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Ja, wir hatten gerade eben in Basel in unserer Gemeinde eine Aussendung einer Missionarin nach Nepal.! Also mit einer anderen Mission.
Hier vor euch. Die elf Jünger aber gingen nach Galiläa auf den Berg, wohin Jesus sie bestellt hatte. Und als sie ihn sahen, warfen sie sich anbetend vor ihm nieder.
Etliche aber zweifelten. Und Jesus trat herzu, redete mit ihnen und sprach, mir ist gegeben alle Macht im Himmel und auf Erden. So geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker, tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie alles halten, was ich euch befohlen habe.
Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Weltzeit. Amen. Ich mache zwei kurze Vorbemerkungen zum Missionsbefehl.
Das erste ist, ich bin da selber auch wieder drüber gestolpert, das erste ist, der Missionsbefehl gilt allen Jüngern.
Er gilt allen. Also es steht ja hier nicht, dass Jesus sagt, ich berufe jetzt hier mit Johannes, Petrus und Jakobus zum Missionar und die anderen bleiben in Zürich und machen Gemeindearbeit.
Das steht hier nicht. Sondern es steht hier, dass alle angesprochen werden und es wird gesagt, geht hin und macht zu Jüngern alle Völker.
Alle sind angesprochen und der Missionsbefehl ist für alle Jünger, für jeden Gläubigen. Das heißt, wenn du selber nicht gehst, dann musst du trotzdem am Missionsbefehl beteiligt sein, indem du mitbetest oder indem du mit unterstützt mit deinen Gaben und Fähigkeiten.
Als wir ausgereist sind als Familie nach Litauen 1998, da war bei der DMG in Deutschland, da gab es dann beim Aussendungsgottesdienst so eine Aktion, da konnte man sich so ein Los ziehen und wer da was gezogen hat, der musste für uns als Familie irgendwas machen.
Und da war eine Frau, die hat uns dann gleich darauf gesagt, also ich bin aber nicht gut im Beten. Ich bete nicht so viel, ich kann das nicht so gut, aber ich schicke, aber ich mache etwas für euch.
Und die hat uns unglaublich tolle, interessante, originelle Pakete geschickt. Und zwar, also die Pakete waren schon selbst, die Pakete waren interessant und sie hat zum Beispiel bei der Apotheke diese kleinen Kinder, diese kleinen Kinderheftchen mitgenommen.
Da sind ja schöne Sachen für die Kinder drin und viele interessante Sachen, wo man nicht so draufkommt. Und so hat sie uns eigentlich über Jahre hinweg wirklich beschenkt.
Das ist auch Mitarbeit am Missionsauftrag zum Beispiel. Ja, der Missionsbefehl gilt allen Jüngern. Es gibt so ein kleines Büchlein vom Otho Riker, das heißt Mission oder Tod.
Eine Gemeinde, die gar nichts mit Mission zu tun hat, über Jahre oder Jahrzehnte hinweg, die wird geistlich abwärts gehen. Man muss sich mit der Mission befassen und dranbleiben und beten.
Und wir waren vor zwei, drei Jahren mit einer Seniorengruppe unserer Gemeinde in einem dieser Ausflug gemacht, in diesen beiden Dörfern, wo früher in der Schweiz die Juden untergebracht wurden.
Und da war ein interessanter Führer, selber auch ein jüdischer Mensch. Der hat uns mitten im Vortrag gesagt, er hat uns plötzlich, ach wissen Sie warum eigentlich die Zahl der Juden weltweit immer gleich geblieben ist über alle Jahrhunderte.
16 Millionen. Und die Zahl der Christen ist bei 2,3 oder 2,6 Milliarden jetzt. Warum ist das so? Weil die Juden nie missioniert haben.
Nie. Das Judentum missioniert nicht. Das Christentum missioniert und hier hat es angefangen. Hier hat es angefangen. Also Mission ist für alle und Mission ist wichtig für unser geistliches Leben, für uns als Gemeinde.
Und ein zweiter kurzer Hinweis. Man sollte die Missionare nicht so hoch stilisieren. Man sollte sie nicht heilig sprechen.
