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Guten Morgen miteinander. Vielen Dank, Daniel, für die Einleitung.! Ich hoffe, meine Stimme hebt. Es kommt davon, wenn man ohne Jacke in der Jungschar rumrennt.
Genau! Also wir hatten beim Rückblick von letztes Mal, das ist ja die zweite Predigt im Hiob-Buch, über das Buch Hiob, hatten wir, dass Gott es zulässt, dass der Hiob geprüft wird.
Wir sehen die Diskussion im Himmel, der Satan kommt und sagt und fragt Gott, ja, der Hiob ist doch nur gläubig, nur so heilig, weil du ihn segnest.
Also mit dem, weil der Hiob materiell gesegnet ist, deswegen ist er gläubig. Das fragt der Satan. Und Gott lässt es zu darauf hin, dass der Hiob geprüft wird.
Also das ist immer diese Ausgangslage, das müssen wir immer im Hinterkopf haben. Also der Zusammenhang. Wir haben dann auch gelernt, dass der Satan nur so viel darf, wie Gott ihm erlaubt.
Gott sagt ihm, dem Satan, nur schone sein Leben. Also sein Leben darfst du nicht mitnehmen. Und der Satan macht es auch nicht, weil er es nicht darf. Also der Satan darf nur so viel, wie Gott ihm erlaubt.
So und jetzt, Hiob's Freunde, kommt dieser Schluss vom Kapitel 2, das haben wir gar nicht angeschaut letztes Mal, da kommen diese drei Freunde von Hiob zu Hiob.
Das ist der Eliphaz, der Bildat und der Zophar, um ihn zu trösten. Und wir lesen da in den letzten Versen, das lesen wir, in Kapitel 2 vom Buch Hiob, ab Vers 11, da steht, als aber die drei Freunde Hiobs von all diesem Unglück hörten, dass über ihn gekommen war, kamen sie, jeder von seinem Ort, nämlich Eliphaz, der Themaniter, der Bildat, der Schuchiter und der Zophar, der Naamiter.
Diese verabredeten sich, miteinander hinzugehen, um ihm ihr Beileid zu bezeugen und ihn zu trösten. Und als sie von Ferne ihre Augen erhoben, erkannten sie ihn nicht mehr, den Hiob.
Da erhoben sie ihre Stimme und weinten, und jeder zerriss sein Gewand, und sie warfen Staub über ihre Häupter zum Himmel. Dann setzten sie sich zu ihm auf den Erdboden sieben Tage und sieben Nächte lang, und keiner redete ein Wort mit ihm, denn sie sahen, dass sein Schmerz sehr groß war.
Also das ist sehr gut, dass man nicht gleich mit Belehrungen kommt als Freund. Wenn man sieht, dem Freund geht es nicht gut, und es ist auch die Zahl sieben, die hier hervorkommt, also die vollkommene Zahl, also genau die richtige Zeit, die der Hiob gebraucht hat, mal für den Anfang.
Auch ganz wichtig in der Seelsorge, dass man auch mitträgt, dass man weint mit den Weinenden. Und dann geht es weiter. Es hört hier nicht auf.
Sie gehen da nicht wieder, die Freunde, sondern bleiben noch. Und was sie genau jetzt machen, die Freunde mit dem Hiob, das hören wir jetzt in den folgenden Kapiteln. Ich sehe, das ist Kapitel 4 bis 37.
Das können wir unmöglich im Einzelnen anschauen, aber zusammenfassend und überblicksmäßig schauen wir es an. Es sind nämlich auch menschliche Worte, auch unweise Worte, die da geschrieben sind.
Also wir dürfen das ruhig auch im Überblick hier lesen. Die Frage, die sich stellen muss, ist, ob jetzt der Hiob jetzt immer noch so unschuldig und heilig ist, wie Gott es gesagt hat.
Weil wir lesen doch in den nächsten Kapiteln, dass der Hiobs den Tag seiner Geburt verflucht. Ja, wäre ich nie geboren gewesen, wäre meine Mutter unfruchtbar gewesen.
