, Epheser 1, danke vielmals Peter, haben wir in Epheser 1 gelernt. [15:35] Das ist die Liebe Gottes. Und als solche sind wir Nachahmer Gottes. Aber eins ist auch klar, wir sind und bleiben Kinder Gottes. [15:50] Wir werden nicht zu Gott. Gott bleibt Gott und Mensch bleibt Mensch. Wir sind geliebte Menschenkinder Gottes. Nun reden einige ja davon, dass sie Jesus ähnlicher werden wollen. [16:03] Oder? Das heißt aber immer noch nicht, dass wir zu kleinen Göttern werden. Das ist nicht mengenmäßig erfassbar. Ja, also, ich bin Jesus zu 23% ähnlich und der Ruhrdieter hat schon 27% geschafft. [16:20] Wow. Nein, das ist Unsinn. Nicht die Quantität, sondern die Qualität in der Nachahmung Gottes ist gefragt. [16:32] Also nicht äußerlich Schauspielern, sondern innerlich der Herzenshaltung Gottes entsprechen. Gegenüber Gott und den Geschwistern. [16:44] Als geliebte Kinder Gottes, Vers 1, leben. Nach dem Muster der selbstlosen Liebe, die der Messias dir gezeigt hat. Vers 2. Dietrich Bonhoeffer sagte es so, die Liebe will nichts von dem Anderen. [17:03] Sie will alles für den Anderen. wenn das ein Wesen praktiziert hat, dann war es Gott in Jesus Christus, der uns mit ihm versöhnt hat und uns zu seinen geliebten Kindern gemacht hat. [17:31] Ich habe mich noch gefragt, ist es eigentlich nötig, dass Paulus so viel von Liebe schreibt. Also der Epheserbrief ist ja relativ kurz. [17:42] Sechs Kapitel. Zehnmal kommt das Wort Liebe vor. Zehnmal kommt das Wort Lieben vor. Nun, Paulus hatte eine Ahnung. Als er wusste, dass er zum letzten Mal die Ältesten der Gemeinde trifft, hat er ihnen etwas vorausgesagt in Apostelgeschichte 2029, den Ältesten von Ephesus. [18:05] Ich weiß, dass nach meinem Abschied grausame Wölfe zu euch hereinkommen werden, die die Herde nicht schonen. Apostelgeschichte 2029. Seht ihr, wenn die Hirten der Gemeinde kämpfen müssen für die Gemeinde, sie auch verteidigen müssen gegenüber den bösen Wölfen, dann ist das eine harte Aufgabe. [18:27] Zu Recht tun sie das. Es muss so sein, sowohl der ganzen Herde. Es könnte aber die Gefahr eintreten, dass im Kampf um die Wahrheit die Liebe vergessen geht. [18:41] Und das darf nicht passieren. Der Kampf um die Wahrheit ist so stark wie unser Kampf um die Liebe. [18:53] Der Kampf um die Wahrheit ist so stark wie unser Kampf um die Liebe. Hatte Paulus recht mit dieser Ahnung oder dieser Voraussage? [19:06] Leider ja. Ein paar Jahrzehnte später brennt es in Ephesus lichterloh. Nicht, dass sie die Wahrheit verlassen hätten, aber die Liebe. [19:19] Der Herr Jesus selber redet zu ihnen. Offenbarung Kapitel 2. Liebe Gemeinde, du hast die geprüft, die sich Apostel nennen und es nicht sind und hast sie als Lügner befunden. [19:33] Kampf um die Wahrheit hat funktioniert. Aber ich habe gegen dich, dass du die erste Liebe verlassen hast. Es war nicht umsonst, dass Paulus schon im Epheserbrief so viel von Liebe gesprochen hat. [19:50] Darum, liebe Geschwister, bleiben oder kommen wir auf gutem Kurs, werden wir rechte Nachahmer Gottes, leben wir in der Liebe zu Gott und zu den Geschwistern als geliebte Kinder Gottes. [20:07] Jetzt kommt der zweite Teil. Leider nicht mehr so schön. wie der erste. Der tödliche Irrweg. [20:24] Wir hören den Text. Und Sucht aber und alle Unreinheit oder Habsucht sollen nicht einmal unter euch genannt werden, wie es Heiligen