Die sind nicht heiliger als alle anderen. Ich kenne mich aus. Ich weiß Bescheid. Wenigstens über die Hägele-Familie. Wir sind ganz normale Menschen. Und ich wundere mich manchmal, warum der liebe Gott uns überhaupt gebraucht.
Also und zwar, das nehme ich aus diesem kleinen Nebensatz Vers 17. Etliche aber zweifelten. Diese Leute, die haben sich vor Jesus niedergeworfen als dem auferstandenen Herrn.
Aber etliche zweifelten beim Niederknien, beim Beten, beim sich Jesus hingeben. Und das heißt auch, Missionare brauchen Gebet.
Sie brauchen Ermutigung für ihr geistliches Leben. Sie brauchen Geduld, Barmherzigkeit und Liebe. So, das waren die zwei kurzen Einleitungen. Jetzt möchte ich zu diesem Text gehen.
Und zwar, der Missionsbefehl nach Matthäus. Er hat hier vier Tunwörter. Werben, Tunwörter. Sind vier. Wie man hier deutlich sieht.
Geht hin. Macht zu Jüngern. Tauft und lehrt. Diese vier Tunwörter sind da. Die gehen uns alle an. Aber nur ein Tunwort ist in Befehlsform, im Imperativ.
Und das ist Jüngermachen. Das heißt, um das geht es. Es geht um Jüngermachen. Und es heißt hier sozusagen, macht zu Jüngern alle Völker, indem ihr hingeht, indem ihr tauft und indem ihr lehrt.
Jetzt fragt man sich, wie geht das? Wie geht das, Jünger zu machen? Dazu drei Punkte. Man muss auf Jesus schauen, weil Jesus selber hat Jünger gemacht.
Jesus hat Jünger berufen. Und Jesus macht auch heute noch Jünger. Auf der ganzen Welt, in allen Völkern und Kulturen. Jesus hat Jünger in seinen Jüngerkreis berufen.
Den Petrus, den Johannes. Die waren alle mitten im Alltag. Der eine war beim Fischen, der andere war am Zoll. Jesus kommt vorbei und sagt, schaut diese Person an und sagt, folge du mir nach.
Folge du mir nach. Das ist der Anfang der Jüngerschaft, wenn man diesen persönlichen Ruf von Jesus bekommt. Und Jesus sagt dir, folge du mir nach.
Jetzt brauchst du mal nicht auf deine Frau schauen, auf deinen Nachbarn oder auf deine Kinder. Es geht um dich. Es geht um dich persönlich. Und die Leute lassen alles stehen und liegen und folgen Jesus nach.
Jesus macht die Jünger. Und Jesus macht dieses Entscheidende in der ganzen Missionsarbeit, dass er Einzelne persönlich anspricht.
Und natürlich durch die Kraft, durch die Arbeit des Heiligen Geistes wird einem bewusst, ich brauche Jesus, ich möchte ihn in mein Leben einladen als Herr und Heiland.
Und wenn Jesus Jünger macht, eben er beruft persönlich, er sagt, folge mir nach. Und Jesus sagt auch etwas, und diesen Abschnitt möchte ich lesen, das gehört zum Jüngerschaft dazu.
Lukas Kapitel 9, Abvers 23. Da heißt es.
Also zur Jüngerschaft, sagt Jesus, gehört dazu, dass man sein Kreuz auf sich nimmt.
Also Kreuz tragen gehört zur Jüngerschaft. Und Jesus sagt, wer mir nachfolgen will, der nehme sein Kreuz auf sich. Es gibt keine Jüngerschaft ohne Kreuz tragen.
Jetzt müsste man noch kurz unterscheiden, was Kreuz tragen ist. Es gibt ja im Volksbund diesen Spruch, ja, es hat ja jeder sein Kreuz zu tragen. Oder damit meint man eigentlich die Lasten des Lebens, die Lebensbürde.
Jeder hat sein Bündel zu tragen. Das ist bei einem vielleicht ein Krankheitsleiden oder ein Verlust in der Familie. Oder ein schwieriger nörgelnder Nachbar oder jemand, den man nicht entrinnen kann.
