Reich beschenkt

1.Korinther - Teil 1

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Preacher

Jonathan Mäurer

Datum
26. Oktober 2025
Zeit
10:45
Series
1.Korinther

Transkription

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[0:00] Ganz herzlich zu diesem Gottesdienst und bin froh, mit euch diese Predigtreihe zum ersten Korintherbrief heute weiterzuführen.! Wir haben im Flur, das habt ihr bestimmt letztes Mal schon von Peter gesagt bekommen, ein paar Handouts ausgedruckt und da will ich mich an dieser Stelle entschuldigen.

[0:44] Wir haben zu wenig Exemplare ausgedruckt, jetzt sind genügend da, ihr dürft euch ganz gerne da bedienen, die stehen an diesem Steller. Außerdem will ich noch kurze Werbung machen und zwar für ein Bibeljournal.

[0:59] Was ist ein Bibeljournal? Ein Bibeljournal ist ein nettaussehendes Notizbuch, da ist der Bibeltext abgedruckt und auch die Möglichkeit Notizen zu machen. Ich habe mir eins gekauft, um dem Peter ganz gespannt zuzuhören bei seinen Predigten und falls ihr mit einstimmen wollt, dürft ihr gerne euch auch eins holen.

[1:18] So viel zur Werbung. Ich würde ganz gerne noch beten und bitte euch dazu, nach Möglichkeit aufzustehen. Lieber Jesus, hab Dank dafür, dass wir hier wieder sein dürfen. Danke für die Möglichkeit, die Freiheit, dein Wort zu hören.

[1:39] Und ich bitte dich darum, dass du jedem Einzelnen heute auch die Aufmerksamkeit schenkst, dein Wort aufmerksam zu hören. Bitte hilf, dass wir alles zur Seite legen, die Sorgen, das Leid, um einfach einen klaren Blick zu haben auf dich.

[1:56] Bitte hilf mir auch, dass das Reden und auch die Absicht meines Herzens vor dir wohlgefällig ist. Amen. Stell dir vor, du bist in einem Schulklassenzimmer. Es ist laut.

[2:10] Alle Schüler, selbst die normalerweise Anständigen, machen Unsinn. Neben Papierflieger fliegen Hausaufgaben, die Pausenbote, alles fliegt durch Klassenzimmer.

[2:23] Es herrscht totale Unordnung. Eigentlich steht auf dem Stundenplan Französisch, aber manche Schüler denken, es ist Kunst und bemalen die Tische, bemalen ihren Sitznachbar.

[2:33] Es ist eine totale Unordnung. Der andere denkt, Sportunterricht und beginnt mit dem Turnen, verwendet die Tische so als Barren. Es herrscht totale Unordnung.

[2:45] Du selbst bist Lehrer, hast dir viel Zeit und Mühe gemacht und noch viel Liebe hineingeschickt für die Unterrichtsvorbereitung. Aber jetzt siehst du dich irgendwie gezwungen, einen Elternbrief zu schreiben.

[3:00] Mal eine Frage an dich. Wie würdest du anfangen? Wie würdest du diesen Brief beginnen? Die meisten von uns und mich mit eingeschossen, ich bin kein Lehrer, aber man würde seinen Frust rauslassen.

[3:13] Liebe Eltern, die Klasse schrecklich, es herrscht totale Unordnung, mir reißt es und so weiter. Oder stell dir vor, du bist Schüler und du bekommst mit, dein Papa oder deine Mama hat einen Elternbrief in der Hand.

[3:28] Was steht da drin? Du kennst den Lehrer und du weißt selber, dass du ein Schüler bist, der Unordnung gemacht hat. Was steht da wohl drin? Ich stelle mir das irgendwie so vor bei den Korinthern.

[3:40] Totale Unordnung, viele Missstände und auf einmal kommt da ein Brief von Paulus. Der viel Zeit, der viel Mühe und auch viel Liebe in die Gemeinde gesteckt hat. Was steht da wohl drin?

[3:53] Wie beginnt dieser Brief? Und ich muss euch ehrlich gesagt sagen, ich war jedes Mal, wirklich jedes Mal überwältigt, wenn ich die ersten Verse des ersten Hünderbriefs gelesen habe.

[4:04] Total überwältigt, weil Paulus diesen Brief so ungewöhnlich startet. Mit einer Gemeinde mit so vielen Problemen. Lasst uns gemeinsam den Brief anfangen lesen. Wir betrachten heute die Verse 4 bis 9.

[4:17] Das ist der Predigtext. Der Peter hat zu den Versen 1 bis 3 schon einiges gesagt. Deswegen heute der Predigtext von Vers 4 bis 9. Ich beginne aber ab Vers 1 zu lesen.

[4:33] Paulus, berufener Apostel Jesu Christi. Durch Gottes Willen und Sostenes der Bruder. An die Gemeinde Gottes, die in Korinth ist. An die Geheiligten in Christus Jesus.

[4:46] An die Berufenden Heiligen samt allen, die den Namen unseres Herrn Jesus Christus anrufen an jedem Ort. Sowohl bei ihnen als auch bei uns. Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater und dem Herrn Jesus Christus.

[5:00] Ich danke meinem Gott alle Zeit. Eure Wegen für die Gnade Gottes, die euch in Christus Jesus gegeben ist. Dass ihr in allem reich gemacht worden seid, in ihm, in allem Wort und in aller Erkenntnis, wie denn das Zeugnis von Christus in euch gefestigt worden ist.