entspricht. [20:37] Auch Unanständigkeit und dummes Geschwätz und Witzelei, die sich nicht gehören, stattdessen aber Danksagung. Dann das sollt ihr wissen und erkennen, also Basetuf, dass kein Unzüchtiger oder Unreiner oder Habsüchtiger, er ist ein Götzendiener, ein Erbteil hat im Reich Christi und Gottes. [21:01] Niemand verführe euch mit leeren Worten. Dieser Dinge wegen kommt der Zorn Gottes über die Söhne des Ungehorsams. Seid also nicht nicht ihre Teilhabe. [21:14] Jetzt reden wir vom Gegenteil der Liebe Gottes, der echten Liebe. Authentische Liebe hat es immer schwer auf dieser Welt. [21:26] Sie entspricht eben nicht dem an sich egoistischen und egozentrischen Menschen nach dem Sündenfall. [21:39] Wenn der Mensch ein bisschen was von der Liebe Gottes vernommen hat, steht er in der Gefahr, sie zu verdrehen und ins Gegenteil zu verkehren. Und da lauert jetzt eine Gefahr, die Paulus als tödlich beschreibt. [21:54] Paulus wird jetzt ganz ernst. Vertragen wir das mal für zehn Minuten? Er scheut sich nicht, das Gericht Gottes anzukündigen für solche, die nicht Nachahmer Gottes werden wollen, sondern die lieber in ihrer eigenen Lust das Leben verbringen wollen. [22:16] Ihr Lieben, was wir jetzt aus dem Wort Gottes hören, das sagt Gott aus echter Liebe zu dir. Er will dir nicht das Leben vermiesen, ganz im Gegenteil. [22:31] Er hat dir seine Liebe gezeigt und er freut sich, wenn du seine Liebe annimmst und sie entdeckst. Und so können wir hier auch weiter sprechen über die Wahrheit. [22:47] Diese gefallene Welt, die nicht nach Gott fragt, sie verschädt Liebe eben nicht so, wie Dietrich Bonhoeffer es gesagt hat. [23:01] Nicht als alles für den anderen sondern als alles für mich. Das Gegenteil von echter Liebe versteht Liebe gleich Lust, Befriedigung meiner selbst. [23:22] Das kann sein im Sex, mit Macht oder im Geld oder alles zusammen. davon redet Paulus hier. [23:34] Das heißt, was ihr hier seht, ist genau das Gegenteil von dem, was wir vorher gesehen haben, Verse 1 bis 2. Genau die entgegengesetzte Richtung. Und darum ist eine 180-Grad-Wendung von dem wieder zurück zu Vers 1 und 2 in deinem Leben Nötig! [23:53] Wenn es nötig ist. in den Versen im Vers 3 Ah! [24:12] Danke! Hier, Vers 3. Im Vers 3 lesen wir drei Wörter, drei Sünden, die den ganzen Menschen betreffen. [24:25] Da in Vers 4 lesen wir von drei Sünden, die nur die glitzekleine Zunge betreffen. [24:37] Also 50-50 für die Zunge und für den ganzen Rest. Seht ihr, dass es nicht egal ist, was du mit deiner Zunge machst? So eine starke Gewichtung, es ist nicht egal, wie du redest, erinnert euch ans vierte Kapitel, was hatten wir da über die Zunge gehört? [25:00] Keine Lüge, Vers 25, kein Zorn, 26, kein faules Wort, Vers 29, keine Bitterkeit, keine Wut, kein Geschrei, keine Lästerung, keine Bosheit. [25:14] Du hältst dich also für einen Nachahmer Gottes? Das ist wunderbar. dann weißt du ja jetzt, was jedenfalls nicht dazu gehört und deine Zunge betrifft. [25:26] Jakobus sagte, aus demselben Mund gehen Segen und Fluch hervor. Dies, liebe Geschwister, sollte nicht so sein. [25:38] Jetzt noch die Ergänzung hier aus Epheser 5. Nochmal drei Wörter. Unanständigkeit, albernes Geschwätz und Witzelei. [25:51] Diese drei Wörter, die kommen so, wie sie da stehen, auch nur hier vor in der Bibel. Unanständigkeit ist Obszönität, das verbindet das