Das ist hier nicht gemeint, Lebensbürde. Und es ist auch nicht dieser Dorn im Fleisch gemeint, wo der Paulus über sich sagt, dass er wohl vielleicht eine Augenkrankheit oder etwas hatte, wo er dreimal gebetet hat und Gott es ihm nicht weggenommen hat.
Das ist auch nicht gemeint, sondern es geht um Selbstverleugnung. Also Kreuz tragen hängt mit Selbstverleugnung zusammen. Und jetzt möchte ich einige Punkte nennen zum Kreuz tragen.
Erstens sagt Jesus in Lukas Kapitel 9, wenn jemand mir nachkommen will. Also es ist freiwillig. Es hat etwas Freiwilliges.
Wenn du Jesus nachfolgen willst, wenn du Jünger sein willst, dann nimm dein Kreuz auf sich. Dann ist Jesus an der ersten Stelle. Zweitens, das Kreuz tragen ist nicht nur freiwillig, es ist auch eine tägliche Sache.
Manchmal hat man ja so Tage, da würde man am liebsten dem lieben Gott sagen, heute mache ich jetzt mal Pause. Jetzt brauche ich meine Ruhe. Ich will jetzt kein Bibel lesen.
Ich will auch nicht in die Gemeinde. Regt mich alles auf und so. Also Jesus sagt hier, wer Jünger ist, der lernt täglich sein Kreuz auf sich zu nehmen.
Das ist eine kontinuierliche Sache. Weil Jesus auch täglich da ist und uns segnen will, uns tragen will, uns helfen will in allem.
Dann ist so, dass das Kreuztragen, es gehört unbedingt zur Jüngerschaft, weil es hier heißt, wenn jemand sein Leben retten will, wenn jemand dieser Hingabe aus dem Weg gehen will, der kann nicht mein Jünger sein, sagt Jesus.
Also es gibt nicht so ein bequemes Christentum ohne Kreuztragen. Es gehört unbedingt zur Jüngerschaft dazu.
Und es hängt mit Selbstverleugnung zusammen. Es hängt mit Opfer zusammen. Ich weiß noch, wir hatten eine litauische Mitarbeiterin bei uns in Basel mal zu Besuch.
Und sie hat sich so informiert über das Leben in der Schweiz und über das Arbeiten und so. Und dann habe ich ihr nur so nebenher gesagt, ja, man ist da und dort vielleicht 40% angestellt und dann dort 60% und dann hat sie gesagt, hä, wie geht das?
40%, 60% im geistlichen Bereich. Weil sie ist gewohnt, dass man sein ganzes Leben Jesus gibt.
Das sind wir natürlich auch. Das verstehen wir ja auch. Aber es geht natürlich um die Entlöhnung. Und da ist es sauber hier 30% und so weiter. Aber sie hat so gesagt, das werde ich nie verstehen, dieses System.
Ich gebe doch alles hin. Und die Litauer, das haben wir auch gemerkt, nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion, die, die gläubig geworden sind, die in den Gemeinden und Werken mitarbeiten, die arbeiten Tag und Nacht und niemand schaut auf die Uhr.
Auf die Uhr schaut sowieso niemand. Also nicht so wie bei uns. Also auf die Uhr schaut niemand. Und man gibt alles hin. Allerdings ist es dann auch wieder so, dass die Menschen oft ihre eigene Familie oder Kinder vernachlässigen in dem Ganzen.
Das hat auch seine Vor- und Nachteile. Aber trotzdem, man kann nicht Jesus nachfolgen, ohne Bereitschaft zum Opfer. Ohne Bereitschaft zum Opfer, das geht nicht.
Man muss auch Jesus sagen, ich stehe dir zur Verfügung. Und das ganze Kreuztragen, es geschieht um Christi Willen. Es geschieht um Christi Willen.
Es geht um ihn. Und direkt, also direkt übertragen war es ja so, dass das Kreuz war ein Folter- und Tötungsinstrument in der damaligen Zeit.