Also er wünscht sich das. Und dass der Hiob Gott als seinen Feind betrachtet. Dass Gott das zulässt, dass es mir so schlecht geht. Genau, da haben wir diese Verse.
Also Hiob 3, Vers 1 der Nacht, hat Hiob seinen Mund auf und verfluchtet den Tag seiner Geburt. Und dann auch später, Hiob 6, Vers 4, denn die Pfeile des Allmächtigen stecken in mir.
Mein Geist trinkt ihr Gift. Die Schrecken Gottes bestürmen mich. Und hier können wir diese gegensätzlichen Darstellungen. Gott sagt, der Hiob ist unschuldig.
Aber das, was der Hiob sagt, das zeigt doch, dass er nicht unschuldig ist. Wie können wir das vereinbaren? Wir müssen hier sehen, dass der Hiob kein sündloser Mensch war. Jesus war nicht, der Hiob war nicht Gott.
der Hiob ist ein normaler Mensch, der auch sündigt. Er hat nicht ruhig und gelassen mit einer stoischen Ruhe gelitten.
Er hat gelitten, er hat den Schmerz ausgedruckt. Und eben der Hiob war auch ein ganz realer Mensch, so wie du und ich. Er hat Gefühle gezeigt, er hat Emotionen gezeigt, die wir auch heute haben als Gläubige.
Wir haben auch mit Leid zu tun und das dürfen wir auch zeigen. So, und heute geht es um diese drei Freunde und der Elihu, der dann auch noch dazu kommt.
hier sehen wir die Übersicht, sehr hilfreich, nämlich das ist in drei Zyklen. Also wir sehen zuerst der Eliphaz, der Hiob, der dann darauf antwortet, dann der Bildat und dann auch wieder der Hiob, der auch antwortet und so weiter.
Es geht dann bis zum Schluss der Elihu, der Hiob, der dann darauf antwortet. So, in einem schnellen Durchlauf dieser vielen Kapitel, was fällt auf, wenn wir diese Kapitel lesen?
Es fällt auf, dass die Antworten vom Hiob immer länger sind, als die Reden von seinen Freunden selber. Also der Hiob antwortet lang.
Und in Hiob 25 ist der Bildat, seine Rede ist sehr kurz. Also er kann dann nicht mehr sehr viel antworten oder Neues dazu sagen.
Das fällt auf. Aber auch die Rede vom Zofa im letzten Zyklus, dass die fehlt. Also eine von diesen drei Zyklen, die letzte vom Zofa, hier kommt der Zofa nicht vor, dafür der Elihu, die Rede fällt aus.
Und das zeigt so ein bisschen, kann andeuten, dass der Hiob einen verbalen Sieg gewonnen hat gegen seine Freunde. Also die Freunde möchten etwas beweisen und der Hiob kann aber dagegen argumentieren.
So, der, genau, das Kapitel 28, das ist ein spezielles Kapitel, weil es eine Pause zeigt.
Eine Pause zwischen den Reden, zwischen den drei Zyklen und den drei Monologen von Hiob, dem Elihu und dem Herrn. Und diese Pause in diesem Kapitel 28, das zeigt die Sinnlosigkeit der Dialoge, also dass die Menschen sinnlos miteinander reden, solange sich Hiob und seine Freunde auf die menschlichen Argumente stützen.
Und hier lesen wir eben Hiob 28, 12 bis 13 und 20 bis 22, aber die Weisheit, wo wird sie gefunden und wo ist der Fundort der Einsicht? Der Sterbliche kennt ihren Wert nicht und im Land der Lebenden wird sie nicht gefunden.
Woher kommt denn nur die Weisheit und wo ist die Fundstätte der Einsicht?
Sie ist verborgen vor den Augen alles Lebendigen und vor den Vögeln des Himmels versteckt. Der Abgrund und der Tod sprechen, wir haben mit unseren Ohren ein Gerücht von ihr gehört.