[5:17] So dass ihr keinen Mangel habt an irgendeiner Gnadengabe, während ihr die Offenbarung unseres Herrn Jesus Christus erwartet, der euch festmachen wird bis ans Ende.

[5:30] So dass ihr unverklagbar seid am Tag unseres Herrn Jesus Christus. Gottes Treu, durch den ihr berufen seid, zur Gemeinschaft mit seinem Sohn Jesus Christus, unserem Herrn.

[5:43] Ja, bemerkenswert, oder? Paulus hat eine dankbare Haltung gegenüber den Korinthern. Er beginnt nicht mit Ermahnung, er beginnt nicht mit Frust, er beginnt nicht mit Rechthaberei, sondern mit Dank.

[5:59] Paulus beginnt mit Dank für die Gnade Gottes. Und mein Ziel heute ist es, so lautet auch der Predigtitel, dir aufzuzeigen, dass wir reich beschenkt sind.

[6:11] Der Predigtitel ist Reicht beschenkt. Ich möchte dir heute klar machen, dass du in Christus wirklich reich bist. Und wir wollen, wie Paulus dann, wirklich in den Dank einstimmen und in die Freude, diese überschwängliche Freude, trotz auch unserer Gemeindeprobleme.

[6:33] Im Wesentlichen möchte ich euch zwei Punkte mitgeben. Erstens ist der Punkt, wie sollten wir einfach generell auf Gemeinde schauen?

[6:45] Was sollte unser Blick sein auf Gemeinde, wenn wir über sie nachdenken? Und der zweite Punkt, und das ist der Hauptpunkt dann auch, worin hat Gott uns beschenkt? Dabei werden wir uns anschauen, dass er uns zum einen überschüttet hat mit Gnade und dass seine Gnade auch treu ist.

[7:06] Und dafür betrachten wir heute tatsächlich nur zwei Sätze. Herr Paulus, der mag es gerne, lange Sätze zu schreiben. Der erste Satz, der ist von Vers 4 bis Vers 8 und der letzte Satz ist dann Vers 9.

[7:20] Und beide Sätze haben ein gewisses Hauptmerkmal. Unser erster Satz hat das Hauptmerkmal Gnade. Während unser zweiter Satz das Hauptmerkmal Treue hat.

[7:32] Das ist erstmal so eine grundlegende Beobachtung, die wir mit diesem Text haben. Und außerdem auch noch eine Beobachtung ist, dass wenn Paulus von Gnade spricht, er von Jesus nicht schweigen kann.

[7:44] Es ist so bemerkenswert, dass in jedem Vers er unseren Herrn Jesus Christus erwähnt. In Vers 5 steht es nicht namentlich, aber er steht in ihm. Dass ihr in ihm reich gemacht worden seid.

[7:59] Er ist dankbar für die Gnade, die ihm zuteil wurde, in Christus. Und Paulus sieht das und Paulus spricht es an. Er macht beides. Ich danke meinem Gott allerzeit.

[8:12] So beginnt unser Abschnitt. In der Gemeinde Jesus gibt es immer was zu danken. Egal wie schwer es gerade ist, egal wie groß die Baustelle ist. Es gibt immer was zu danken.

[8:23] Und Paulus sieht das. In Paulus seiner Gebetsliste waren unter anderem die Korinther. Aber wenn wir in der Bibel blättern, dann sehen wir mehrere Gemeinden, für die Paulus alle Zeit gebetet hat.

[8:37] Und ich habe euch mal eine Auflistung mitgebracht, wo wir dieses Wort finden, alle Zeit. Paulus dankt alle Zeit für die Kolosser. Wir danken dem Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, indem wir alle Zeit für euch beten.

[8:50] Für die Thessalonicher. Wir danken Gott alle Zeit für euch alle, wenn wir euch erwähnen in unseren Gebeten. Nochmal für die Thessalonicher. Und diesmal ausführlicher. Wir sind es Gott schuldig, alle Zeit für euch zu danken, Brüder.

[9:03] Wie es sich auch geziemt, weil euer Glaube über die Maßen wächst und die Liebe jedes einzelne von euch zunimmt, allen gegenüber. Und zu guter Letzt noch Philemon.

[9:14] Ich danke meinem Gott und gedenke alle Zeit an dich in meinen Gebeten. Und wenn wir uns nur diese Gebetsliste anschauen, wo das Wort alle Zeit steht, dann sticht Korinth heraus.

[9:28] Diese Gemeinden oder auch Philemon, die hatten Gutes vorzuweisen. Sogar viel. Korinth hat sehr viel Schlechtes vorzuweisen.

[9:41] Und dennoch beginnt Paulus mit Dank. Er dankt regelmäßig für die Gnade Gottes. Damit vernachlässigt er nicht das Schlechte, das sehen wir in den weiteren 15 Kapiteln, sondern er will neben all dem Schlechten das Gute nicht auslassen.

[10:02] Trotz schwerer Missstände sieht er die Gnade Gottes und sieht, dass sie alle reich beschenkt sind. Er hat einen Gnadenblick. Und so will ich dir gleich am Anfang diese Anwendung mal mitgeben.

[10:16] Wie siehst du Gemeinde? Welche Brille hast du an, wenn du auf Gemeinde schaust? Vielleicht bist du jemand, der die rosa Brille trägt.

