Festessen für Kreti und Pleti

Prediger

Oskar Fröhlich

Datum
23. August 2026

Transkription

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Ich möchte noch beten vor der Predigt.! Du bist lebendiger Wort.

Amen. Man sieht es vielleicht nicht auf den ersten Blick. Aber ich esse sehr gerne.

Und da bin ich wahrscheinlich nicht der Einzige hier drin. Essen bringt ja vieles Existenzielles für uns mit. Ich habe hier ein paar Dinge mitgebracht.

Genau da. So könnte das Festessen aussehen. Nämlich, Essen bringt ja die biologische Funktion.

Das gibt uns Energie, Nährstoffe, damit wir wachsen können. Es erhält uns am Leben, das Essen. Dann aber, was mir besonders gefällt am Essen, ist die Gemeinschaft.

Soziale Bindungen. Und jetzt ich als frischer Vater sehe das auch bei meiner Tochter. Das Erste, was man macht, wenn man auf der Welt ist, ist Essen. Und zwar in einer speziellen Bindung, in einer speziellen Gemeinschaft, und zwar mit der Mutter.

Und da wächst auch die Zugehörigkeit, das Vertrauen. Und das ist etwas ganz Schönes. Also seit Beginn an, das kann keiner sagen, dass Essen ihn nicht kümmert.

Und das in allen Kulturen. Essen ist immer Gemeinschaft. Und wenn ihr jemanden besser kennenlernen wollt, ist Essen eine wunderbare Gelegenheit.

Ich sage immer, zu einem guten Date gehört ein gutes Steak. Und so habe ich es dann auch mit meiner Frau gemacht, als ich sie kennenlernen wollte.

Essen, oder? Leider waren wir beide so aufgeregt. Ja, wir haben keinen Bissen runtergebracht. Schade für das gute Essen.

Aber, genau, Essen zum Leute kennenlernen ist super. Dann hat es ja auch noch die Genussfunktion. Ist ja ein Gaumenschmaus, gutes Essen.

All die Sensoren auf der Zunge, ist herrlich. Von süß bis bitter. Alles können wir da genießen. Und dann auch die Strukturfunktion. Essen hilft uns ja auch, einen gewissen Rhythmus in unseren Alltag zu bringen.

Also ich gehe eigentlich nur von Essen zu Essen durch den Tag. Ja, aber jetzt sind wir ja heute Morgen nicht in einem Ernährungsseminar. Also ich weiß nicht, was ihr gebucht habt heute Morgen.

Aber wir sind ja im Gottesdienst. Und das Schönste bei all diesen Sachen ist es ja, dass es Gott ist, der uns das schenkt. Gott ist es, der uns versorgt.

Und der es auch so eingerichtet hat mit dem Essen. Diese Notwendigkeit. Und selbst in der Bibel lesen wir immer wieder vom Essen. Essen als Bild dafür.

Leben in Fülle und Frieden zu empfangen aus der Gemeinschaft mit Gott. Bevor wir jetzt in den Predigtext eintauchen, möchte ich euch noch ein bisschen eine Hilfe geben zur Einordnung des Textes.

Es ist ja aus dem Buch Jesaja. Und Jesaja, da geht es viel um Gericht. Jetzt nicht dieses Gericht mit Essen, sondern Gericht spezifisch.

Ein reinigendes Gericht von Jerusalem und Judah. Denn die Rebellion gegen Gottes Gebote und gegen Gott, das soll ein Ende haben.

Und das Gericht wird zuerst kommen von den Assyrern. Aber dann schlussendlich die Zerstörung und Deportation wird dann durch die Babylonier kommen für Jerusalem. Und da mittendrin befindet sich unser Jesaja.

Und er ermutigt das Volk zur Umkehr. Er warnt eindringlich vor diesem Gericht, wenn sie nicht sofort von ihrem Weg umkehren. Aber gleichzeitig, und das gefällt mir, er schreibt er auch von Hoffnung.

Von einem Retter. Von etwas Neuem. Von etwas Wunderbarem. Und jetzt wollen wir gemeinsam eintauchen. Und zwar Jesaja 25, die Verse 6 bis 9.