Also wir sehen hier die menschliche Argumentation, die hält nicht Bestand der Weisheit von Gott. Hiob 29 bis 31, also gegen Schluss von diesen Reden, von diesen Reden, zeigt es uns, also die Reden von den Freunden, die werden von Hiob ignoriert.
Also Hiob hört dann auch gar nicht mehr auf die Reden und wendet sich an Gott, weil er will, dass Gott ihn wiederherstellt, rechtlich. So und dann kommt der Elihu, Kapitel 32, 37, nach all den Zyklen und den Reden und diese Reden vom Elihu, die bereiten dann auf die Rede von Gott vor.
Das ist dann die letzte Predigt, also die nächste, die dritte. So, das war jetzt ein kurzer Überblick über all die Kapitel, jetzt schauen wir uns das genauer an. Wir müssen hier unbedingt verstehen, dass es menschliche Reden sind.
Wir haben in der ersten Predigt gesehen, dass der Hiob unschuldig ist und der Satan das Böse wirkt. Und in der nächsten Predigt, in der letzten Predigt, da sehen wir, dass Gott das letzte Wort hat.
Also Menschen können viel reden, aber am Schluss hat Gott das letzte Wort. Die Freunde von Hiob, die fragen sich natürlich, warum kommt es jetzt zu diesem!
Leid von Hiob? Warum muss der leiden? das ist eine berechtigte Frage. Also das große Warum, warum können sie ihren Freund nicht mehr wiedererkennen? Das Coole finde ich an Buch Hiob, dass das Buch nicht die Antwort gibt auf die Frage.
Weil wir denken, ja, müssen wir nur das lesen, dann wissen wir es. Nein, das ist auch nicht das Hauptthema vom Buch Hiob, dass es eine Antwort gibt aufs Leiden, sondern es geht um die Frage von Hiob 1, Vers 9, das ist der Zusammenhang, eben, dass der Satan sagt, der Hiob ist nur gläubig, weil er gesegnet ist.
Also Hiob 1, Vers 9, der Satan aber antwortet dem Herrn und sprach, ist Hiob umsonst gottesfürchtig? Es ist nicht das Hauptthema, warum Hiob bleiben muss, sondern es geht um die richtigen Motive in der Beziehung zu Gott.
Nicht, weil wir gesegnet sind von Gott, glauben wir an Gott, sondern war es, und das schauen wir jetzt uns an. Aber was sagen jetzt diese Hiob, die Freunde von Hiob, was sagen sie?
Wir sehen das, überblicksmäßig gesagt, dass die Freunde von Hiob richtige Glaubensprinzipien haben, also sie haben sich gut überlegt, was sie sagen, aber sie wenden das falsch an, auf die Situation von Hiob.
Gehen wir mal zu dem Eliphaz, das ist der Erste, der spricht. Hier als Hilfe, ist ein bisschen viel Text, müsst ihr das nicht alles lesen. Eliphaz erkennt als allererstes, dass Gott große und unergründliche Taten vollbringt, wenn er die Welt regiert.
Hiob 5, Vers 9, der große unerforschliche Dinge tut, Wunder, die nicht zu zählen sind. Gott nutzt seine Macht und Weisheit, um soziale Gerechtigkeit zu schaffen, sei es, indem er die Niedrigen befreit oder die Pläne listiger Verbrecher verhindert.
Wir sehen hier, manchmal züchtigt eben Gott Menschen durch Leiden. Also er lässt etwas passieren, dass wir mal uns besinnen. Auf was kommt es darauf an im Leben?
Dann weiter, der Eliphaz wirft Hiob vor, also ein Vorwurf, dass er, der Hiob, eine verzerrte Sicht hat auf Gottes übernatürliche Art.
Hiob 22, 12 bis 14, dass er so hoch im Himmel thront, dass er nicht sehen kann, was auf der Erde geschieht. Also als ob Gottes Sehen nicht sehen könnte, dass Gott ihn nicht sehen könnte, den Hiob.
Dann sehen wir den Bildert, er betont, dass Gott gerecht ist, das stimmt, weil er niemals einen Unschuldigen verwirft.