[10:28] Alles ist so super hier. Das Sonntagsgefee, die Lieder, die Predigten. Alles ist so schön. Und jeder muss den anderen einfach so viel mehr ermutigen. Und wir müssen uns viel mehr lieb haben. Und das Schlechte lassen wir nochmal aus.

[10:40] Es ist doch schon so viel Negatives hier. Und in der Welt, in den Nachrichten, wir lesen nur Negatives. Da lass doch die Gemeinde wirklich davon bewahrt bleiben. Lass uns doch darauf verzichten.

[10:53] Das ist ein idealisiertes Bild von Gemeinde. Du wirst keine Gemeinde finden, wo du nur danken kannst, wo alles schön ist. Aber vielleicht bist du jemand, der die schwarze Brille trägt.

[11:06] Du siehst nur Missstände. Nur das, was schief läuft. Und bei jeder Kleinigkeit musst du zu den Ältesten gehen. Und sie mal kräftig rannehmen. Und du kannst dich nicht freuen über die Gnade Gottes.

[11:22] Sondern du bist nur am Meckern. Gemeinde ist immer Baustelle, dass wir uns da richtig verstehen. Aber lass du bei dir nicht zu, dass du nur noch schwarz siehst. Nur mit der schwarzen Brille auf Gemeinde blickst.

[11:36] Wir sollten nur mit einer Brille auf Gemeinde schauen. Und das ist, ich habe es die Evangeliumsbrille genannt. Gott schaut durch das Evangelium, durch diese frohe Botschaft auf uns.

[11:50] Er sieht uns in Christus. Wir sind gerecht und geheiligt in ihm. Durch Christus. Und er spricht uns das nicht ab. Wegen unserer Missstände. Er sieht beides.

[12:05] Und so sollten wir auf Gemeinde blicken. Paulus sieht diese Gemeinde in Korinth mit der Evangeliumsbrille. Sie sieht Missstände und sie sieht Gnade. Sie kann danken und sie kann bitten. Sie kann ermutigen und ermahnen.

[12:18] Mit dieser Brille siehst du Gemeinde so, wie sie ist. Sie ist ein Lazarett mit vielen Patienten. Aber sie ist gleichzeitig ein Tempel voller Heiligen.

[12:30] Du verschweigst keine Missstände und verschweigst auch nicht die Gnade. Du siehst beides. Du siehst, wie Gott die Gemeinde sieht. Und vor allem siehst du auch, was Gott alles getan hat und was er noch tut.

[12:49] Wenn du also mit jemandem in der Gemeinde sprichst, wo du ganz genau weißt, die Person stoßt dir auf, ruf dir in Erinnerung, wie Gott den Menschen sieht. Geheiligt in ihm.

[13:02] Ein Kind Gottes. Und dann sprich ich ihm Missstände an. Und außerdem sollten wir auch die Gnade innerhalb unserer Gemeinde in praktischen Punkten auch sehen.

[13:14] Es ist doch so ein Gnadengeschenk, dass wir drei Glaubensgrundkurse wieder haben dürfen. Mit 24 Personen. Dass wir in der Jugend, Entschuldigung, wenn ich das so sage, explodieren.

[13:26] Viele Jugendliche kommen. Das ist kein Verdienst von irgendjemandem. Und viele Gäste kommen. Und Sonntag für Sonntag sehen wir neue Gesichter. Das ist Gnade von unserem guten Gott.

[13:37] Also lasst uns diesen ausgewogenen Blick auf Gemeinde haben. Gnade sehen, aber Missstände auch nicht verschweigen. Es ist so ein grundlegender Blick.

[13:50] Beides zu erwähnen. Kommen wir zum nächsten und tatsächlich auch zum letzten Punkt, der ein bisschen ausführlicher ist. Worin hat Gott uns beschenkt?

[14:02] Und ich möchte aufzeigen, dass Gott uns wirklich überschüttet hat mit Gnade. Ich lese Vers 5. Dass ihr in allem reich gemacht worden seid, in ihm, in allem Wort und in aller Erkenntnis.

[14:17] Sie sind reich, beschenkt in ihm. Und wir lesen im zweiten Korintherbrief, Kapitel 8, Vers 9. Denn ihr kennt ja die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, dass er, obwohl er reich war, um euretwillen arm wurde, damit ihr durch seine Armut reich würdet.

[14:37] Die Korinther wurden mit Jesus bereichert. Christus in seinem Leben zu haben, ist wirklich ein Schatz. Es ist ein echter Schatz. Und dieses in ihm zu sein, bedeutet diese geistliche Einheit zu haben, diese Verbindung, diese Beziehung zum Herrn.

[14:55] Und das haben die Korinther. Aber es ist ein Reich gemacht in ihm. Da stellt sich doch die Frage, was heißt das? Alles. Ich habe euch eine Liste mitgebracht und ich werde alle Verse lesen.

[15:10] Also es lohnt sich, mit aufzuschlagen. Worin sind wir reich gemacht in Christus? In Kolosser 2, Vers 9 bis 10, möchte ich lesen. Und da heißt es, ich warte ein bisschen.

[15:30] Denn in ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig. Und ihr seid zur Fülle gebracht in ihm, der das Haupt jeder Herrschaft und Gewalt ist.

[15:41] In ihm haben wir alle Fülle. In Vers 13 lesen wir, er hat euch, die ihr tot wart, in den Übertretungen und dem unbeschnittenen Zustand eures Zweiches mit ihm lebendig gemacht, indem er euch alle Übertretungen vergab.

