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Liebe Gemeinde, ich habe heute einen Predigtext ausgewählt, über den wir nicht so oft gepredigt. Aber ich glaube, einen Grund dazu gibt es nicht.
Der einzige Grund, was ein bisschen speziell ist an diesem Buch, ist, dass das Wort Gott nirgends im Text vorkommt. Aber ich glaube, das ist kein Grund, dass diese Geschichte von Esther irgendwie der Geschichte von Daniel oder von Josef hinten anstehen würde.
Ich denke, diese Geschichte ist genauso lehrreich wie die Geschichten von Daniel und Josef. Und wir werden auch sehen, es gibt ganz viele Gemeinsamkeiten zwischen diesen Berichten.
Das Buch Esther ist aber auch gerade heute sehr aktuell. Wir wissen das, auch heute werden die Juden verfolgt, gerade auch im Iran und seinen Verbündeten.
Und wie damals können wir heute sehen, wie Gott sein Volk rettet, wie er es so führt, dass niemand seinem Volk schaden und es vernichten kann.
Und so können wir auch heute vor unseren Augen das mitverfolgen, wie Gott heute zu seinen Verheißungen steht, so wie er das damals bei der Esther gemacht hat.
Der Predigtext, das ist der erste Teil aus dem Kapitel 8. Das sind die Verse 1 bis 8. Die Geschichte ist schon ein bisschen fortgeschritten hier.
Der Text, er setzt da ein, nachdem im letzten Kapitel die Königin Esther, sie hat den König eingeladen und den Haman, das war die Person, die den Juden schaden wollte, sie vernichten wollte.
Da hat Esther diese beiden Personen eingeladen und sie hat dann dem König erzählt, was Haman für Pläne hat und dass sie selber auch Jüdin ist und deshalb auch davon betroffen wäre.
Der König hat dann angeordnet, dass man Haman am Galgen, den er für Mordechai errichtet hat, gehängt werden soll. Mordechai, das war der Onkel der Esther und er hat ihr auch diesen Auftrag gegeben, dass sie doch auch vor dem König erscheinen soll und so auch dem Volk helfen soll.
Dort setzt nun unser Text ein mit den ersten beiden Versen aus Esther 8. An dem Tag schenkte der König Ahasperos der Königin Esther das Haus Hamans des Judenfeindes.
Und Mordechai wurde vom König empfangen, denn Esther hatte ihm gesagt, wie er mit ihr verwandt sei. Und der König tat ab seinen Ring, den er Haman genommen hatte und gab ihn Mordechai.
Und Esther setzte Mordechai über das Haus Hamans. Wir sehen hier, wie Esther und auch Mordechai für das böse Verhalten von Haman entschädigt werden.
Der Haman, er hatte diesen Plan, das jüdische Volk zu vernichten und er war vermutlich ein Amalekiter, also wahrscheinlich ein Angehöriger eines Volkes, das dem Volk Israel schon länger böse gesinnt war.
Und aufgrund seines Planes war er eben ein Judenfeind, so wie es hier in diesen Versen heisst. Der Anlass dazu, wieso er das machen wollte, die Juden vernichten, der Grund dafür war, dass Mordechai sich nicht vor ihm niedergebeugt hat.
Das wollte Mordechai als Jude nicht machen, sich vor einem Menschen niederbeugen, vor ihm niederfallen, weil er nur Gott allein die Ehre geben wollte.
Und so sehen wir, dass Mordechai eben genauso wie Josef und Daniel auch in Schwierigkeiten kam, weil er sich an die Gebote Gottes halten wollte.
Er wusste, dass man Gott mehr gehorchen musste als den Menschen und so hat er das nicht gemacht, der Mordechai, und ist dann in diese Schwierigkeiten hineingeraten.
Nun, die Bibel, sie lehrt uns ganz klar, dass wir als Gläubige damit rechnen müssen, dass wir aufgrund unseres Glaubens in Schwierigkeiten geraten.
Darum sagte Jesus ja uns auch, dass wir über die Kosten der Nachfolge zuerst nachdenken sollen, bevor wir uns entscheiden, ihm nachzufolgen. Jesus, er hat gesagt, so kann nun keiner von euch, der nicht allem entsagt, was er hat, mein Jünger sein.
Nun, bei uns, wir haben noch den Vorteil, dass uns der Staat die Ausübung des Glaubens gewährt, auch wenn wir bei den letzten Abstimmungen ja gesehen haben, dass uns der Staat auch immer mehr reinredet, wie wir diesen Glauben zu leben haben.