Jesaja 25, die Verse 6 bis 9. Wir hören aus dem lebendigen Wort Gottes.

Hier auf dem Berg Zion wird der Herr, der allmächtige Gott, alle Völker zu einem Festmahl mit köstlichen Speisen und herrlichem Wein einladen.

Ein Festmahl mit bestem Fleisch und gut gelagertem Wein. Dann zerreisst er den Trauerschleier, der über allen Menschen liegt.

Und zieht das Leichentuch weg, das alle Völker bedeckt. Hier auf diesem Berg wird es geschehen. Er wird den Tod für immer und ewig vernichten.

Gott, der Herr, wird die Tränen von jedem Gesicht erwischen. Er befreit sein Volk von der Schande, die es auf der ganzen Erde erlitten hat.

Das alles trifft ein, denn der Herr hat es vorausgesagt. In jenen Tagen wird man bekennen, er allein ist unser Gott. Auf ihn haben wir unsere Hoffnung gesetzt.

Und er hat uns gerettet. Ja, so ist der Herr. Unsere Hoffnung war nicht vergebens. Nun wollen wir Dankes Lieder singen und uns über seine Rettung freuen.

So weit der Text. Jesaja 25. Für mich ist es meiner Meinung nach einer der schönsten Lichtblicke inmitten von Gerichtsankündigungen.

Es ist auch spannend und faszinierend, dass Rettung und Gericht so nahe beieinander sind. Und das ist nicht das einzige Mal in der Bibel, wo wir das antreffen.

Das sehen wir ganz oft Gericht und Rettung. Ihr wisst nicht, von was ich spreche? Gut, dann schauen wir mal die ersten paar Seiten von der Bibel.

Da lesen wir von einem Noah. Für die Menschheit Gericht. Rettung für Noah und seine Familie. Oder Sodom. Für Sodom Gericht.

Rettung für Lot und seine Familie. Oder im Schilfmeer. Für Pharao und seine Armee Gericht.

Rettung für Mose und das Volk Israel. Jericho. Für die Stadt Gericht. Rettung für Rahab und ihr Haus.

Spannend auch dabei bei diesen Beispielen. Es ist nicht nur immer eine Einzelperson, sondern immer die ganze Familie. Das ganze Haus. Das ganze Volk wird mitgerettet. Aber jetzt wird es noch herrlicher.

Denn beim Beispiel von Jesus. Am Kreuz ist Gericht und Tod, aber Rettung für Sünder. Dazu später noch mehr.

Und so eben auch in unserem Text in Jesaja. Wir haben in dieser Apokalypse von Jesaja, sagt man auch, ist auch Hoffnung, das Festmahl.

Und es folgen auch kein Leid, kein Tod und ein Lob Gottes. Warum eigentlich Apokalypse? Warum werden diese Kapitel 24 bis 27 als Apokalypse bezeichnet?

Denn es betrifft hier nicht mehr nur einen Ort. Apokalypse heisst ja Weltuntergang. Kann man so sagen. Also warum soll da plötzlich die ganze Welt betroffen sein?

Ja, Jesaja weitet das aus. Auf alle Völker, die gegen Gott rebellieren. Und nach meinem Wissen habe ich noch kein Volk getroffen, das nicht gegen Gott rebelliert.

Also ist heute Morgen leider nichts mit zurücklehnen und geniessen, sondern es betrifft auch uns. Gott richtet und erneuert die ganze Welt.

Darum möchte ich mit euch heute Morgen zwei Punkte betrachten. Erstens, warum braucht es ein Festmahl?

Warum braucht es ein Festmahl? Und zweitens, wer gehört zu diesem Festmahl? Starten wir mit dem Warum. Warum ein Festmahl?

Ein Festmahl in dieser Größe und zur Zeit von Jesaja, wow, das ist ein Ausdruck der Fülle, des Friedens und der Freundschaft.

Fülle, Friede, Freundschaft. Vergebt mir an dieser Stelle das Wort Freundschaft. Ich wollte eigentlich Gemeinschaft nehmen, aber das passt nicht in die Alliteration. Es muss auch mit F beginnen, sonst können wir es uns nicht merken.

Darum Freundschaft, da können wir uns besser merken. Fülle, Friede, Freundschaft. Und eine Teilnahme an einem solchen Fest bedeutete ganz viel.