[15:57] In Christus sind wir lebendig. Wir waren tot vorher. Und in Vers 14 lesen wir, und er hat die gegen uns gerichtete Schuldschrift ausgelöscht, die durch Satzungen uns entgegenstand und hat sie aus dem Weg geschafft, indem er sie ans Kreuz heftete.

[16:15] All unsere Schuld ist weg. Wir sind frei von Schuld. Und in 1. Korinther 1, Vers 30 lesen wir, was wir auch in ihm haben.

[16:30] Durch ihn aber seid ihr in Christus Jesus, der uns von Gott gemacht worden ist, zur Weisheit, zur Gerechtigkeit, zur Heiligung und zur Erlösung. Wir haben ein gerechtes Leben, ein heiliges Leben und sind erlöst in ihm.

[16:46] Und der bekannte Vers in 2. Korinther 5, Vers 17, darum ist jemand in Christus, so ist er eine neue Schöpfung, das Alte ist vergangen, sie ist es alles neu geworden.

[16:58] Es ist neu. Ein neues Leben. Römer 8, Vers 1, da heißt es, so gibt es jetzt keine Verdammnis mehr für die, welche in Christus Jesus sind, die nicht gemäß dem Fleisch wandern, sondern gemäß dem Geist.

[17:15] Philippa, Kapitel 4, Vers 7. Und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken bewahren in Christus Jedus.

[17:28] Keine Verdammnis und Frieden mit Gott. Und ich gehe nochmal zu Kolosser, Kapitel 1, 27. Ihnen wollte Gott bekannt machen, was der Reichtum der Herrlichkeit dieses Geheimnisses unter den Heimten ist, nämlich Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit.

[17:49] Wir haben eine Hoffnung auf die Herrlichkeit. Was für ein Reichtum. Was für ein Reichtum in Christus. Und als ob das noch nicht genug ist, Paulus geht weiter und er sagt, ihr seid in allem Wort und in aller Erkenntnis.

[18:06] reich gemacht worden. Ihr habt nicht nur Christus erhalten, in dem alle Schätze sind, sondern ihr wurdet reich gemacht, im Wort und in aller Erkenntnis. Diese Ausdrücke, das bildet ein paar, das ist typisch für Paulus.

[18:22] Mit Wort meint er hier Lehre, Verkündigung. Und mit Erkenntnis meint er geistliche Wahrheiten, Einsicht zu haben. Die Korinther hatten also ein geistliches Verständnis.

[18:34] Sie waren theologisch geschult. Das ist umso beachtlicher, was für Missstände bei ihnen war. Christus hat sie durch Paulus reich gemacht.

[18:47] Sie verstanden nicht nur das Evangelium. Sie waren fähig, funktionsfähig für das Reich Gottes. Sie konnten geistliche Wahrheiten vermitteln. Sie waren reich an Erkenntnis und reich im Wort.

[18:58] Sie waren fähig dazu, auch im Dienst zu stehen, zu ermutigen, zu ermahnen und auch zu evangelisieren. Was für ein Reichtum. Vers 6.

[19:10] Wie denn das Zeugnis von Christus in euch gefestigt worden ist. Das Evangelium, das Zeugnis von Jesus, ist in Korinth eingeschlagen und hat den Korinthern einen Reichtum geschenkt.

[19:24] Und durch das Evangelium und den damit verbundenen Reichtum kommt Paulus in Vers 7 zu einer Folge. Er sagt, ihr habt, muss zurückgeben, ihr habt keinen Mangel.

[19:40] Keinen Mangel an irgendeiner geistlichen Gnadengabe. Ihr habt Christus. In ihm seid ihr reich. Ihr seid reich in Wort und in Erkenntnis und ihr habt keinen Mangel an irgendeiner geistlichen Gnadengabe.

[19:59] Hier stellt sich doch die Frage, was ist eine Gnadengabe? Denn dadurch können wir den Reichtum der Korinther und den Dank von Paulus besser verstehen.

[20:16] Gnadengabe wird in der Bibel tatsächlich vielseitig verwendet. Allgemein ist es ein Ausdruck für ein Geschenk Gottes, eine Gnadengabe.

[20:27] Es ist ein Geschenk Gottes. Paulus verwendet dieses Wort Gnadengabe, aber an unterschiedlichen Stellen zu unterschiedlichen Kontexten.

[20:38] Einmal sehen wir in Römer 1, Vers 11, denn mich verlangt danach, euch zu sehen, um euch etwas geistliche Gnadengabe mitzuteilen, damit ihr gestärkt werdet. Gnadengabe wird hier verwendet als eine geistliche Botschaft.

[20:55] Geistliche Botschaften zu haben, ist ein Geschenk von Gott. In Römer 6 sagt er, denn der Lohn der Sünde ist der Tod, aber die Gnadengabe Gottes ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserem Herrn.

[21:08] Es ist ein Geschenk, in Christus erlöst zu sein. In 1. Korinther 12, Vers 4 steht, es bestehen aber Unterschiede in den Gnadengaben, doch es ist derselbe Geist.

[21:22] Das sind Geistesgaben. Und in 1. Korinther 7, Vers 7 steht, denn ich wollte alle Menschen, denn ich wollte alle Menschen wären wie ich, aber jeder hat seine eigene Gnadengabe von Gott, der eine so, der andere so.