Hiob 8, Vers 3, 20 bis 22. Beugt denn Gott das Recht oder verkehrt der Allmächtige die Gerechtigkeit?
Siehe, Gott verwirft den Unschuldigen nicht und er reicht auch keinem Übeltäter die Hand. Während er deinen Mund mit Lachen füllen wird und deine Lippen mit Freuden geschrei, werden deine Hasser mit Schande bekleidet werden.
Und das Zelt der Gottlosen wird nicht mehr sein. Also Gott ist gerecht, er wird den Unschuldigen nicht verwerfen, sondern die Gottlosen bestrafen.
Hiob 18, 5 bis 21. Ich lese da nur den Vers 5. Jawohl, das Licht der Gottlosen wird erlöschen und die Flamme seines Feuers nicht mehr leuchten. Dann lobt dieser Bildat, der lobt Gottes souveräne Macht und Herrschaft über das ganze Universum.
Herrschaft und Schrecken sind bei ihm, Frieden schafft er in seinen Höhen, sind seine Scharen zu zählen und über wem überhebt sich nicht sein Licht.
Dann haben wir den Sofa. Er stimmt mit dem Eliphaz überein, also dem, der zuerst geredet hat, dass Gott weise und für den Menschen unergründlich ist.
Da heißt Hiob 11, 6 bis 9 und dass er dir doch die Geheimnisse der Weisheit verkündete, denn es gibt noch doppelt so viele, wie du weißt.
So würdest du erkennen, dass Gott dir noch nachlässt von deiner Schuld. Kannst du die Tiefe Gottes ergründen und zur Vollkommenheit des Allmächtigen gelangen? Sie sind Himmel hoch, was willst du tun?
Tiefer als das Totenreich, was kannst du wissen? Ihre Ausdehnung ist größer als die Erde und breiter als das Meer. Und dieser Zofa, der erklärt auch, dass Gott allmächtig ist.
Der Vers 10 vom Kapitel 11, wenn er einherfährt, kann er verhaften und vor Gericht stellen. Wer will es ihm wehren? Wir sehen hier, dass alle drei Freunde von Hiob eine falsche Annahme haben.
Sie haben vieles richtig gesagt, aber sie wenden das falsch an auf den Hiob, weil sie die Annahme haben, dass der Hiob leidet wegen einer geheimer Sünde. Ja, du leidest, weil du gesündigt hast.
Das muss so sein. Von irgendwo muss es kommen, dass du leidest. Du hast wahrscheinlich gesündigt. Sie drängen ihn dann auch zur Umkehr zu Gott, damit er ihn erlösen kann.
Da haben wir dann verschiedene Stellen. Also es muss irgendeinen Grund haben, warum du leidest. wie schon erwähnt, in der ersten Predigt gibt es auch heute noch Christen, die leiden und dann jemand zu ihnen kommt und sagt, du hast wahrscheinlich wegen deiner Vergangenheit, wegen dem und dem, was du falsch gemacht hast, deswegen musst du jetzt büßen dafür.
Wir lesen dann später noch darüber, wie ist jetzt die Sicht von Hiob auf Gott in der ganzen Sache, weil der redet ja auch ganz viel in diesen Kapiteln, viel mehr als seine Freunde.
Der Hiob, der hat nämlich eine geteilte Sicht von Gott oder über Gott. Er sagt, dass nachdem der Allmächtige ihn erschaffen hat und Leben eingetaucht hatte, dass Gott über ihn wachte, über ihn und seine Familie.
Aber nun glaubte Hiob, dass Gott sich gegen ihn gewandt hat und ihn wie ein Feind behandelt. Also etwas muss Gott gegen mich haben, dass er mich straft. Gott gegen ist.
Und dieser Glaube oder diese Überzeugung, dass Gott gegen mich ist, das prägt auch das Handeln und das Verständnis von Gottes Eigenschaften, von Hiob.
So, die, obwohl das der Hiob anerkennt, dass Gott ja weise ist und mächtig ist, dass er mächtig ist, glaubt der Hiob, dass Gott seine Macht willkürlich missbraucht.