Sprechen auch mit unserem Tun. [26:04] Könnte man sagen, dass das vulgäre Reden irgendwie auf derselben Stufe steht wie das unmoralische Handeln. Dumme Geschwätz kommt aus dem Munde der Narren. [26:21] Das lernen wir schon bei König Salomo und Co. Es gibt einfache geistige Beschränktheit, aber es gibt auch eine qualifizierte Dummheit in Form von schmutzigem und gottlosem Gerede. [26:39] Das wird dir nicht zum Guten angerechnet. Und als drittes noch die Witzelei, also nichts gegen Humor, obwohl in der Bibel Jesus hat niemals gelacht. [26:56] Stimmt, wird uns nicht berichtet. Ich bin mir sicher, dass er gelacht hat. Ich möchte euch nur erinnern an zwei Sachen von Dienern Gottes, die sich dem Humor und durchaus bis zum Sarkasmus bedient haben, dass sich einmal der Elia mit seinen wenig schmeichelnden Scherzen gegenüber den Balzpriestern, erster Könige 18, oder an die Veralberung der Götzendiener durch Jesaja, Jesaja 44, der sagt, der Mensch nimmt ein Stück Holzklotz und spaltet es in der Mitte, mit der einen Hälfte macht es schön warm, er verbrennt es und die andere Hälfte von dem Holzklotz betet er an, du bist mein Gott, nachdem er eine Schnitzfigur draus gemacht hat. [27:48] Witze sind dann schlecht, wenn sie peinlich werden, wenn sie sarkastisch sind, den anderen beleidigen, schmutzig, das gehört sich nicht. [28:01] Vers 4, es reicht also nicht an den Standard Gottes heran, es ist inkopatibel damit, dass du Nachahmer Gottes bist. Fragen wir positiv, welche Worte soll unsere Zunge denn reden, wenn das nicht? [28:17] Erinnert euch an Vers 29 von Kapitel 4, es soll das Wort, was ihr sagt, gut, angemessen und hilfreich sein, also konstruktiv, konstruktiv reden, gut, angemessen und hilfreich. [28:33] Und hier im Vers 4 kommt noch was dazu, ein einziges positives Wort, das alles andere aufwiegt. Danke sagen, Danksagen, ich wette, du sagst Gott nicht danke für deine Sünde, oder? [28:56] Wer sündigt, der wird sprachlos vor Gott, solange dein Gewissen schlägt im Takt mit der Bibel, wirst du Gott nicht danken für das Unheil, das du jetzt mal wieder mit deiner Zunge angerichtet hast. [29:14] Du wirst Gott nicht danken für das Desaster, das du mit deinem gottlosen Handeln angerichtet hast. Da schweigt die Dankbarkeit. [29:26] Okay, gehen wir jetzt aber weiter zum Vers 3 zurück zusammen mit der Sachlage von Vers 5. [29:39] Vers 3 nennt drei Sünden Unzucht, Unreinheit und Habsucht. Und Vers 5 personifiziert dann diese drei Sünden. [29:50] Merkt ihr das? Aus Unzucht wird Unzüchtiger, Unreinheit unreiner, aus Habsucht Habsüchtiger. Beschäftigen wir uns mit den drei Wörtern. [30:01] In Kürze. Unzucht, was ist das? Ich zitiere hier meinen Lehrer, Professor Stadelmann, in seiner Auslegung zu dieser Bibelstelle. [30:15] Und ihr werdet merken, das ist ziemlich kontrovers zu dem, was unsere Gesellschaft zu dem Thema meint. Zitat Unzucht ist ein Begriff, der in der Bibel alle Arten von Geschlechtsverkehr außerhalb der Ehe bezeichnet. [30:39] Was ist denn die Ehe in der biblischen Definition? Die Ehe ist eine lebenslängliche Verbindung zwischen einem Mann und einer Frau. [30:52] Das ist völlig anders als der sexuelle Freiheitsbegriff der Gesellschaft in Ephesus damals. [31:06] Aber heute hier in Zürich, da ist es ja ganz genauso. Wenn wir Gott widerspiegeln wollen, dann widerspiegeln wir eben auch in