Man durfte Anteil haben am Überfluss des Gastgebers. Man durfte eben diese Beziehung leben, die man hat in der Gemeinschaft und Freundschaft mit diesem Gastgeber.

Oder wart ihr schon einmal an einem Hochzeitsfest und habt da mitgefeiert und mitgegessen? Aber das Ehepaar war wildfremd, hat es nicht gekannt, er war auch nicht eingeladen.

Ging jemand von euch? Also falls es jemand wagen würde, an ein fremdes Hochzeit zu gehen und einfach mitzuesen, ich würde mal mitkommen. Es wäre sicher spannend, da mitzuesen.

Es ist immer so lecker. Aber hier bei diesem Festmahl bei Jesaja, stellt euch vor, aber ich glaube, keiner von uns hätte es verdient, da mitzuesen.

Und ich denke auch nicht, dass man sich da reinschmuggeln könnte. Dieses Festmahl, das ist wirklich etwas Spezielles. Denn es wird aber geschrieben, eben bestes Essen, Fleisch, guter Wein.

Gut, das klingt ja noch normal, aber jetzt spricht er noch von mehr Sachen. Noch mehr Dinge, die zugesagt werden bei diesem Fest.

Und das habe ich noch nie in einer Einladung so erhalten von jemand anderem. Denn da steht, es werden danach Trauer und Leid, wird es nicht mehr geben.

kein Tod mehr, Trost, Hoffnung, Rettung, und zwar ein Fest für alle Völker. Also einen solchen Gastgeber, da muss man lange suchen, der diese Versprechen überhaupt auch halten kann.

Unvorstellbar. Ein Ort ohne Trauer, ohne Leid, ohne Tod. Da kann man sich fragen, ja, ist dieser Text überhaupt von dieser Welt? Der passt überhaupt nicht in unsere Welt.

Auf jeden Fall, es wäre in jeder Hinsicht eine ungerechtfertigte Teilnahme am Fest für uns. Warum?

Das ist der gleiche Grund wie dazumal bei Jesaja. Die Rebellion gegen Gott, gegen seine Gebote, diese disqualifiziert uns.

Da Gott selbst nämlich der Gastgeber ist, in diesem Text. Wir alle sind untreu, wir alle sind Gott gegenüber, hochmütig und ungerecht.

Und wenn es darum geht, das einzusehen, dann verhält es sich ähnlich wie mit diesem Witz. Kennt ihr den Witz vom Geisterfahrer?

Ein Geisterfahrer, der in die falsche Richtung fährt? Also ein Mann fuhr mal auf der Autobahn. Und dann hört er eine Warnung im Radio. Achtung, Achtung! Ein Geisterfahrer ist unterwegs.

Und er völlig empört. Was? Einer? Tausende? Und so ist es doch auch mit der Einsicht von unserer Sünde.

Bei uns selbst sehen wir nicht immer sofort unser Fehlverhalten. Aber beim nächsten sehen wir es sofort. Das kleinste Detail. Interessant, nicht?

Aber das ist nicht seit gestern so. Also für all die immer sagen, früher war alles besser. Das jetzt nicht. Denn schon seit dem ersten Menschen ist das so.

Adam hat nämlich auch gesagt, was ich? Das war Eva! Was? Einer? Tausende? Das ist genau der gleiche Wortlaut. Und wenn der Heilige Geist uns nicht hilft, unsere Blindheit aufzudecken, dann sind wir genau gleich.

Und darum sollten wir Gott immer wieder anflehen und ihn bitten, unser Fehlverhalten aufzuzeigen. Ist zwar schmerzhaft, aber es ist gut.

Und dass er uns helfen kann, uns zu überführen und zu helfen, die Sünde abzutöten. John Owen, ein puritanischer Theologe, schon etwas her, als im 17. Jahrhundert, aber hat wunderbare Worte in Liebe, aber auch Klarheit.

Und der gefällt mir sehr. Ich lese gerade sein Buch von der Abtötung der Sünde und da muss ich jetzt einfach ein Zitat herausnehmen. Da haben wir noch ein schönes Bild von ihm.