Also ich habe mir überlegt, den Hiob, den strafe ich, den lasse ich leben. Also willkürliche Handlung, denkt der Hiob. Wie gesagt, die Stellen lesen wir nicht, das wäre viel zu lange, aber ihr könnt das auch aufschreiben und auch nachlesen.
Genau, der zweite Punkt da, dass der Allmächtige seine Macht wahllos benutzt, um den unschuldigen Hiob zu misshandeln oder die Bösen zu bestrafen, die es verdienen.
Auch der Hiob stellt Gott als ungerechten Richter dar. Er ist grausam und ihm und vielen unschuldigen Opfern soziale Ungerechtigkeit gegenüber unfair ist.
Der Hiob stellt aber auch Gott als einen verborgenen und unsichtbaren Richter Hiob stellt den Herrn als einen zornigen Gott dar, der ihn hart bestraft.
Aber der Hiob nimmt Gott als einen verborgenen und unsichtbaren Richter wahr, der sich nicht zeigt. Oder es ist das, was der Hiob auch sagt, aber es kommt etwas, was gut ist beim Hiob.
Es ist nicht alles schlecht bei ihm. Die nächste Folie zeigt, dass es positiv ist, dass er mit seinen Freunden zustimmt, dass Gott der souveräne Schöpfer und Herrscher ist, der unergründlichen Dinge.
Schöpfer und Herrschaft über das ganze Universum vollbracht hat. Und er erkennt auch, dass alles, die ganze Macht, alles was Gott tut, es ist alles in seiner Hand.
Also dass es von Gott kommt, das stellt er fest. Und eben einschließlich von Hiobs Leid und Krankheit. Und das müssen wir dem Hiob zurechnen, dass er von Anfang an gewusst hat, hey, das kommt von Gott.
Das ist alles das Gute und Schlechte. Er sagt ja auch seiner Frau, wenn wir das Gute von Gottes Hand nehmen, sollen wir dann nicht auch das Schlechte von seiner Hand nehmen. Also beides weiß der Hiob, das kommt von Gott.
Der Prolog, also die Einleitung hat ja gezeigt, dass es Gottes zulassender Wille war, dass der Hiob leiden muss und dass der Satan begrenzte Macht über Hiob hat.
So, jetzt kommt noch eine Person auf die Bühne und das ist nämlich der Elihu.
Nach den langen Kapiteln, langen menschlichen Reden, die viel Gutes beinhalten, aber wie die menschliche Rede ist, auch viel wo falsch angewendet wird, sehen wir jetzt der Elihu und wie sieht denn seine Sichtweise auf Gott aus.
Der Elihu hat eine ausgewogene Sicht auf Gott und die Beziehung zu den Menschen. Das müssen wir festhalten. Der Elihu korrigiert die Ansicht von Hiob über die Verborgenheit Gottes, indem er sagt, dass Gott sich auf geheimnisvolle Art und Weise offenbart, durch Träume, durch eben auch Schmerz, durch Krankheit und Engel.
Er auch Gottes Offenbarung ist, wie Gott sich zeigt, dass er das zulässt. Der Elihu ergänzt die Lehre von Eliphas über Leid und Schmerz und erwähnt sogar, dass es eine vorbeugende Maßnahme ist von Gott, dass er uns vom Sündigen abhält oder vom Sündigen aber auch dass es eine erzieherische Maßnahme ist.
Wie beim Paulus, der ein Dorn im Fleisch hat, wir wissen es nicht, was es war, vielleicht ein Augenleiden, aber das hat Gott zugelassen, dass er nicht überheblich wird. Das ist ein Beispiel. Dann der Elihu Hiob mit vielen rhetorischen Fragen unterweisen wird und Gott nutzt Leiden, um die Aufmerksamkeit der Menschen auf seinen Stolz zu lenken.
Das war nämlich auch die Überzeugung vom Elihu, dass der Hiob stolz ist, dass er sich aufruht auf seiner Gerechtigkeit. Das ist eben eine fälschliche Annahme, dass der Hiob stolz war, doch Gott, der Herr, geht darauf einen dann doch über den Stolz, wo er dann fragt, warum leide ich?