diesem Bereich unseres Lebens, wie Gott zu uns ist. [31:23] Treu, zuverlässig und absolut mit Liebe. Egal, ob wir uns dessen als würdig erweisen oder nicht. [31:34] Gott liebt uns bedingungslos und wir können uns auf ihn verlassen. Und das soll die Beziehung zwischen Mann und Frau eben auch widerspiegeln. [31:47] Ich kann mich auf dich verlassen, du kannst dich auf mich verlassen. Unreinheit ist der allgemeinere Begriff alle Sünde, die dich oder mich vor Gott verunreinigt und Habsucht oder Gier ist die Liebe, aber zum Geld, nicht zu Gott. [32:16] Haben wollen statt geben, ich statt du. Willst ihr reich sein, ist nichts Schlimmes. Ist gut, wenn Gott dir das Geld geschenkt hat, mach so viel Gutes damit, wie du kannst. [32:32] Nur reich werden wollen, um den Preis der Nachfolge, um den Preis Nachahmer Gottes zu sein, das ist Habsucht. Dann gibst du deinen Glauben dran, um noch mehr Geld zu machen. [32:45] Das ist Sünde. Vers 5 nennt diese Sünde Götzendienst. Er ist ein Götzendiener. Warum das? Nun, wer immer mehr haben will, je mehr er hat, je mehr er will, der ist ja neidisch auf die, die noch mehr, noch mehr haben. [33:04] Das verstößt gegen das zehnte Gebot. Du sollst nicht begehren, nicht neidisch sein. Und wenn Geld dein Gott ist, dann verstößt du damit gegen das erste Gebot, in dem Gott sagt, ich bin der Herr, dein Gott. [33:23] Punkt. Das heißt, Habsucht ist Sünde gegen das ganze Gebot Gottes, vom ersten bis zum zehnten hoch und runter und rund herum. [33:42] Und darum wird es hier so prominent angesprochen. Es geht alles bach ab. Kein Nachahmer Gottes mehr, sondern Habsucht ist Götzendienst. [33:59] Und ja, wir müssen darüber reden. Warum? Weil Sex, Macht und Geld drei wichtige Lebensfelder sind. Gott hat sie uns gegeben zu einem guten und rechten Gebrauch, zu unserer Freude, zu unserem geordneten Miteinander. [34:21] Darum gibt es Obrigkeit, Macht in dem Sinn. Und zu unserem Wohlergehen. Er schenkt uns das Geld, damit wir auch leben können. Aber vielleicht, weil sie eben so wichtig sind, leiden genau gerade in diesen Bereichen, so viele Menschen, Schiffbruch, diese Dinge zu missbrauchen, sagt Paulus, das soll unter uns nicht einmal genannt werden. [34:46] Also das heißt nicht, dass wir nicht darüber sprechen sollen, wir machen es ja gerade, und Paulus auch, oder 1. Korinther 5, macht Paulus das auch. Die Idee ist, wir sollen es nicht einmal in Erwägung ziehen, ob wir vielleicht nicht doch irgendwie so in diese Richtung unser Leben lenken. [35:09] Du sollst deine Gedanken nicht dort parkieren. Nicht drei Minuten, nicht zehn Sekunden und auch nicht mit Parkscheibe, gar nicht. Da gehören deine Gedanken nicht hin. [35:24] Oder auf Deutsch don't even think about parking here. Denk nicht mal da dran. Deine Gedanken oder dein Auto hier zu parkieren. [35:38] Für solche Dinge sollte die Gemeinde Jesu nicht bekannt sein. Tja, und wofür sind wir bekannt? Manchmal leider eben doch dafür. Wenn ein Prediger fremd geht, ist das ein gefundenes Fressen für die Medien. [36:01] Wollen wir uns darüber beklagen? wenn ein geiziger und harter Unternehmer zu einer Freikirche gehört, dann muss er nicht lange warten auf aggressive Berichterstattung in der Presse. [36:18] Wollen wir uns darüber beklagen? Na, was sollen wir tun? Es stimmt, dass wir alle in Sünden fallen. [36:29] wenn wir den Maßstab Jesu