Aber wir wissen, auch bei uns ist es so, dass wir Nachteile erleben, wenn wir Zeugnis für Gott und für Jesus ablegen. Viele Menschen ärgern sich darüber, dass wir ihr Verhalten als böse bezeichnen, auch wenn wir uns ja nicht für etwas Besseres halten, auch wenn wir sagen, wir sind selber auch nicht besser.
Aber gerade in dem sind uns eben diese Personen, Mordecai, Josef oder Daniel, sind uns Vorbilder, wie sie auch in einer Umgebung, die ihren Glauben nicht unterstützt hat oder eben sogar feindlich gesinnt war, wie sie trotzdem Gott treu geblieben sind und Gott an erste Stelle gesetzt haben.
Mordecai, er wusste auch nicht, wie Gott sie aus den Schwierigkeiten wieder herausretten würde, denn er aufgrund seines Gehorsams in diese Schwierigkeiten hineingeraten war.
Aber trotzdem hat er Gott vertraut, dass er auch die Juden damals retten wird. Als Ermutigung, dass wir auch Jesus treu sind in schwierigen Situationen, da hat Jesus uns gesagt, dass wir viel mehr wert sind als die Spatzen.
Gott kennt sogar auch die Haare auf unserem Haupt und verspricht uns, dass jeder, der sich von den Menschen zu mir bekennt, zudem wird sich auch der Sohn des Menschen von den Engeln Gottes bekennen.
Bei Mordecai und Esther sehen wir, dass sie als Belohnung für ihren Gehorsam, das Gottes so geführt hat, dass ihnen nun der Besitz von Haman geschenkt worden ist.
Das muss sehr viel Geld gewesen sein, weil weiter vorne im Buch liest man, dass der Haman 10.000 Talente Silber an den König gegeben hat, damit er sich darauf einlasst, dieses schlimme Gesetz zu lassen.
Und so muss er sehr reich gewesen sein, der Haman, und das haben jetzt diesen ganzen Besitz, haben nun Mordecai und Esther bekommen. Und das ist ein sehr schönes Beispiel auch für diese Aussage von Hiob.
Er hat das gesagt, dass der Frever zwar Geld anhäuft, aber dass es am Ende dem Unschuldigen gehören wird. Als Entschädigung erhält der Mordecai auch den königlichen Siegelring hier, der vorher Haman gehört hat.
Und so wird er eben auch wie Josef und Daniel zum zweit- oder drittmächtigsten Mann in einem heidnischen Weltreich. Ich denke, das ist kein Zufall, dass gerade Daniel, Josef, Mordecai, dass sie immer für ihren Einsatz, für ihre Treue, für ihr Leiden dadurch belohnt werden, dass sie dann herrschen dürfen.
Das passt nämlich sehr gut zu 2. Timotheus 2, Vers 11 folgender, wo es heißt, dass wenn wir mit Jesus leiden, dass wir dann auch mit ihm herrschen werden.
Das ist genau, was wir hier sehen, dass es auch Mordecai so ergangen ist. Dieser Vers in 2. Timotheus 2, 11, da heißt es, das ist gewisslich wahr.
Sind wir mit ihm gestorben, so werden wir mit leben. Dulden wir, so werden wir mit herrschen. Verleugnen wir, so wird er uns auch verleugnen.
Gott ist also nicht ungerecht oder undankbar, sondern er belohnt die, die zu ihm stehen. Esther hat den Besitz von Haman bekommen und Mordecai den Siegelring vom König.
Das darf uns auch ermutigen, dass wir unserem Gott treu sind, auch dann, wenn es Schwierigkeiten mit sich bringen mag. Für Esther ist die Sache jetzt jedoch noch nicht erledigt, nachdem nun Haman gehängt wurde und nachdem er für sie und Mordecai keine Gefahr mehr dargestellt hat.
Denn wir wissen aus dieser Geschichte, dass Haman ja dieses Gesetz erlassen hat, dass an einem bestimmten Tag dann die Juden, alle Einwohner des Persischen Reiches, dass sie sich an den Juden rächen durften.
Das war bestimmt für den 13. Tag des Monats Adar. Und da hätten alle Menschen in diesem Reich die Juden angreifen dürfen und ihren Besitz dann für sich behalten dürfen.