[21:38] Hier an dieser Stelle geht es darum, dass Paulus spricht darüber, der eine ist verheiratet und der andere ist Single. Beides ist ein Geschenk von Gott.

[21:51] Das eine ist nicht mehr und das andere ist nicht weniger. Beides ist ein Geschenk von Gott. Eine Gnadengabe. Die Frage ist aber, was ist hier gemeint? Wenn ihr keinen Mangel habt an irgendeiner Gnadengabe, was meint Paulus?

[22:05] Von all dem, wie er dieses Wort verwendet. Er meint alles. Sie haben keinen Mangel an irgendeiner Gnadengabe.

[22:18] In Korinth gab es alles. Es gab geistliche Botschaft, es gab Erlösung, es gab Geistesgaben und es gab das Geschenk. Der eine war Single, der andere verfeiratet. Was Paulus hier aussagen will, ist, es gab so eine große göttliche Vielfalt, wodurch die unterschiedlichen Personen auf so unterschiedliche Art und Weise ein Segen sein konnten für andere.

[22:41] So ein großer Reichtum. Vielleicht verstehst du alles davon, bist aber bei den Geistesgaben stehen geblieben. Was sind Geistesgaben?

[22:55] Paulus spricht in Kapitel 12 nochmal davon. Ich will betonen, das ist heute nicht mein Hauptthema. Da werden wir noch dahin kommen, so Gott will.

[23:09] Aber ich möchte jetzt schon ein paar Worte zu Geistesgaben verlieren. Jeder Christ hat mit seiner Bekehrung eine Gabe erhalten, eine Geistesgabe vom Heiligen Geist.

[23:22] Eine Geistesgabe ist ein Geschenk Gottes, das haben wir geklärt. Aber warum ist das jetzt ein Geschenk? Weil Gott sündige Menschen ausstattet, um in seiner Gemeinde an seinen Kindern einen göttlichen Dienst zu tun.

[23:38] Das ist ein Geschenk. Sie zu ermutigen, ermahnen und zuzurüsten. Und dazu will ich als Belegstelle Epheser 4 heranziehen, Verse 11 bis 12.

[23:51] Da heißt es, und er hat etliche als Apostel gegeben, etliche als Propheten, etliche als Evangelisten, etliche als Hirten und Lehrer zur Zurüstung der Heiligen, für das Werk des Dienstes, für die Erbauung des Leibes des Christus.

[24:10] Die Absicht von Geistesgaben sind die Zurüstung und die Erbauung des Leibes Jesu. Es dient nicht dir, es dient den anderen.

[24:24] Und ich habe euch einen kleinen Auszug, betone, Auszug mitgebracht von Geistesgaben. Und ich will nicht auf alle eingehen, aber nur, dass ihr mal so diese Produktpalette sieht, von vielen Geistesgaben, die die Bibel erwähnt.

[24:40] Es gibt noch mehr. Und ich möchte auf drei eingehen. Und es sind die ersten drei auf der linken Seite. Hirte, Hilfeleistung, Dienen und Barmherzigkeit. Fangen wir an mit Hirte.

[24:52] Was ist die Gabe eines Hirten? Ein Hirte ist ein Mann, der den Dienst Jesu im geistlichen Sinn weiterführt an seiner Gemeinde.

[25:03] Er ernährt die Gemeinde durch gesunde Lehre, bewahrt sie vor Falscher und trägt Sorge für jedes einzelne verwundene, verirrte Schaf und führt vorbildlich die Erde, die Herde.

[25:17] Ich habe jetzt ein bisschen den Dienst aufgezeigt, aber die Geistesgabe ist dahin, dass du ausgestattet wirst dafür. Du bist fähig zu ernähren, du bist fähig zu bewahren, du bist fähig jedes einzelne verwundete Schaf oder verirrte Schaf zu versorgen und vorbildlich die Erde zu führen.

[25:40] Eine weitere Gabe ist die Hilfeleistung oder das Dienen. Das ist die Gabe, die Bedürfnisse anderer wahrzunehmen und ihnen praktisch zu dienen, besonders bei Schwachen oder Kranken.

[25:54] Und das ist alles getrieben in der Liebe Jesu. Das sehen wir häufig bei Diakonen. Und dann noch die Gabe der Barmherzigkeit.

[26:05] Das ist keine bloße emotionale Sympathie, sondern ein geistgewirktes Mitgefühl mit Leidenden. Leidenden. Und das zeigt sich meistens im Seelsorgedienst, wo du wirklich Hilfesuchenden geistliche Erbauungen, geistliche Ermutigungen mitgeben kannst.

[26:27] So viel erstmal zu den Geistesgaben. Und wir kommen in Kapitel 12 dazu. Aber die Frage ist, warum schreibt Paulus das? Was will Paulus den Korinthern zeigen?

[26:41] Er will ihnen zeigen, wie gnädig Gott mit ihnen ist. Er zeigt es ihnen auf, dass sie selbst sehen, wie reich sie beschenkt sind, dass sie keinen Mangel haben.

[26:57] Sie sind reich. Und das Interessante ist, Paulus schreibt ihr, ihr habt keinen Mangel. Also jetzt aktuell, habt ihr keinen Mangel.

[27:09] Aber dann fügt er hinzu, während ihr die Offenbarung unseres Herrn erwartet. Das ist die Wiederkunft Jesu. Während ihr dieses erwartet, in dieser Zeitspanne von jetzt bis zur Wiederkunft Jesu.