Und wer sein Kreuz getragen hat zur Hinrichtung, das hat sowieso bedeutet, eine radikale gesellschaftliche Isolierung und Demütigung. Also Jesus nachfolgen, Kreuztragen, radikale gesellschaftliche Isolierung und Demütigung.
Wenn du dazu nicht bereit bist, wenn du sagst, Jesus ist mir das nicht wert, ich habe meine eigenen Prioritäten, dann überleg dir es nochmal.
Dann überleg dir es. Also Jesus nachfolgen, Jüngerschaft, Kreuztragen, das gehört zusammen. Es gibt diese tolle Geschichte von George Föhrer, der Gründer von Operation Mobilisation.
Als der geheiratet hat, da haben sie zur Hochzeit eine große Hochzeitstorte geschenkt bekommen. Und sie sind aber gleich nach dem Hochzeitsgottesdienst mit einem uralten Auto Richtung Mexiko in die Mission gefahren.
Und auf dem Auto stand noch drauf Just Married und so weiter, so dieses amerikanische Tamtam. Und dann sind sie so gefahren und sie hatten kein Geld fürs Benzin Richtung Mexiko.
Und sie hatten sich so überlegt, wir verkaufen die Hochzeitstorte für Benzin. und dann kamen sie zur ersten Tankstelle und haben gesagt, ja wir haben gerade geheiratet, ja das sehen wir, hat er gesagt, wir haben kein Geld für Benzin jetzt, können Sie bitte die Hochzeitstorte uns abkaufen oder können wir das so machen.
Und dann haben die Leute, es gibt ja viele Gläubige oder gab es damals noch in den USA, die haben gesagt, also die Hochzeitstorte nehmen wir nicht, wir schenken euch alles. weil die waren, auch viele waren auch gläubig.
Aber was ich sagen will, ist diese Bereitschaft zum Opfer, diese Bereitschaft, das hinten dran zu stellen und Jesus alles zur Verfügung zu stellen für die Mission.
Das war in den Anfangszeiten der OM-Zeit. Ich weiß, hier gibt es auch eine Familie oder mehrere Leute, die lange Jahre bei OM waren und sind und immer wieder gehen.
Wunderbare Sache. Also, dieses fröhliche Jesus hingeben, das ist wunderbar und es ist auch ansteckend.
Und wir müssen uns immer wieder auch herausfordern lassen. Jetzt ein zweites, was hier auch steht, Vers 19, geht hin und macht zu Jüngern alle Völker.
Völker steht hier, Ethnie, das griechische Wort, Ethnie. Wie viele Völker gibt es auf der Welt? Also, es gibt ja ungefähr 243 Länder, Nationen, Länder.
Aber Völker gibt es ja viele, viel, viel mehr. Wie viele Völker gibt es und wie viele sind erreicht? So ungefähr. Also, bei den Ethnologen gibt es ja auch ständig Diskussionen und Streit, wie viel und was.
Ich gebe ein Beispiel. Es gibt das Volk der Kurden. Die Kurden, man sagt, das ist das größte Volk auf der Erde ohne eigenes Land. Kurden leben in der Türkei, Irak, Iran und Syrien.
Und wenn man jetzt die Kurden, also außerhalb der Länder, wenn man nur die Kurden einmal zählt, Kurden in all diesen Ländern und wenn man so diese Zählung macht, People Groups outside of countries, PGAC, in der Missionswissenschaft, dann kommt man auf 10.300 Völker weltweit.
Also 10.300 Ethnien. So viel gibt es und wenn man die Kurden einzeln zählt, als Beispiel, also im Irak, im Iran, Jordanien, Syrien, Türkei und so, dann kommt man natürlich auf eine größere Zahl von Ländern, von Ethnien, 17.280.
Auf jeden Fall, es gibt viele Völker und es gibt auch dieses 10.40 Fenster, viele Völker, wo es ganz, ganz wenige evangelische Gläubige hat.
Und deswegen auch die Litauer sind ein Volk, welches ja als allerletztes europäisches Volk überhaupt mit dem Christentum in Berührung kam, und zwar durch die Polen im Frühmittelalter, weil ein litauischer Fürst eine polnische Prinzessin geheiratet hat und so kam der Katholizismus nach Litauen.