Und Gott sagt, du hast gar kein Anrecht, die Frage zu stellen. Warst du dabei, als ich die Erde geschaffen habe? Aber das ist mehr in der dritten Predigt. Der Elihu erklärt, dass der Ermächtige die Gerechtigkeit nicht verdreht.
Das ist auch eine Frage, die nachher beantwortet wird. Warum? Es kein Segen. Das ist die Theologie hinter diesen Freunden, aber auch hinterm Elihu.
Wenn du glaubst, bist du gesegnet, wenn du nicht glaubst, bist du bestraft. Das ist die allgemeine Theologie oder die Lehre von den Freunden, vom Hiob.
Gott verträgt die Gerechtigkeit nicht, sondern ist souverän, er ist ein innenwohnender, gerechter und unparteiischer Herrscher. Der nicht nach menschlichen Maßstäben belohnt.
Deswegen erscheint Gott eben manchmal grausam. Aber Gott ist größer als unser menschlicher Verstand und ist nicht beeinflusst von der Gerechtigkeit oder Sünde eines Menschen.
Das bedeutet aber nicht, dass er unpersönlich ist. Der Elihu erklärt, dass wir Gott nicht zu irgendetwas verpflichten können. Es ist nicht ein Wenn-Dann.
Wir können nicht von Gott erwarten, dass er uns jetzt segnet. Das entscheidet er. Er ist der, der Segen schenkt. So, das ist ein ganz langer Text. Der Elihu korrigiert die Theologie von Hiob, indem er argumentiert, dass Gott mächtig ist, aber nicht willkürlich in seiner Macht.
Er ist ein souveräner Lehrer, den Hiob nicht zu korrigieren versuchen sollte. Vielmehr soll der Hiob seine Stärke und Macht durch Lieder preisen. Auch interessant.
In deinem Leiden preise Gott. Das ist toll. Vieles, was Elihu sagt, ist sehr gut. Es stimmt. Die beeindruckenden der Majestät von ihm bewundern die wunderbaren Werke in der Natur dann die mächtigen Gewitter, Schneestürme unbegreiflich groß sind.
Das sind ganz lange Abschnitte. Dass Gott eben der große souveräne Gott ist, der das Gewitter beherrscht, während er Blitze wie Pfeile aus seinen Händen schleudert.
Er erhebt seine majestätische Stimme im Donner. Also das sind alles Beschreibungen über Gott, die stimmen. Gott ist der, der das Wetter lenkt und spannend zu der Zeit von Hiob, ist es auch metaphorisch zu den Göttern damals, ganzen mesopotamischen Regionen, die ja den Baal angebetet haben, der Wettergott, auch Fruchtbarkeitsgott, der doch endlich Regen stecken soll und der eben kein Regen schenken kann, nur Gott.
Gott ist der, der Blitze schenkt, der Regen schenkt. Der Elihu betont die göttlichen Eigenschaften der Allmacht und dreimal erklärt er sogar, dass Gott mächtig oder groß ist.
Und sechsmal verwendet er den göttlichen Titel Allmächtiger, also dass Gott alles in der Hand hat. Genau, das wird oft erwähnt im Alten Testament, 17 Mal im Rest und eben hier sechs Mal.
So, wir haben, das überspringen wir kurz, so, die Theologie der Vergeltung, das habe ich schon angetönt, das ist eben spannend, dass die Frage hier beantwortet wird, was haben wir jetzt alle gemeinsam?
Welche Theologie haben alle gemeinsam? Nämlich, sie haben die Theologie der Vergeltung. Gott bestraft die Bösen und belohnt die Gerechten.
Da die Gerechten immer gesegnet sind und die Bösen immer Gottes Urteil erhalten, muss Hiob hier ein Sünder sein.