[27:26] In dieser Zeitspanne. Ihr habt keinen Mangel. Paulus kennt nicht den Zeitpunkt, wann Jesus wiederkommt, aber er kennt seinen guten Gott und er weiß, dass sein guter Gott alle Gemeinden ausrüstet, ausstattet mit geistlichen Gaben, sodass sie keinen Mangel haben.

[27:47] Er versorgt sie mit Gnadengaben bis zum Ende. Also es ist kein aktueller, oder nicht nur ein aktueller Reichtum, sondern ein andauernder Reichtum. Wir bleiben reich in Christus.

[28:01] Und deshalb bricht Paulus in so einen Lobpreis aus und dankt Gott, weil er einfach nur staunen kann über diesen guten Gott, der an den Korinthern trotz all ihrer Missstände immer noch festhält.

[28:15] An ihnen festhält und sie so reich, beschenkt mit Gaben. Da stellt sich doch die Frage für uns, siehst du die Gaben in unserer Gemeinde?

[28:31] Siehst du den Reichtum, mit dem Gott uns beschenkt hat? Hast du mal aktiv darüber nachgedacht, wie sehr Gott die Immanuel-Gemeinde in Frankenthal beschenkt hat?

[28:47] Wir haben unsere Fehler definitiv, dass wir uns da nicht irren, weil Gott hat uns reich beschenkt. Auch wir haben Hirten, auch wir haben Seelsorger, wir haben Barmherzige, wir haben Praktiker für Bedürftige und wir haben Lehrer und so vieles mehr.

[29:09] Auch unsere Gemeinde ist ein Mehrzweckhaus. Für jeden Zweck findest du jemanden, weil auch wir reich beschenkt sind von unserem guten Gott. Sehen wir diese Gnade?

[29:23] Sehen wir diese Gnade oder haben wir die schwarze Brille auf? Und sehen nicht, wie reich beschenkt wir sind. Wisst ihr, mir ist es heute Morgen wirklich ein Anliegen, dass du der Predigt nicht einfach nur zustimmst, dass du sie einfach nur bejahst.

[29:39] Ja, war eine richtige Predigt, die ich heute gehört habe. Sondern, dass du eine Schlussfolgerung ziehst für dein Leben. Ansonsten spielen wir heute Morgen einfach nur Gottesdienst.

[29:51] Wir haben eine gute Predigt gehört, ja, war richtig. Dass du nicht nur zustimmst, ja, ich bin reich beschenkt, sondern dass sich das praktisch in deinem Leben als Gemeinde.

[30:15] Auf die Gaben, die der Herr manchen, die sich bekehrt haben, gegeben hat. Gaben, die der Herr jedem einzelnen Kind Gottes gegeben hat.

[30:28] Wie reagierst du darauf? Weil das zeigt, ob du wirklich dankbar bist für die Gnade Gottes. Ist dir die meiste Reaktion auf begabte Menschen ist Neid.

[30:42] Ich kenne das von mir. Manchmal sind wir neidisch auf andere, weil die begabt sind.

[30:56] Manchmal fühlt man sich wertlos, minderwertig, wenn man sieht, wie andere begabt sind. Man selbst anscheinend ja so gar nicht.

[31:11] Aber dann gibt es auch die Reaktion, wenn du eine Gabe besitzt und du kennst die, dass du darauf was einbildest. Dass du aufgebläht bist, weil du ja so toll begabt bist.

[31:26] Weißt du was? Die Person kann nichts für ihre Begabung. Eine Gabe sagt gar nichts über eine Person aus. Sie sagt vielmehr über einen guten Geber etwas aus, der gerne gibt und reich gibt.

[31:40] Gaben sagen vielmehr etwas über den guten Geber aus, als über den Begabten. Vielmehr über den Sender, als über den Empfänger der Gabe. Bieten Bieten Predigt sehen von Peter, dass in Korinth es Leute gab, die Redner oder Prediger gehypt haben.

[32:24] Sie haben sie gefeiert, weil sie so toll waren. So gute Redner, so begabte Leute. Und wir merken doch, die Person kann doch nichts dafür.

[32:39] Es sagt doch viel mehr aus über Gott. Also die Schlussfolgerung, die ich möchte, dass du aus deinem Leben siehst, ist ganz einfach. Reagiere auf die Gnade Gottes nur mit Dankbarkeit und Freude an ihm.

[32:55] Wir sollten dem guten Geber danken und ihn hypen, dass er so gut ist mit uns. Dass er uns beschenkt mit Gaben, mit ihm selber und diesem großen Reichtum in der Gemeinde.

[33:07] Und ich will dir mal ein paar Fragen mitgeben, um das einfach mal zu reflektieren, um es wirklich mal praktisch zu machen. Wann bist du das letzte Mal auf deine Geschwister zugegangen und hast ihnen mitgeteilt, dass du Gott dankbar bist für ihre Gabe?

[33:24] Wann hast du das letzte Mal Gott im Gebet gedankt für die Person, auf die du eigentlich neidisch warst? Wann hast du dir selbst mal letztes Mal in Erinnerung gerufen, dass deine Gabe ein Geschenk ist?

[33:39] Und dass du dir darauf nichts einzubilden hast, weil es Gnade ist. Deine Gabe ist da und nicht um dich aufzublähen, sondern dienend sie einzusetzen.