Das heißt, noch lange nicht, dass Menschen persönlich Jesus gefunden haben, aber das Christentum kam schon mal und dann wurde das aber immer noch stark vermischt mit dem Heidentum bis zum heutigen Tag.
Und dann kam natürlich der Kommunismus und nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion, da haben die Litauer ganz neu gefragt, Moment mal, wir sind doch eigentlich katholisch, wir sind doch eigentlich christlich, was ist Christentum überhaupt?
Und so kamen Anfang der 90er Jahre viele Menschen dort zum Glauben. Einfach nur, weil sie gesagt haben, ich will wieder zurück zu dem, was uns als Litauer ausmacht.
Und da kam eine große Menge von Menschen zum Glauben und auch neue evangelische Gemeinden wurden gegründet. Also alle Völker zu Jüngern machen ist die Aufgabe der Weltmission.
Was mich beim Beten, beim Missionsgebet für Litauen, für viele andere Völker ermutigt, das ist die Verheißung in Offenbarung 7 und an anderen Stellen, wo es heißt, dass einmal aus allen Völkern Menschen vor dem Thron Gottes stehen werden.
Das sagt Gott schon zu und dazu gibt er auch die Kraft und die Gnade, dass Menschen sich bekehren und Jesus annehmen aus allen Völkern.
Aber wir als Gemeinden, wir sollen dranbleiben und diesen Fokus nie aus den Augen verlieren. Es geht um das Jüngermachen, alle Völker zu Jüngern zu machen.
Also von der Bibel her ist Mission nicht einfach nur Sozialhilfe. Wenn das nur Sozialhilfe ist, dann ist es nicht biblische Mission. Es wird immer Sozialhilfe mit dabei sein, wenn jemand ausreist und das Evangelium verkündigt.
Aber es ist nicht die Hauptsache. Heutzutage gibt es ja jede Menge krummer Lehren im Raum des christlichen Universums, wo man sagt, das Reich Gottes verwirklicht sich schon da, wo gerechte Strukturen sind.
Das ist, das wird öfter schon mal gesagt, also wenn wir uns als Christen für gerechte Strukturen einsetzen, gegen Unterdrückung, dann ist da schon das Reich Gottes am Wachsen.
Das stimmt nicht. Es ist gut, sich einzusetzen für gerechte Strukturen. Aber wir als Gläubige, unser Auftrag ist, Jünger zu machen, dass Menschen Jesus finden und ihn als Herrn und Retter nachfolgen.
Also alle Völker zu Jüngern zu machen, ist die Aufgabe und das ist auch die Aufgabe von Simon und Naomi, dass sie in Litauen, in Scholei, in der Gemeinde vor Ort und im ganzen Land dahin wirken, beten und auch als Vorbild, als Familie sich einsetzen.
Und dann ist noch das Dritte, Jüngermachen schließt einen Prozess christlichen Wachstums durch Gemeinschaft und Unterweisung ein.
Und dazu ist es klar, dass es Gemeinden braucht. gesund wachsen kann man nur in einer christlichen Gemeinde.
Das sagt das Neue Testament. Und das ist wichtig. Und deswegen sammeln wir auch in der Mission in Litauen und überall, wir sammeln Menschen in eine christliche Gemeinde.
Wir ermutigen zur Gemeindemitgliedschaft und man muss die Menschen daran gewöhnen. Am Sonntag geht man in den Gottesdienst. das ist Punkt 1.
Es ist wichtig, das gehört dazu, du brauchst die Gemeinschaft der Gläubigen, damit du gesund wachsen kannst. Und so private, einzelne Vögel, das gibt es genug, die von hier nach dorthin schwirren, aber um gesund zu wachsen, braucht es diesen Prozess der Gemeinschaft und Unterweisung.
und dass man auch lernt, sich unter eine Gemeindeleitung zu stellen und mitzuarbeiten. Wir haben jetzt bei uns in der Gemeinde in Basel, wir hatten einen Evangelisten da, den ihr auch alle kennt, aber ich habe gelernt, in den Predigten darf man ja gar keine Namen mehr sagen, wegen der Datenschutz und alles Klump.