Und darum fläht die Esther jetzt den König nochmal an, dass er auch für dieses Problem doch eine Lösung schaffen möge. Und das sind die nächsten Verse, die Verse 3 bis 6.
Da flehte Esther den König an. Und noch einmal redete Esther vor dem König und fiel vor seinen Füssen nieder. Und sie weinte und flehte ihn an, das von Haman, dem Agagiter, vorbereitete Unheil abzuwenden und seinen Anschlag, den er gegen die Juden geplant hatte.
Und der König reichte Esther das goldene Zepter entgegen. Da erhob sich Esther, trat vor dem König hin und sagte, Wenn es dem König recht ist und wenn ich Gunst vor ihm gefunden habe und die Sache vor dem König genehm ist und ich ihm wohlgefällig bin, dann widerrufe man schriftlich die Briefe mit dem Anschlag des Agagiters Haman, des Sohnes Hamedatas, die er geschrieben hat, um die Juden auszurotten, die in allen Provinzen des Königs leben.
Denn wie könnte ich das Unheil mit ansehen, das mein Volk treffen wird? Und wie könnte ich den Untergang meines Geschlechts mit ansehen? Dieses Fliehen von Esther hier vor dem König, das erinnert uns daran, dass auch Jesus den Vater anfleht, damit er uns, die Gläubigen, vor dem Bösen bewahrt.
Auch er hat den Vater gebeten, Ich bitte nicht, dass du sie aus der Welt wegnimmst, sondern dass du sie bewahrst vor dem Bösen. Unsere Situation ist nämlich die gleiche, wie hier von Esther und dem jüdischen Volk.
Auch in unserem Fall gibt es ein Gesetz, das von uns den Tod verlangt und wo wir keinen Einfluss darauf haben, dass dieses Gesetz irgendwie aufgehoben werden könnte.
Wir wissen, Gott hat zu Adam schon gesagt, dass er am Tag seines Ungehorsams sterben musste. Und weil wir alle auch Gott ungehorsam waren, müssen auch wir, wie die Juden damals, mit Angst diesem Tag des Todes entgegen gehen.
Es sei denn, dass wir an Jesus glauben und ihm nachfolgen, weil er einen Ausweg auch für dieses Problem für uns geschaffen hat.
Er hat die Bezahlung für unsere Schuldaufsicht genommen, sodass wir jetzt wieder mit Hoffnung in die Zukunft blicken können, sodass dieses Gesetz, das auch unseren Tod verlangt, nicht mehr zur Anwendung kommen wird.
Ich hoffe, dass jeder von euch auch dieses Angebot angenommen hat und Gott um die Vergebung auch seiner Schuld gebeten hat. Falls nicht, so reicht ein Gebet aus, dass wir Gott darum bitten, dass er uns unsere Schuld vergibt, sodass auch wir diesem Gesetz entkommen können, das den Tod von uns verlangt.
Nur so können wir diesem Gesetz entgehen und auch wieder ein hoffnungsvolles Leben haben. Unser Text hat aber auch denen etwas zu sagen, die diesen Schritt bereits gemacht haben, die ihr Leben Gott anvertraut haben und so nicht mehr diesem Todesurteil entgegen gehen müssen.
Sie sind nämlich herausgefordert, sich nun genauso hingebungsvoll wie die Esther hier zur Rettung anderer Menschen einzusetzen.
Wie Jesus war Esther hier bereit, zum Wohl ihres Volkes ihr Leben zu riskieren. Das wird aus dem Text hier nicht so direkt deutlich, aber wenn man die frühen Kapitel noch im Kopf hat, weiß man, dass man nur von dem persischen König erscheinen durfte, wenn man vor ihm gerufen wurde.
Und wenn man nicht gerufen wurde, so riskierte man sein Leben und nur wenn er einem das Zepter entgegenstreckte, musste man nicht des Todes sterben.
Und das hat Esther einmal und vielleicht hier auch ein zweites Mal gemacht, dass sie unaufgefordert vor dem König erschienen ist, aber er war ihr dann gnädig und hat ihr sein Zepter entgegengestreckt.
Die Frage, die sich uns stellt, ist, wären wir auch bereit gewesen, dieses Risiko einzugehen, um anderen zu helfen? In einem Vortrag zu diesem Text, da hat Benedikt Peter dazu auch gesagt, er sei immer wieder erstaunt oder er frage sich immer wieder, wieso auch so wenige am Auftrag Jesu mitarbeiteten.