Also etwas muss er gemacht haben, weil Gott ihm ja alle materiellen Segnungen genommen hat. Und da Gott ja niemals die Gläubigen bestraft oder die Bösen verschont, behaupten eben alle drei Freunde, dass Hiobs Leiden ein Zeichen von einer verborgenen Sünde ist.
Der Eliphaz deutet an und Bildert erklärt, dass Hiobs Kinder als Strafe für ihre Sünden getötet wurden. Brutal.
Also sagt es mal euren Freunden, die leiden. Ja, das ist wegen deiner Sünde sind die gestorben. Also die Theologie der Vergeltung. Dann in dem zweiten Zyklus sehen wir, dass die Reden von allen drei Freunden sagen, Gott wird die Gottlosen bestrafen.
Der Gottlose muss mit Sicherheit bestraft werden. Der Eliphaz, auch der Zophar erklärende dem Hiob, sie zeigen ihm, du hattest doch so viel Reichtum, du hattest doch so viel Segen von Gott, haben das verglichen mit der Vorstellung, dass die Gottlosen vorübergehend Wohlstand genießen können, aber Gott ja dann das Strafgericht auf sie wartet.
Also Gott bestraft den Bösen. Der Hiob spannenderweise weist alle diese Anschuldigen zurück von seinen Freunden, dass seine Kinder gestorben sind wegen den Sünden von seinen Kindern, von ihm.
Und stellt eben diese Lehre der Vergeltung in Frage. Das ist spannend. Indem er Gegenbeispiele zeigt, für die Wohltaten und den Wohlstand der Gottlosen anführt.
Wo er zeigt, ja Moment, die Gottlosen, es gibt Gottlose, die super reich sind, denen es super gut geht, menschlich gesehen, das geht nicht auf. Also dass die Gläubigen reich sind und dass die nicht gläubigen arm sind, das geht nicht materiellen Segen, dass ja der Satan sagt, am Anfang, kleine Erinnerung, Hiob 1, Vers 9, ja der Hiob ist doch nur gläubig, weil er so gesegnet ist.
Das ist auch das, was die Freunde vom Hiob so ein bisschen sagen, ja, in deinem Fall bist du Sünder, weil du leidest. So, er zeigt das eben, dass die Gottlosen auch Wohlstand haben können und haben und er stellt zu Recht die Schlussfolgerung in Frage, dass Gott Kinder für die Sünden ihrer Eltern bestraft.
Also es kann doch nicht sein, dass meine Kinder leiden wegen meiner Sünde oder weil ich gesündigt habe, sterben meine Kinder. Doch wenn Hiob Gott vorwirft, ihn zu Recht für seine Sünden zu bestrafen, sind Hiobs Aussagen widersprüchlich, weil unbewusst der Hiob doch an dieser Vergeltungslehre festhält.
Also irgendwie ist der Hiob da doch drin, weil der Hiob nicht versteht, warum er jetzt leidet. Das weiß er selber auch nicht. Und selbst der Elihu, wo wir denken, der ist doch ein spezieller Mann, auch er argumentiert, dass Gott nach dem Prinzip der Vergeltung handelt, damit er ihm nicht vorgeworfen werden kann, die Gerechtigkeit zu verdrehen.
Also das Gleichnis, wenn wir gerecht sind, wenn wir gläubig sind, dann segnet uns Gott doch auch. Also der Elihu argumentiert auch mit dem. Und das ist eben auch die zweite Aussage vom Buch Hiob, dass eben auch das Buch Hiob das widerlegen möchte, also dieses Gleichnis.
Wenn wir glauben, dann geht es uns gut, wir sind reich, wir haben keine Sünde, wir sind ohne Leid, das Buch Hiob möchte das widerlegen.
Also wenn jemand predigt, wenn du gläubig bist, wirst du gesegnet, du wirst keine Leiden haben, wirst mit Reichtum gesegnet werden, dann sollen sie mal das Buch Hiob lesen. Weil das Buch Hiob zeigt, dass das nicht stimmt.
Also es gibt keine automatische Verbindung, die wir herstellen können, wenn wir gläubig sind, dass uns alles gut geht und materiell physischer Wohlstand uns gesichert ist.