Auf jeden Fall, ich habe gesagt, eben diesen Schweizer Evangelisten, den wir sehr schätzen, also da werden sich die Leute schon bekehren, wenn er schon am ersten Sonntag mal eine Einführung macht zur Evangelisationswoche.
Und er kam im Mai zu uns und wollte dann einfach nur über die Wichtigkeit von der Evangelisation sprechen und am Ende des Gottesdienstes kommen zwei Leute nach vorne und eine Frau hat sich bekehrt und ein junger Mann, ein Kurde.
Und was wir dann gemerkt haben, die waren schon lang von Jesus vorbereitet. Schon lang. Das war alles gebongt. Das war eingefädelt vom lieben Gott so. Und die haben sich bekehrt.
Diese eine Frau wird jetzt bei euch in Isenfluh nächste Woche dabei sein, die sich bekehrt hat. Also dieses Ganze mit Jüngermachen, man denkt, ja wie mache ich das und in einer anderen Kultur und Sprache, das macht Jesus.
Das macht Jesus. Sei du vor Ort, sei treu in dem, wo dich Jesus hingestellt hat und Jesus macht das Entscheidende. Verkündige, bete und lebe das Evangelium aus und der Rest macht Jesus.
Jesus. Und jetzt komme ich noch auf die zwei Punkte, um die es eigentlich geht. Berufung. Aber das ist kürzer. Also bei Berufung möchte ich kurz auf den Abraham eingehen.
Abraham. Erste Mose 12. Und da heißt es ja, der Herr aber hatte zu Abraham gesprochen. Geh hinaus aus deinem Land und aus deiner Verwandtschaft und aus dem Haus deines Vaters in das Land, das ich dir zeigen werde.
Das ist jetzt der erste Teil dieser Berufung. Und beim Abraham kennen wir uns ja aus. Also das erste ist loslassen. Der Abraham, der kam aus einer Hochkultur in Chaldea, ist das heutige das Mündungsgebiet Shad al-Arab da hinten, Irak heute.
Also das war eine Hochkultur und Gott hat ihm gesagt, verlasse diese, deine Familie, dein Land, deine Sprache, deine Prägung. Jetzt wenn ich zu Naomi sage, verlasse deine Prägung, deine Schweizer, deine bernerische Prägung, dein Denken, dein wunderbares gründliches Planen und deine ganzen Überlegungen, das geht ja gar nicht.
Sie nimmt das ja mit. Also sie wird als Schweizerin immer in Litauen gut planen, sich Dinge überlegen, die sich Litauer nicht überlegen. Die leben anders. Also was soll sie jetzt dann loslassen genau?
Sie soll also mal, das wird ihr sowieso dann in diesem größeren Kontext klar werden, die Litauer sind ziemlich anders und es hilft nichts, wenn ich immer ganz genau mir vorstelle, so sollte es sein.
Das hilft nicht, es ist zwar nett, aber es wird nicht so rauskommen und dass man dann wenigstens sagt, ich lasse das, was mir lieb ist, meine Prägungen, ich stelle das in einen größeren Kontext und ich erwarte, dass Jesus darüber hinaus wirkt, auch wenn es nicht ganz genau so ist.
Ich erinnere mich, als wir als Familie dorthin kamen, wir haben ein Jahr lang, wir haben ja null Sprache gekonnt, kein einziges Wort geredet am Anfang, aber wir waren schon mal eine Gruppe, wir waren als Familie da, drei kleine Kinder, die Sarah dann später noch geboren, wir waren zu Hause für uns eine Gruppe, aber im Gottesdienst haben wir nichts verstanden, fast ein ganzes Jahr lang nichts.
Und bis man dann was versteht, hat man gemerkt, die einheimischen Brüder, wenn die predigen, die predigen so, also die predigen nicht analytisch, Punkt eins, zwei, drei, sondern die haben ein Thema und tun sich darum bewegen, so irgendwie.
Ob sie irgendwann mal landen, ist nicht hundertprozentig klar. Und dann merkst du, ich muss das jetzt mal loslassen. Diese meine genaue Prägung, so müsste sein.