Damit meint er natürlich den Missionsbefehl am Ende des Matthäus-Evangeliums. Und so müssen auch wir uns immer fragen, was wir dazu beitragen können, damit Menschen von Jesus erfahren und auch gerettet werden können.
Wir wissen, was wir dazu machen können. Wir haben den Büchertisch hier in der Gemeinde. Wir können andere zum Gottesdienst einladen und wir wissen auch, dass das jeweils Überwindung kostet, so wie das Esther damals auch Überwindung gekostet hat, vor dem König zu erscheinen.
Doch Esther hat sich dazu entschlossen, das zu machen, nach einer ernsthaften Ermahnung von Mordecai. Und dann hat sie gesagt, doch, ich will es wagen und hat dann alle Juden in Susa gebeten, dass sie für sie fasten und beten sollen, damit sie auch Gelingen dazu hat.
Und wir sehen, dass Gott auch ihren Mut und ihr Vorhaben gelingen hat lassen, sodass auch so durch ihren Einsatz viele Menschen gerettet wurden.
Ein passender Vers dazu ist 1. Johannes 3, Vers 16. Es ist jetzt nicht Johannes 3, Vers 16, der bekannte Vers, sondern 1. Johannes 3, Vers 16, aber auch den können wir uns merken.
Da sagt uns Johannes, hieran haben wir die Liebe erkannt, dass er für uns sein Leben hingegeben hat.
Auch wir sind schuldig, für die Brüder das Leben hinzugeben. Ich habe bestimmt auch schon viele Male über diesen Vers hinweg gelesen, der so Großes hier von uns verlangt.
Wir sind schuldig, für die Brüder das Leben hinzugeben. Ja, das ist eine riesige Herausforderung oder Aufgabe, die uns Jesus gibt, aber mit seiner Hilfe wollen wir auch diese in Angriff nehmen und so auch unser Leben nicht schonen, wenn wir anderen helfen können.
In den letzten beiden Versen nun vom Predigtext lesen wir, wie Ahasveros bereit war, auf die Bitte Esthers einzugehen.
Da sprach der König Ahasveros zur Königin Esther und zu Mordechai, dem Juden, siehe, ich habe Esther das Haus Hamans geschenkt und ihn hat man an einen Galgen gehängt, weil er seine Hand gegen die Juden erhoben hat.
So schreibt nun ihr wegen der Juden, wie es euch gefällt, in des Königs Namen und siegelts mit des Königs Ring. Denn ein Schreiben, das in des Königs Namen geschrieben und mit des Königs Ring gesiegelt war, durfte niemand widerrufen.
Also obwohl das Gesetz zur Vernächtung der Juden nicht widerrufen werden konnte, hat Gott trotzdem hier eine Lösung geschenkt, um den Tod der Juden zu verhindern.
Also Esther und Mordechai wurde jetzt erlaubt, dass sie einen neuen Erlass herausgeben, ein neues Gesetz. Und das haben sie dann auch genutzt und haben den Juden die Erlaubnis erteilt, dass sie sich auch verteidigen durften und auch ihre Angreifer auch umbringen durften.
Und wir lesen dann etwas weiter hinten im Kapitel, dass Gott es auch geschenkt hat, dass sich viele nun tatsächlich vor den Juden gefürchtet haben und sich deshalb sogar den Juden an diesem Tag dann angeschlossen haben.
Der König hier hinterlässt nicht so einen guten Einfluss hier. Ihm scheint es recht gleichgültig gewesen zu sein, was Esther und Mordechai noch machen.
Er hat sie einfach machen lassen. Dies passt doch einigermassen zu dem, was wir auch sonst über diesen König wissen. Der König Ahasveros, das ist bei den Griechen wird der Xerxes genannt.
Und da hat ein Geschichtsschreiber auch über ihn gesagt, dass er bekannt war dafür, dass er zwar großzügig war, aber auch wankelmütig und unbändig im Zorn gewesen sein.
Also wahrscheinlich eher ein emotionaler Mensch. Darüber hinaus, sagt dieser Geschichtsschreiber auch, sei er in viele Liebesaffären verwickelt gewesen.
Also wir haben auch von ausserhalb der Bibel dieses Zeugnis über diesen König oder Herrscher, über das Persische Reich, der wirklich zu dem passt, was wir hier lesen.
Nun diese Ereignisse hier in Esther 8, die haben sich in Susa ereignet. Susa, das ist eine Stadt, die bis heute existiert.