[33:53] Hast du diesen Blick auf diese Gaben, auf den guten Geber, der auch die Immanuel-Gemeinde reich beschenkt hat? Freust du dich über diesen Reichtum?

[34:07] Wisst ihr, sich zu freuen ist nicht primär eine äußere Tat, sondern es ist eine Haltung, etwas Inneres. Es ist nichts Externes, es ist etwas Inneres. Ich will mich freuen.

[34:18] Und vielleicht reicht dir das einfach nicht. Wie reicht das nicht, um mich zu freuen? Will ich dir mal die Frage stellen, warum nicht? Warum reicht das nicht?

[34:33] Was trübt deine Freude an Christus? Weil Christus hat die Gaben doch gegeben. Weil Christus hat uns doch beschenkt. Er war doch der Geber.

[34:44] Die Ursache für deine und auch vielleicht auch für meine Unzufriedenheit liegt nie darin, dass Gott zu wenig gegeben hat.

[34:55] Es liegt nie an einem Mangel an Gnade. Es beginnt eher darin, dass wir vergessen haben, wie herrlich das Evangelium ist und wie herrlich Christus ist. Dass er gerne gibt.

[35:07] Dass er uns gerne beschenkt. Nicht, weil wir so toll sind. Wir haben Mischstände. Aber er ist so reich an Gnade. Er ist so gut. Er beschenkt nicht nur mit sich selbst, was schon genügen würde, sondern er beschenkt mit Gaben.

[35:25] Er überschüttet mit Gaben. Er ist der Geber und wir sind nur die Empfänger. Also lasst uns doch dankbar sein dafür.

[35:37] Ich möchte kurz zusammenfassen bis hierhin. Paulus ist dankbar für die Gnade Gottes, die ihnen in Jesus gegeben worden ist. Sie haben Erlösung in ihm. Sie sind reich gemacht worden in allem Wort und in aller Erkenntnis.

[35:52] Das Evangelium ist in ihnen gefestigt worden, weshalb sie keinen Mangel haben an irgendeiner Gnadengabe. Und als ob das noch nicht genug wäre, kommt Paulus zu einem weiteren Reichtum in Christus.

[36:07] Das ist die treue Gnade. Und darin zeigt sich noch, worin wir reich beschenkt sind. Ich möchte Vers 8 und Vers 9 lesen nochmal.

[36:17] Der euch auch festmachen wird bis ans Ende, sodass ihr unverklagbar seid am Tag unseres Herrn Jesus Christus.

[36:31] Gott ist treu, durch den ihr berufen seid zur Gemeinschaft mit seinem Sohn Christus, unserem Herrn. Paulus bekräftigt hier eine ganz wesentliche Sache.

[36:43] Christus wird die Korinther festigen. Es bedeutet dieses Wort festigen. Das Wort bedeutet festmachen, verankern.

[36:55] Also Christus wird die Korinther verankern mit dem Ziel, dass sie unverklagbar sein werden am Tag, wenn sie vor Jesus stehen.

[37:07] Anders ausgedrückt, Christus wird sie heiligen. Daran hält Christus fest. Und damit gibt Paulus den Korinthern eine Sicherheit.

[37:20] Christus wird mit euch Korinthern fertig. Ich kann mir irgendwie vorstellen, dass es in der Gemeinde Leute gab, die darunter gelitten haben.

[37:34] Mit so vielen Missständen, mit so viel Sünde. Und Paulus kommt hier mit seinem Brief, mit diesem Vers und will ihnen eine Sicherheit geben. Christus hat das gute Werk in euch angefangen.

[37:46] Er wird es auch vollenden. Er kommt mit euch ans Ziel. Anders ausgedrückt, für Christus ist der größte Sünder nicht zu groß.

[37:58] Er wird fertig mit dir. Und Paulus spricht hier auch den Korinthern eine Sicherheit zu, dass Christus sie nicht fallen lässt.

[38:11] Christus wird die Korinther nicht verlassen wegen ihrer Untreue. Er hält an ihnen fest. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, sie zu heiligen. Und das schenkt eine Sicherheit, die auch wir uns zusprechen dürfen.

[38:26] Christus macht uns fest. Er wird uns nicht verlassen wegen unserer Untreue. Vielleicht denkst du jetzt, mag sein, aber sollten wir uns nicht darauf achten, uns keine falsche Sicherheit zu geben?

[38:46] Wisst ihr, ich denke manchmal, dass wir uns gar keine Sicherheit geben. Und die Sicherheit, die uns die Bibel gibt, die reden wir klein. Christus wird uns nicht verlassen.

[39:02] Er wird uns festigen. Er wird uns weiter heiligen. Wisst ihr warum? Weil es wahr ist. Paulus würde ansonsten doch ein Risiko eingehen. Den Korinthern gegenüber.

[39:15] Paulus würde den Korinthern eine falsche Sicherheit geben, wenn das nicht wahr wäre. Aber das macht er nicht. Er sagt ihnen zu, es gibt eine Sicherheit. Die wir uns auch geben dürfen.

[39:28] Dass Christus euch nicht verstoßen hat wegen eurer Missstände und es auch nicht wird. Er wird euch festigen. Und Paulus begründet das mit Vers 9. Gott ist treu.

[39:41] Und er hat euch berufen zur Gemeinschaft mit seinem Sohn. Christus wird mit mir fertig.