Sie kommen auch irgendwo zu einer Auslegung des Wortes Gottes, aber anders. Loslassen. Prägung, Verwandtschaft, Familie, Land. Loslassen. Und wie machst du das am besten?
Eine Missionarsfrau, die unterwegs sechs Kinder geboren hat, in Chile. Übrigens, sie waren über 25 Jahre in Chile. Und als sie zurückkam, hat jemand sie gefragt, welcher Abschiedswunsch an dich und deine Familie hat dir am meisten geholfen, wenn du jetzt zurückschaust.
Dann hat sie gesagt, was mir am meisten geholfen hat, das war eine alte Frau. Die hat mir die Hand gedrückt beim Abschied und hat gesagt, weißt du, musst einfach die Indianer lieben paar.
Also Indianer in Chile, die hat gedacht, das sind Indianer, also indigene Bevölkerung. Hab sie doch einfach lieb. Punkt. Und die hat gesagt, im Rückblick auf die 25 Jahre Missionsdienst war das der beste Rat, der allerbeste.
Weil mit der Zeit, wenn du dich aufregst beim Loslassen und so, dann merkst du, ich habe die Menschen gar nicht mehr lieb. Ich reg mich nur noch auf. Und dann kommt der nächste Gedanke, irgendwie bin ich falsch gewickelt.
Ich muss sie lieb haben. Ich muss mir Liebe schenken lassen. Das ist wichtig. Also loslassen, der Abraham hat es auch gelernt, loslassen. Dann heißt es, geh in ein Land, was ich dir zeigen werde.
Beim Abraham war das gar nicht so einfach, weil wenn man genauer nachliest, er soll seine sein Vaterhaus verlassen. Was lesen wir? Der Vater geht mit bis Haran.
Halbe Strecke geht der Vater noch mit. Der soll nicht mit gehen, der soll da bleiben. Warum? Weil der Vater immer seine Kommentare macht. Der sagt auch noch, was wichtig ist.
Und der Abraham braucht Freiheit und Klarheit in der Nachfolge. Der Vater geht mit bis Haran und dort bleibt er dann und stirbt.
Und noch einer geht mit. Und noch Und noch geht mit. Ein Trittbrettfahrer des Glaubens. Der Lot. Der Lot geht auch mit. Der hat keine Berufung. Dem hat Gott nicht persönlich gesagt geh.
Aber der Lot hat kapiert, da kommt es warm raus beim Abraham. Da bin ich auch dabei. Da gehe ich mit. Und ich persönlich würde den Lot abqualifizieren.
Weil er hat mit Sodom und der Sünde kam immer näher, hat sich mitreißen lassen. gibt es eine Stelle über den Lot, wo es heißt, der gerechte Lot.
Also wir sollten barmherziger sein. Oder ich. Über euch sage ich nichts. Alles gut. Also loslassen, gehen.
Gehen, das ist gar nicht so einfach. Und dann musste der Abraham, es wurde ihm gesagt, dieses ganze Land gebe ich dir, Nachkommen gebe ich dir, wie Sand am Meer, wie die Sterne!
Himmel, er sah nichts, er hat keine Nacht kommen gesehen, wie über viele Jahre, er musste lernen, im Glauben, als Ausländer, als Fremdling und Pilger zu leben und diese Zusagen Gottes an ihnen festzuhalten.
Und da sagt die Bibel, Abraham glaubte Gott und das wurde ihm als Gerechtigkeit gerechnet. Also Berufung, jetzt kann man sagen, ich gehe ja nicht nach Litauen, was geht mich an,!
Aber jeder Christ ist berufen, erstens zur Gemeinschaft mit Jesus. Du bist zur Gemeinschaft mit Jesus berufen, 1. Korinther 1, Vers 9, gelobt sei Gott, der uns berufen hat, in die Gemeinschaft seines Jesus Christus.
Jemand hat gesagt, es ist so, stelle ich mir vor, wenn ich am Morgen aufstehe, mein Schlafzimmer ist im ersten Stock, ich komme runter, ich renne, ich bin zu spät, ich muss schnell noch was essen, noch schnell ins Badezimmer und dann weg und dann sehe ich im Wohnzimmer Jesus sitzen.