Und auch dieser Ort, wo sich diese Ereignisse abgespielt haben, der ist heute bekannt, denn man hat im 19. Jahrhundert begonnen, auch den dortigen Palast auszugraben.
Und so können wir heute sogar das Gebäude kennen, wo sich das hier abgespielt haben muss. Was ich auch nicht gewusst habe, in Susa befindet sich anscheinend auch ein Mausoleum, welches als Grab Daniels angesehen wird.
Er war ja auch eine Zeit lang dort in Susa unterwegs. Leider müssen wir feststellen, dass das jüdische Volk bis heute auch viele Feinde in Susa hat, die es vernichten möchten.
Denn dieses Susa, es ist heute ein Teil von Iran. Und das nach wie vor dort herrschende Regime, das hat ja oft verkündigt, den jüdischen Staat auslöschen zu wollen.
Darum ist auch diese Geschichte von Esther ganz aktuell. Und man konnte auch in den Medien lesen, dass viele israelische Politiker auf diese Geschichte jeweils jetzt Bezug genommen haben, auch in diesem Krieg zwischen Israel und Iran.
Und sie haben auch auf dieses Buch verwiesen, auf das Buch Esther, und haben dann auch die Juden dazu aufgerufen, zu beten und zu fasten, wie das Esther damals gemacht hat.
Wie wir wissen, hat Gott sich auch an diese Verheißungen gehalten, die er seinem Volk gegeben hat. Am bekanntesten ist da sicher, Zacharia 2, Vers 12, wo es heißt, denn so spricht der Herr Zebaoth, nachdem seine Herrlichkeit mich gesandt hat zu den Völken, die euch berauben.
Wer euch antastet, der tastet seinen Augapfel an. Und so hat es damals Gott nicht zugelassen, dass Haman irgendetwas gegen die Juden tun konnte.
Und so lässt er auch heute nicht zu, dass die Feinde das jüdische Volk vernichten können. Und auch Mordechai wusste nicht, wie die Geschichte ausgehen wird, aber er hat auf Gott vertraut, dass er eingreifen wird.
Und er hat gesagt zu Esther, wer weiß, ob du nicht gerade um dieser Zeit willen zur königlichen Würde gekommen bist. Und so hat Gott im Hintergrund schon alles vorbereitet gehabt.
Esther ist ja schon vorher zur Königin geworden und Mordechai konnte auch noch dem König das Leben retten. Und so hat Gott damals auch im Hintergrund gewirkt, eben auch wenn dieses Wort Gott dann im ganzen Buch Esther zwar nicht vorkommt, so hat Gott doch auch hier ganz klar gewirkt, so wie er das auch heute im Hintergrund tut und so seinem Volk hilft.
Nun, das, was heute gerade in Iran passiert, da habe ich mal noch bei Roger Liby reingehört, weil er sich auch in Prophetien der Bibel sehr gut auskennt.
Und er denkt, dass sich dadurch jetzt auch einiges aus Jeremia 49 erfüllt hat. Dort gibt es eine Ankündigung über das Königreich Elam.
Und Elam, das war das erste Königreich auf iranischem Boden. Wenn wir da lesen, finden wir wirklich einige Sachen, die ganz genau auf die heutige Situation auch mit Iran und Israel hinweisen.
Beispielsweise heisst es dort, dass es aus diesem Volk, also aus dem Volk Elam, dass es Vertriebene geben wird, die über die ganze Welt verstreut werden.
Und das hat sich mit der Revolution 1979 erfüllt und da mussten auch viele fliehen. Auch in der Gemeinde in Rheinach, wo ich bin, haben wir eine iranische Frau, die wegen ihrem Glauben fliehen musste.
Und so sind heute tatsächlich Iraner über die ganze Erde verstreut, wie das hier in Jeremia 49 vorhergesagt wurde. Dort steht auch, dass die stärksten Waffen Elams zerstört würden.
Und interessant dann auch, dort heisst es, und will in Vers 38b sagt, ich glaube Gott oder Jeremia, und will dort den König und die Fürsten umbringen, spricht der Herr.
Das haben wir ja jetzt auch dieses Jahr erlebt, wie auch der Anführer des iranischen Volkes umgekommen ist. Und so gibt es viele Prophezeiungen, die auch jetzt erfüllt worden sind, die wir schon dort über das iranische Volk lesen.
