Kein Leben im Sandwich

Epheserbrief - Teil 12

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Prediger

Steffen Denker

Datum
26. Juli 2026
Predigtserie
Epheserbrief

Transkription

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Guten Morgen, liebe noch nicht entrückte Braut Christi. Also, ich weiß nicht, was ihr heute Morgen zum Zmorgen gegessen habt.

Man liebt es oder man lässt es. Das Sandwich. Üblicherweise besteht es ja aus einem aufgeschnittenen Brötli mit einem Belag in der Mitte.

Im Schnellrestaurant heißt das lauwarme Sandwich Burger. Das weiche Weißbrot heißt Bun und das Fadehackfleisch dazwischen heißt Patty.

Man sagt, dass der Begriff Sandwich zurückgehe auf den englischen adeligen John Montagu, den vierten Earl of Sandwich 1718 bis 1792.

Er wollte sein leidenschaftliches Kartenspiel nicht fürs Essen unterbrechen und ließ sich darum sein Fleisch zwischen zwei Brotscheiben legen.

Na denn, guten Appetit. Gibt es eigentlich auch ein Leben im Sandwich? Im übertragenen Sinne spricht man davon, wenn eine Person irgendwo zwischen zwei anderen Personen, Personengruppen oder Pflichten steht.

Und das kann zu einer großen Belastung werden. Zum Beispiel ein Vorarbeiter oder ein Teamleiter, der zwischen der Erwartung seiner Truppe und dem Leistungsdruck vom Chef eingeklemmt ist.

Oder dann die sogenannte Sandwich-Generation im Alter zwischen 40 und 60, die einerseits noch die heranwachsenden Kinder zu erziehen versuchen darf und andererseits die alternden Eltern immer mehr unterstützen muss.

Ermüdung und Überforderung lassen grüßen. Wie ist es nun mit dem Glaubensleben? Gibt es da auch ein Sandwich? Immerhin leben wir in der Zwischenzeit.

Wir singen ja manchmal dieses Lied von der Zwischenzeit. Zwischen dem Ersten und dem Zweiten kommen Christi. Wir gehören eigentlich zum Himmel, Epheser 1, 3, aber wir leben noch auf der Erde.

Wir wurden gerettet und wir werden gerettet werden. Wir kennen das Ziel, aber wir sind noch unterwegs. Wir haben Frieden mit Gott, stehen aber noch im Kampf mit dem Verderben.

Wir kennen die Heiligung, ringen aber noch mit der Sünde. Was allerdings unsere eigene Person in Jesus Christus angeht, zwischen dem alten und den neuen Menschen, nein, da führen wir kein Leben im Sandwich.

Es würde uns nicht zum Ziel führen. Selbst dann, wenn uns unsere Zerrissenheit uns manchmal schier zum Verzweiflung bringt, wie sie es unseren lieben Bruder, den Apostel Paulus, tat.

Römer 7. Ich elender Mensch, wer wird mich erretten von dem Leibe dieses Todes? Römer 7, 25, die Antwort.

Es ist der Herr Jesus Christus. Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur. Siehe, das Alte ist vergangen, Neues ist geworden.

2. Korinther 5, 17. Und darum sage ich, dass es gilt, ein Christenleben ist kein Leben im Sandwich.

Kein Leben im Sandwich. Wir wollen jetzt auf das Wort Gottes hören. Aus dem Epheserbrief, Kapitel 4, die Verse 17 bis 24.

Epheser 4, die Verse 17 bis 24, wo es um den alten Menschen und den neuen Menschen geht.

2 Punkte heute. Aber ich verspreche euch, nur weil es 2 Punkte sind, wird die Predigt nicht kürzer werden. Also, wir hören das Wort Gottes.

Dies nun sage und bezeuge ich im Herrn, dass ihr nicht mehr wandeln sollt, wie auch die Nationen wandeln. In Nichtigkeit ihres Sinnes, verfinstert am Verstand, entfremdet dem Leben Gottes, wegen der Unwissenheit, die in ihnen ist, wegen der Verstockung ihres Herzens.

Sie, die abgestumpft sind, haben sich selbst der Ausschweifung hingegeben, zum Ausüben jeder Unreinheit mit Gier.

Ihr aber habt Christus nicht so gelernt. Ihr habt ihn doch gehört und seid in ihm gelehrt worden, wie es Wahrheit in Christus ist, dass ihr, was den früheren Lebenswandel angeht, den alten Menschen abgelegt habt, der sich zugrunde richtet durch die betrügerischen Begierden, dagegen erneuert werdet im Geist eurer Gesinnung und in neuen Menschen angezogen habt.