Im Wohnzimmer sitzt Jesus. Er wartet auf mich. Er würde gern mit mir den Tag besprechen, noch fragen, wo soll ich speziell für dich beten, was kann ich für dich tun, wo brauchst du mich, aber ich habe keine Zeit, ich renne an Jesus vorbei, aus dem Haus.
Wir sind berufen in die Gemeinschaft mit Jesus, das heißt, Zeit mitbringen, mit ihm alles bereden. Und dann, jeder Christ ist berufen zur Heiligung, 1.
Thessalonicher 4, Gott hat euch berufen zur Heiligung, dass ihr meidet die Thessalonicher und auch uns muss das gesagt werden.
Lass in deinem Leben nicht zu, dass unsüchtige Gedanken oder diese ganze Welt, die uns mit den neuen Medien auf uns einstürmt, lass es nicht zu, dass es dich beherrscht.
Du bist berufen zu einem heiligen Leben, das gilt für jeden Gläubigen. Du bist berufen zum Frucht bringen, Jesus sagt, ihr wählt, sondern ich habe euch erwählt, dass ihr hingeht und Frucht bringt und eure Frucht bleibe.
Das ist das, was wir auch beten für Simon und Naomi, dass sie Frucht bringen, die von Jesus bereits ausgewählt wurde und dass diese Frucht bleibt.
Dann zur Freiheit berufen, Galater 5, dass man nicht in die Gesetzlichkeit abrutscht, sondern sich persönlich in Freiheit des Evangeliums wächst.
Noch ein letzter Punkt Sendung. Hier steht, wie sollen sie aber verkündigen, wenn sie nicht ausgesandt werden? Und deswegen braucht es Gemeinden wie ihr, dass ihr aussendet, dass ihr dieses Mandat weitergebt und sagt, im Namen Jesu senden wir euch an eure Aufgabe.
Lukas Johannes, Friede sei mit euch, gleich wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. So sendet Jesus uns.
Und Lukas, die Ernte ist groß, der Arbeiter sind wenige, darum bitte den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter aussende in seine Ernte.
Beim Missionsgebet, da hat mal kürzlich auch eine Frau, wir haben da gebetet für Missionare und alles gut. Und eine Frau, die selber drei Kinder hat oder vier, sie hat am Ende dann vom Missionsgebet gesagt, eigentlich müsste ich ja auch bereit sein, meine eigenen Kinder loszulassen.
Genau so ist es. Genau so ist es. Es steht hier, bitte den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter aussende in seine Ernte. Wenn wir da offen bitten, dann könnte es sein, dass deine eigenen Kinder oder Enkel auch gehen.
wollen und du sie loslassen musst, darfst sie segnen darfst. Und genau, den letzten, den letzten, Entschuldigung, den hat der Steffen schon gelesen, wen soll ich senden, wer will unser Bote sein?
Die politischen Gesandten eines Landes sind keine Privatmenschen, sie sprechen nicht in ihrem eigenen Auftrag, nein, sie sprechen im Auftrag ihres Landes, sie vertreten ihr Land.
Und so sind auch Missionare, die sprechen nicht im eigenen Auftrag, sondern im Auftrag von dem auferstandenen Herrn und tun das Evangelium weitergeben. Und deswegen senden wir, die Gemeinde sendet sie im Namen des Herrn.
Amen. Ich möchte noch beten. Wir danken dir, Herr Jesus, dass du, der auferstandene Herr, uns diesen weltweiten Auftrag gegeben hast und dass wir heute an diesem Tag auch Simon und Naomi mit dem kleinen Matthias aussenden dürfen und dass sie in deinem Namen gehen, nicht in ihrem eigenen Namen und dass sie nicht ihr eigenes Reich aufrichten, sondern dein Reich und für dich da sind.
Lob und Dank für dieses große Vorrecht als Gemeinde, für diese Möglichkeit heute, dass du mitten unter uns bist und deinen Segen schenkst. Amen.
sank sank