Was machen die Freunde Hiobs dadurch unbewusst? Sie schränken Gottes Souveränität ein. Dass doch Gott der ist, der das schenkt oder auch nicht schenkt. Also machen da einen Automatismus.
Gott also wir können auch nicht Gottes Handlungen vorhersagen. Wenn er gläubig wird, dann wird er gesegnet werden.
Das ist oft so, aber wir erleben Gottes Segen nicht immer. Also jetzt materiell gesehen natürlich. So, wir haben heute Morgen gesehen, diesen vielen Kapiteln, zuerst einmal die drei Freunde von Hiob sieben Tage, sieben Nächte lang zu ihm kommen, mit ihm weinen, im Staub sitzen und nichts sagen.
Das ist auch mal gut, wenn wir einfach mal gar nichts sagen. Sie schweigen und mit ihnen das Leben teilen, Anteil haben. Das ist sehr wichtig in der Seelsorge.
Aber auch, dass die drei Freunde von Hiob und der Elihu auch richtige Glaubensprinzipien hatten, dass Gott allmächtig ist, dass Gott alles in der Hand hat. Aber sie haben das falsch auf Hiobs Situation angewendet, dass er leidet wegen einer Sünde.
Wir haben gesehen, dass Hiobs Sicht auf Gott geteilt ist, dass er am Anfang auch bestätigt hat, Gott hat mich erschaffen, Gott hat mich gesegnet, aber jetzt muss Gott gegen mich sein, weil ich leide.
Wir sehen auch, haben gesehen, dass Hiob Gott für all das, was geschehen ist, verantwortlich macht. Es kommt alles aus seiner Hand. Das ist gut. Hiob weiß, Gott schickt das Gute und lässt das Böse zu.
Wir haben gesehen, dass der Elihu gekommen ist und korrigiert hat, die Freunde von Hiob, den Hiob selber,! Und dass er eben auch gesagt hat, dass Gott Menschen durch Leiden erzieht.
Dass Gott Leiden zulässt, um Menschen auf den Weg zu bringen. Und jetzt zuletzt haben wir gesehen, dass nicht alle an dieser Lehre der Vergeltung, an der Theologie der Vergeltung festgehalten haben.
Gott bestraft die Bösen und belohnt die Gerechten. Wir müssen hier festhalten, das stimmt ganz oft. Also wenn wir mit Gott leben, nach Gottes Wort leben, geht es uns gut in Beziehung auf Gott.
Das garantiert uns aber nicht den Reichtum, es garantiert uns nicht unendlich Geld oder ein Leben ohne Leid. Und wir sehen auch, heute auch noch, dass es Leute gibt, die nicht an Gott glauben und es geht ihnen super, menschlich gesehen.
Sie sind reich, es fehlt ihnen an nichts. Aber auch da hat Elihu gesagt, irgendwann ist das Leben zu Ende und die Bestrafung kommt dann für die Gottlosen.
Ich möchte hier schließen die Predigt. Wir sehen dann bei der nächsten Predigt, wie dann Gott auf das alles antwortet. Ich freue mich darauf, lese die nächsten Kapitel zur Vorbereitung und ich bete noch zum Schluss.
Vater im Himmel, ich danke dir, dass du mir meine Stimme geschenkt hast, dass ich predigen durfte. Danke, du bist treu und müssen wir nicht an falschen Glaubensprinzipien festhalten, wie sank sank sank sank sank so wie du möchtest, Herr.
Wir dürfen nach deinem Wort leben. Wir haben Jesus Christus, der uns segnet durch deine Gnade. Nicht durch das, was wir getan hätten, sondern was du getan hast, Herr.
Danke bist du auch der, der gerecht richtet, nicht nach unseren Taten. Und dass du auch uns siehst, dort wo wir leiden. Schenk du, dass wir unseren Freunden begegnen können, wie du es möchtest, dass wir mit ihnen, das Leid teilen, mit ihnen weinen, mit ihnen lachen.
Danke bist du treu und gehst mit uns. Amen.