Es hat sich noch nicht alles erfüllt, wenn ihr mal das ganze Kapitel vielleicht zu Hause durchlest, in Jeremia 49. Da steht dann auch, dass Gott seinen Thron in Elam aufrichten wird.
Das hat sich noch nicht erfüllt, aber das wird sicher sich auch noch erfüllen. Und so sehen wir, wie auch diese Prophezeiungen aus Jeremia 49 auch gerade sich heute vor unseren Augen erfüllen.
Als Ganzes zeigt diese Geschichte aus Esther 8, dass Gott zu denen steht, die ihm gehorsam sind.
Noch bevor die Schwierigkeiten angefangen haben, hat Gott schon alles gelenkt, sodass dann das Volk errettet werden konnte. Laut Jesus weiß ja unser Vater im Himmel, was wir nötig haben, noch ehe wir ihn darum bitten.
Und so können wir auch nur über das staunen, was hier sich alles abgespielt hat in diesem Buch Esther, wie Gott alles geführt hat, sodass die Juden errettet werden konnten.
Wir haben gesehen, dass auch uns Schwierigkeiten nicht erspart bleiben werden. Aufgrund seines Glaubens, da wollte der Mordechai nicht niederfallen vor dem König und das hat ihn in große Schwierigkeiten gebracht.
Aber er hat auch gesagt, ja Gottes Gebote, die sind wichtiger für mich, dass ich mich an diese halte, anstatt an die Gebote der Menschen. Und so ist er uns ein Vorbild geworden, so wie auch Josef und Daniel, wie auch wir in einer heidnischen Umgebung auch unseren Glauben leben können.
Und er ist dann auch zum, ja hat dann diesen Siegel, das Siegel des Königs bekommen, durfte dann so auch mitherrschen, wie diese Stelle, die wir gelesen haben, dass wenn wir mitleiden werden, wir auch mit Gott mitherrschen werden.
Vorbild für uns ist Esther, dass sie ihr Leben riskiert hat, um sich für ihr Volk einzusetzen.
Jesus hat das später auch so gemacht, er hat sein Leben riskiert und er musste es ja sogar dann hingeben, um uns retten zu können. Und da müssen wir uns auch diesen Vers, 1. Johannes 3, Vers 16, auch wieder in Erinnerung rufen, wo Gott das auch von uns verlangt, ja, dass wir uns bereit sein sollen, auch unser Leben hinzugeben zum Wohle unserer Brüder.
Gott hat viele Möglichkeiten, das zeigt uns dieser Abschnitt aus der Bibel, dass er viele Möglichkeiten hat, um sein Volk zu retten.
Und so konnte für die Juden am Schluss ein Sieg herausschauen, so dass sie auch noch bis heute an diesen Tag gedenken, als sie damals errettet worden sind und auch heute noch, bis heute dieses Purimfest feiern.
Ja, Gott hat ihnen geholfen, damals gegen seine Feinde und so hat er auch heute seinem Volk geholfen. Und so haben sich auch diese, auch Prophezeiungen aus Jeremia 49 erfüllt.
Wir sehen also, mit Gott wird am Ende das Gute siegen. Er belohnt den Gehorsam von denen, die treu zu ihm stehen und bestraft aber diejenigen, die seinem Volk Böses antun wollen.
Und das ist die Hoffnung, die wir alle haben dürfen, dass Jesus das so führen wird, so dass am Ende das Gute gewinnen wird.
Amen. Danke. Wir wollen uns zusammen beten. Danke, Herr Jesus, dass du dieses Volk schon so oft bewahrt hast und da gibt es auch uns Mut, dass wir in unserem Alltag auf dich vertrauen und dass du wirst auch dafür sorgen, dass uns nichts passiert, dass wir im Glauben bewahrt werden und einmal dann bei dir sein dürfen, sodass wir nicht zu schaden kommen.
Danke für den Gehorsam, den du auch den Esther gegeben hast, auch den Mut, auch in Mordecai. Sie sind unser Vorbild, so wie der Josef und Daniel, dass wir auch mutig zu dir stehen sollen.
Wir wollen ja auch um Vergebung bitten, weil wir das nicht gemacht haben. Bist du mit uns in der nächsten Woche, hilfst du uns, mutig zu sein, hilfst du uns, zu dir zu stehen, dir gehorsam zu sein und auch unser Leben für andere einzusetzen.
Danke, dass dir nichts unmöglich ist und dass du auch uns wirst helfen. Amen. Amen.