Das ist John Owen. Ich lese vor. Aber die Sünde ist niemals weniger ruhig, als wenn sie am ruhigsten erscheint.

Und ihre Wasser sind zumeist tief, wenn sie still ist. Da sollen wir zu jeder Zeit und unter allen Umständen eifrig gegen die gewappnet sein.

Sogar dort, wo man kaum ein Verdacht besteht. Er trifft das sehr gut auf den Punkt. In der Bibel wird da die Hinterlist unseres Herzens sehr betont.

Ebenso die Gefahr der Unwissenheit über sich selbst. Und heute ist es also immer noch genau gleich wie dazumal in Jerusalem.

Wir sind blind für unser Fehlverhalten, wenn uns Gott nicht hilft. Und ihr sagt jetzt vielleicht, Moment, das war aber nicht immer so.

Richtig. Eden, das Paradies, der erste Ort, wo Gott und Mensch in unmittelbarer Gemeinschaft leben durften. Ein Festmahl, weil Adam und Eva durften von allen Früchten essen.

Das muss üppig gewesen sein. sie durften sogar von diesem Baum essen, vom Baum des Lebens. Leben aus Gottes Gegenwart in Fülle, Friede und Freundschaft.

Fülle im Überfluss. Sie durften alles haben. In Frieden mit Gott, mit Gott zusammen und in Freundschaft oder eben Gemeinschaft mit Gott.

Ich sehe da Eden als ein Urtyp für einen Raum mit der Heiligen Gottes Gegenwart. Als Bild verwende ich jetzt mal einen Berg.

Es ist zwar wahrscheinlich kein Berg gewesen, aber der Berg als ein Gottesberg, weil da der Mensch aus der Gegenwart Gottes leben konnte.

Und dann wieder um das Essen brachte eine Trennung, denn sie aßen vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse.

Und das löste diese Trennung aus. Ein Schritt in die Richtung der Autonomie des Menschen. Eben der Mensch selbst bestimmt, was Gut und Böse ist und hat nicht mehr den Maßstab, den Gott hat, was Gut und Böse ist.

Das Problem war also, Gut und Böse unabhängig von Gott zu bestimmen. Und das ist nicht gut, das führt ins Verderben. Und mit dem Sündenfall war das Ende der Gemeinschaft mit Gott und der Start der Rebellion der Menschen gegen Gott.

Und jetzt folgte nicht nur ein Ortswechsel für Adam und Eva, sondern maßgeblich war die Entfernung als Gottes Gegenwart.

ein Verlust des Zugangs zum göttlichen und lebensspendenden Mahl. Das Essen, seht ihr, ist doch ganz wichtig. Und dieses lebensspendende Mahl, wenn man das nicht mehr hat, das führt zum Tod.

Und obwohl wir Menschen immer noch untreu sind, immer noch ungerecht sind, möchte Gott aber uns den Zugang zu dieser Fülle, zu diesem Frieden und Freundschaft wieder schenken.

Warum? Das weiss ich leider auch noch nicht genau. Genau. die Liebe, das habe ich mir auch aufgeschrieben.

Es ist die Liebe zu uns Menschen. das ist der Grund, warum Gott uns wieder in Fülle, in Frieden und Freundschaft bringen möchte.

In der Bibel lesen wir aber noch mehr von solchen Gottesbergen, von diesem archetypischen Gottesberg wie da in Eden. Ich habe jetzt nur exemplarisch ein weiteres Beispiel, und zwar beim Berg Sinai, auch ein Berg, beim Bundesschluss mit Israel.

Da ging Mose, Aaron, Nadab, Abihu und dann noch 77 Oberhäupter stiegen da auf den Berg, auf diesen Gottesberg, auf diesen Sinai.

Und da durften sie sich Gottes Heiligkeit annähern, ohne dass sie starben. Wir lesen ja auch von anderen ungerechtfertigten Annäherungen an Gottes Heiligkeit, die sofort mit dem Tod bestraft wurden.

Aber hier lesen wir in 2. Mose 24, 9-11, dass sie da hoch gingen und sogar noch aßen und tranken in seiner Gegenwart, also in der Gegenwart Gottes.