[39:53] Und dass ihr mich nicht falsch versteht, dieser Vers ist kein Freifahrtschein jetzt zum Lossündigen. Ach, er wird eh fertig mit mir. Das sehen wir in den folgenden Kapiteln.

[40:05] Paulus ermahnt sie scharf. Und erinnert sie an ihre Verantwortung. Und dieser Vers ist auch kein Zurücklehnen jetzt in die Hängematte. Wir haben die Verantwortung, im Glauben zu bleiben.

[40:18] Im selben Buch, Kapitel 16 steht, wacht, steht fest im Glauben. Beides stimmt. Christus wird festhalten. Von seiner Seite aus schmeißt er uns nicht raus.

[40:32] Wir haben die Verantwortung, aber ihn weiterhin als Herrn zu bekennen. Denn Christus wird nur die festigen, die ihn als Herrn bekennen. Aber da stellt sich die Frage, wie sieht denn dieses Festigen aus?

[40:43] Einmal, ich habe vergessen, das Bild zu erklären. Einmal ist es wie so, dass ein Vater an seinem Kind festhält und seine Schritte dadurch festigt.

[40:57] Das macht Gott mit den Korinthern und auch mit uns. Aber da stellt sich die Frage, wie sieht dieses Festigen denn aus? Einmal, Christus nährt dich durch sein Wort.

[41:09] Christus zeigt dir deine Abhängigkeit auf, wodurch du das beten lernst. Christus stärkt durch Gemeinschaft und Christus prüft dich durch Leid und stanzt seinen Charakter ein.

[41:27] Und in all dem erfahren wir doch, dass er treu ist mit uns. Vielleicht bist du manchmal über deinen eigenen geistlichen Zustand verzweifelt. Willkommen im Club.

[41:44] Das ist ein gutes Verzweifeltsein. Das ist ein gutes Leiden, wenn wir nicht in dem Zustand bleiben wollen. Aber deswegen will ich dir heute diese große Ermutigung mitgeben.

[41:57] Er wird dich festigen. Er wird weiterhin dich nähren, dir deine Abhängigkeit zeigen, dich stärken und dich prüfen und prägen.

[42:08] Und das gibt, das gibt eine Sicherheit. Gott lässt uns nicht längst liegen, wenn wir untreu sind. Aber wenn er, wenn wir untreu sind, bleibt er dennoch treu.

[42:18] Wir sind nicht mehr treu. Wisst ihr, wenn wir eines Tages in den Himmel gehen und vor Jesus stehen, dann werden wir uns nicht selber auf die Schulter klopfen.

[42:32] Weil wir so beeindruckt sind, dass wir es geschafft haben. Wenn wir Jesus sehen, werden wir unseren eigenen geistlichen Bankrott sehen und nur ihn ehren können, weil er uns durchgetragen hat und seine große Treue bewiesen hat.

[42:47] Wenn du bei Christus ankommst, bist du ihm danken, dass er trotz deiner korinthischen Zustände an dir festgehalten hat und dich gefestigt hat.

[43:00] Halleluja. Und hiermit will ich dich eigentlich auch aus dem Gottesdienst entlassen. Dass du mit einer tiefen Dankbarkeit für Jesus herausgehst.

[43:12] Das ist meine Anwendung heute. Dass du damit in die Woche gehst. Dass du einfach dankbar bist für ihn. Für seine Person. Dass er dich reich gemacht hat mit sich selber und dich reich gemacht hat auch mit Gaben.

[43:28] Für diesen treuen Sohn. Der an deiner Seite bleibt. Der an dir festhält. Auch wenn du ihn nicht bezeugt hast vor deinen Arbeitskollegen. Wenn du wieder versagt hast in der Reinheit.

[43:40] Wenn du versagt hast im Umgang mit deinen Eltern oder mit deiner Frau. Er hält fest. Und er wird dich festigen. Wir sind mit Jesus so reich beschenkt.

[43:53] Also lasst uns doch an ihm erfreuen. Lass uns erfreuen und dankbar sein. Einfach für ihn. Dass dieser treue Gott doch festgehalten hat an seinen Erlösungsplan.

[44:07] Der Fest hielt an den Menschen, die ihn bespuckt haben. Ihn geschlagen haben. Die ihn ausgepeitscht. Und sogar verspottet haben mit einer Dornenkrone. Und gelästert haben am Kreuz.

[44:18] Steig doch herab. Und Christus hielt fest. Was für ein Gott. Der uns reich beschenkt hat mit seiner Gnade. Mit Gaben und vor allem mit seinem Sohn.

[44:30] Und dieser Vers. Wer ist ein Gott wie du. Der die Sünden vergibt und dem Überriss seines Erbteils die Übertretung erlässt. Der seinen Zorn nicht alle Zeit festhält. Sondern Lust hat.

[44:43] Lust an der Gnade hat. In Micha 7. Halleluja. Preist unseren treuen und gnädigen Gott. Der an seinen Kindern festhält.

[44:54] Sie festigen will. Und an seiner Gnade zu jedem Menschen festhält. Und deshalb will ich dich am Ende aufrufen. Komm heute zum Herrn.

[45:05] Komm heute zu Jesus. Vertrau ihm dein Leben an. Tu Buße über deine Sünde. Und er wird dir vergeben. Übergib dem Herrn die Herrschaft über dein Leben.

[45:20] Amen. Wir wollen jetzt gemeinsam als Gemeinde.