anlegen, muss jeder von uns erschrecken. Wir können heute Morgen, keiner von uns kann mit dem Finger auf die anderen zeigen. Aber das ist ja keine Entschuldigung und macht die Sachen nicht besser. [36:42] Der springende Punkt ist, sieh zu, dass die Sünde bei dir nicht parkiert, dass du keinen Habitus draus machst. Sonst! wird eben aus jemandem, der Unzucht in Unzucht gefallen ist, ein Unzüchtiger, jemand, der es immer wieder tut, der sich daran gewöhnt hat, der vielleicht noch Spaß daran hat. [37:08] Hier kommt die Warnung, kein solcher hat ein Erbteil am Reich Gottes, am Reich Christi und am Reich Gottes. Dann bist du nicht bereit für den Himmel. Du bist nicht versöhnt mit Gott. [37:21] Um dieser Dinge Willen kommt der Zorn Gottes. Vers 6. Wer sich permanent dagegen lebt, erweist sich nicht als Nachahmer Gottes, nicht als Kind des Gehorsams gegenüber Gott, sondern als Sohn des Ungehorsams. [37:40] Zieht das nicht einmal in Erwägung, liebe Geschwister, wenn es dir vielleicht mies geht und du Ablenkung brauchst oder Frust abbauen musst, weil bekanntlich auf der anderen Seite des Zaunes das Gras immer grüner ist. [37:58] Nicht wahr? Ganz bestimmt. Das ist ganz klar ein Trugschluss und eine Verführung des Widersachers aus der unteren Etage. Ihr versteht, es geht jetzt nicht um die Frage, ob du dein Heil beim 25. [38:15] Mal Ehebruch verspielt hast oder nach dem 23. Mal. Die Frage ist, wenn du nach so viel Mal Ehebruch immer noch Spaß dran hast, hast du dein Heil überhaupt je gefunden? [38:31] Das ist der Lebensstil der Heiden von Ephesus und von überall. Werdet nicht ihre Teilhaber. Vers 7. [38:44] Man kann nicht auf zwei Hochzeiten tanzen. Wenn du angesprochen bist, wäre heute die Zeit zur Umkehr. Die Christen von Ephesus mussten das Stück für Stück lernen. [39:00] In dieser heidnischen Gesellschaft waren sie groß geworden mit ihrem moralischen und geistlichen Niveau. Wer sich heute zu Jesus wendet, der darf die neue Lebensweise kennenlernen, Schritt für Schritt. [39:13] Du darfst wieder aufstehen, wenn du gefallen bist. Herzliche Einladung. Was können wir uns merken von heute? Es gibt zwei Dinge. [39:24] Es gibt eine Unmöglichkeit und eine Möglichkeit. Über die Unmöglichkeit haben wir zuletzt gesprochen. Geh nicht auf dem tödlichen Irrweg. Ich bitte dich. [39:35] Ich lade dich ein. Ich rufe dich. Dieser Dinge wegen kommt der Zorn Gottes über die Söhne des Ungehorsams. Das ist nicht unser Lebensfeld. [39:47] Da parkieren wir unser Leben nicht. Unzucht, Unreinheit, Habsucht, Unanständigkeit, dummes Geschwätz und destruktive Witzelei. Dann gibt es die Möglichkeit. [39:59] Die Möglichkeit ist, sei auf gutem Kurs. Verse 1 und 2. Werde ein Nachahmer Gottes. Denk dran, du bist geliebt von Gott. Durch das, was der Herr Jesus getan hat an deiner Stelle. [40:14] Versöhnung und eine Berufung als geliebtes Kind Gottes. Ein Leben, das die Liebe Gottes weitergibt. Eine herzliche Einladung. [40:27] Gott liebt dich. Er ruft dich. Werde Teilhaber am ewigen Leben, nicht Teilhaber an dem Anderen. [40:38] Lebe in der Nachfolge von Jesus. Lebe in seiner Liebe. Mit Gottes Hilfe und ordne dein Leben. Es lohnt sich. Es lohnt sich in alle Ewigkeit. [40:52] Amen. Lasst uns beten. Gott ist der Gottes, der höher ist als alle Vernunft. [41:05] Er bewahre unsere Herzen und Sinne. In Christus Jesus. Amen. Amen.