Das erinnert doch an Eden, in Gottes Gemeinschaft Essen und Trinken. also ein erster Versuch, sich wieder diesem Eden, diesem Ursprung anzunähern.

Dann hat es aber auch noch ein weiteres Beispiel, das fast noch gewaltiger ist, nämlich dem Gottesberg, wo der Tempel draufsteht.

Früher die Stiftshütte und dann spätere Tempel, da brachten ja die Priester Opfer und diese schafften den Zugang zu Gott. Aber der Zugang zu Gott war nicht das eigentliche Ziel, sondern eben, dass Israel mit Gott leben kann, aus der Gemeinschaft mit ihm leben kann.

Und da wird auch beschrieben, wie das ist in dieser Stiftshütte im 3. Mose 24. Im Heiligtum hat es einen Tisch mit Brot, das Tisch Kaubrote.

Und diese war ja ständig beleuchtet von dem Leuchter der Menora. Das ist auch ein Bild, sehe ich als ein Bild für das Leben in Gottes Gegenwart.

Es zeigt den Wunsch von Gott, wie sehr er mit uns leben möchte und uns eben lebenspendendes Mahl geben möchte. Weitere Festessen, da wären wir noch eine Woche dran, aber sehen wir immer wieder in der Bibel.

Ob beim Passamahl und so weiter. Das Leben aus Gottes Gegenwart. Ein Versuch, die Wiederherstellung von dieser Eden Gemeinschaft.

Und eben auch in unserem Text auf dem Berg Zion. dieses Festmahl. Und wir lesen sogar, dass alle Völker daran teilhaben werden.

Es wird schon ziemlich eng da auf diesem Berg, wenn so viele Menschen zusammenstehen und miteinander essen. Ein ziemliches Gedränge, gerade beim Buffet. Aber ich sehe das als etwas Wunderbares.

Ein himmlisches Zion. Darum möchte ich gleich zu meinem zweiten Punkt kommen. Wer ist dann an diesem Fest dabei? Jetzt haben wir das Warum geklärt.

Weil Gott es möchte, weil Gott uns liebt, möchte er uns wieder in diese Gemeinschaft führen. Aber wer gehört dazu? Wer erhält da die Einladung? Genau, der Predigtext spricht ja von allen Völkern.

Sollen da dabei sein. Also alle Menschen aus der ganzen Welt. Also für Kreti und Pleti könnte man sagen.

Umgangssprachlich heisst Kreti und Pleti hin zum Kunst. Das kennt ihr vielleicht eher. Also alle möglichen Leute. Aber ich habe bewusst Kreti und Pleti gewählt, weil das führt mich zu einem spannenden Exkurs.

Lasst euch da mit empführen. Kreti und Pleti waren nämlich erwähnt in der Bibel, und zwar 2. Samuel und 1. Könige. Das ist nicht nur irgendein Sprichwort von heute, sondern das ist ein Sprichwort aus der Bibel.

Und diese Kreti und Pleti das waren die Elite Soldaten von König David. Wahrscheinlich bedeutet das Kreter und Philister und daher eben Kreti und Pleti.

Und diese waren die Leibgarde des Königs. Und sie standen ständig beim König sehr nahe. Sie begleiteten David bei all seinen militärischen und politischen Unternehmungen.

Und sie hatten eine privilegierte Stellung im Hof. Und darum ein Festessen für Kreti und Pleti heisst es sind privilegierte Leute, die da mit dem König zusammen sein dürfen.

Eine unverdiente privilegierte Stellung für Kreti und Pleti. Also wir sind Kreti und Pleti. Exkurs beendet.

Also wer gehört nun zu diesem Festmahl in diesem himmlischen Zion das nicht auf diese Erde passt? Interessanterweise wird diese Beschreibung die wir da in Jesaja 25 haben fast eins zu eins in der Offenbarung 21 wieder aufgegriffen.

Diese Formulierung dass Gott die Tränen erwischt. Dass Tod, Leid, Schmerz nicht mehr da sind. Das steht genauso in Offenbarung 21.

Darum es ist klar ein himmlisches Zion. Es kann nicht von dieser Ehre sein. Oder doch? Es scheint so als wäre das ein prophetischer Ausblick auf eine neue Schöpfung ans Ende dieser Zeit, dieser Ausblick von Jesaja.

Und auch in Offenbarung endet das in einem himmlischen Hochzeitsmahl mit dem Lamm und mit einem neuen Jerusalem.

Doch durch wen ist diese neue Schöpfung möglich? Wer ist dieses Lamm? Wer ist dieser König, wo Kreti und Pleti nahe zusammen sein dürfen?

Unverdient privilegiert. Es ist Jesus Christus. Durch unseren Herrn Jesus Christus ist es wieder möglich, unverdient aus Gottes Gegenwart zu leben, in diese Stellung zu kommen.

Es ist Jesus und wer an ihn glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt. Und jeder, der lebt und an Jesus glaubt, wird in Ewigkeit nicht sterben.

Aus Johannes 11. Denn Jesus, er ist die Auferstehung und das Leben. Und er öffnet den Zugang zu diesem Gottesberg. Er selbst ersetzt Er sich für uns ein.

Und er schenkt uns wieder Frieden, Fülle und Freundschaft. Oder noch in anderen Worten, in Worten des Essens.

Jesus sagt auch, ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, wird nicht mehr hungern. Das ist doch ein Festmahl. Und darauf freue ich mich auch. Das ist jeden auf Erden.

Und durch Christus ist also Leben aus Gottes Gegenwart wieder möglich. Leben in Fülle, Frieden und Freundschaft. Gott. In unserem Text geht es dann weiter.

Es schwingt über, nachdem er gesagt hat, dass aber keine Tränen mehr da sein werden. Vers 9, dass alle bekennen werden, er allein ist unser Gott.

Auf ihn haben wir unsere Hoffnung gesetzt. Und er hat uns gerettet. Das können wir auch mit! sagen, mit Gewissheit, ja, es ist Jesus, der uns gerettet hat. Er hat die Hoffnung erfüllt und wird es noch erfüllen.

Und ja, so ist der Herr. Unsere Hoffnung war nicht vergebens. Nun wollen wir Dankes Lieder singen und uns über seine Rettung freuen. Und genau diese überschwängliche Freude, diese wollen wir auch anstimmen.

Wie es dann auch noch weiter in Jesaja 26! Dankes Lied des Volkes Gottes. Und nicht, weil Jesus verspricht, dass wer glaubt, dass der kein Leid mehr erfahren wird und keine Tränen mehr haben wird.

Nein, wir sind noch auf dieser Welt, es gibt noch Leid, aber das verspricht er auch nicht. Er verspricht Hoffnung auf eine Auferstehung.

auf ewiges Leben, ein Leben mit Gott. Er verspricht ein Leben nach dem Tod. Natürlich dürfen wir das bereits heute, da, im Hier und Jetzt, ein Stück weit erleben, diese Fülle Gottes in unserem Leben.

Jetzt schon und noch nicht. Es wird mal noch herrlicher. Und wir dürfen schon jetzt Frieden mit Gott haben. auch wenn wir noch Schwierigkeiten haben, Frieden zu halten mit unseren Nächsten.

Aber auch das wird Gott einmal vollkommen machen. Und wir dürfen schon jetzt Freundschaft und Gemeinschaft mit Gott leben. Jetzt schon. Und wir freuen uns, wenn Gott nicht nur unser Herz neu gemacht hat, sondern auch die ganze Erde neu machen wird.

Und wir wollen doch gemeinsam in dieses Loblied einstimmen und Gott loben für all das, für diese wunderbare Verheißung, die wir jetzt schon haben und noch vollkommen erleben werden.

Amen. Ich möchte noch beten. Danke dir, Vater im Himmel, dürfen wir Leben aus dinerer Hand empfangen.

Danke dir, Vater, dass du uns teilhaben an dinerer Fülle, an dinerer Grösse. Danke dürfen wir jetzt schon mit dir Frieden haben, obwohl wir gegen dich rebellieren.

Dass du unser Herz schon neu gemacht hast und dass wir mit Hoffnung leben einmal bei dir ziehen. In Ewigkeit, in Fülle, in Frieden und Freude.

Danke dürfen wir jetzt schon mit dir zusammenleben, durch deinen herrlichen Sohn Jesus Christus. Amen. Amen.