Der neue Mensch ist nach Gott geschaffen, in Gerechtigkeit und Heiligkeit der Wahrheit. Bevor wir jetzt da in die Details gehen, möchte ich zu unserer Orientierung einen kleinen Überblick geben.

Wo befinden wir uns überhaupt? Wir haben ja jetzt viele Predigten schon hinter uns über den Epheserbrief. Dieser Abschnitt hier über den alten Menschen abgelegt, wird erneuert und der neue Mensch befindet sich in der zweiten Hälfte des Epheserbriefs.

Hier in der ersten Hälfte des Epheserbriefs ging es um die Berufung der Gemeinde, die ersten drei Kapitel. Und hier geht es um das Leben.

Die Berufung der Gemeinde, daraus resultiert das Leben der Gemeinde. In der Mitte steht die Balkenwaage und die muss eben im Ebenmaß sein.

Waagrecht. Das Leben muss unserer Berufung entsprechen. Und jetzt wollen wir mal hier in diese zweite Hälfte vom Epheserbrief reinzoomen.

Das haben wir hier gemacht. Wo befinden wir uns? Das Leben der Gemeinde hat verschiedene Aspekte, die werden hier aufgezählt. In Kapitel 4 bis 6.

A, B, C, D, E, F, G. Leben in Einheit, Heiligkeit, Liebe, Licht, Weisheit und Kampf. Wir haben schon hinter uns sieben Predigten über Einheit.

Stellt euch das mal vor. Hier. Das Leben in Einheit. Diese Predigten hier. Heute sind wir hier. Kein Leben im Sandwich. Damit fangen wir an.

Diesen Abschnitt. Drei Predigten sollen das werden. Das Leben in Heiligkeit. Kapitel 4, 17 bis 32. Was ist der Unterschied zwischen Einheit und Heiligkeit?

Einheit kennzeichnet die Gemeinde nach innen. Heiligkeit sondert uns ab nach außen. Das ist der Unterschied. Einheit und Heiligkeit.

Und wir beginnen eben hier heute mit diesem Abschnitten Kapitel 4, Verse 17 bis 24.

Wie sieht also ein Leben aus, das von der Heiligkeit geprägt ist? Und wie sieht es nicht mehr aus, wie es früher war eben?

Das ist heute das Grundsätzliche hier. Beim nächsten Mal, die nächsten beiden Male, hören wir dann konkrete Beispiele, die Paulus aufzählt.

Also es wird das Thema sein, hier Wahrhaftigkeit, wahr, zornbefreit, freigiebig, ermutigend, geisterfüllt und versöhnlich. Das sind dann konkrete Dinge, über die wir sprechen werden bei den nächsten beiden Malen.

Heute aber das Grundsätzliche. Beim ersten Hören dieser Verse, ihr habt sie jetzt gehört und gesehen, da könnte man allerdings meinen, dass Paulus eben doch von einem Sandwich geredet hätte.

Die Unterseite ist der alte Heidenmensch und die Oberseite ist der neue Christenmensch. Und die Füllung in der Mitte bestehe dann aus dem Wirken Gottes für unsere Erneuerung.

Der helfe uns dann im Kampf von alter Mensch gegen neuer Mensch. Aber dem ist nicht so. Wir lernen heute nämlich, zuerst muss der alte Mensch abgezogen sein, damit der neue Mensch angezogen werden kann.

Und das können wir nicht selber wirken. Jesus hat uns die alten Kleider abgezogen, als wir umkehrten von unserem gottlosen Weg und begannen, ihm zu glauben.

Also wir können das Wiedergeburt nennen von oben her aus himmlischer Perspektive. Wir können es Bekehrung nennen aus der menschlichen Perspektive.

Die Erneuerung, der Beginn des Glaubens. Dieser neue Mensch wird aber nun nicht erwachsen geboren. Oder das ist nur bei Adam und Eva passiert.

Aber die wurden ja auch nicht geboren, die wurden geschaffen. Auch geistliche Geburten bringen Babys zur Welt. Und so ein Baby, geistliches Baby, braucht Wachstum und ständige Erneuerung.

Gott erneuert den neuen Menschen. Er hat es nötig. Der neue Mensch braucht es. Gott erneuert nicht den alten Menschen. Er erneuert den neuen Menschen.

Der alte ist weg. Ein Jesusjünger ist kein Sandwich aus altem Brot und neuem Brot. Die neuen Kleider werden dem neuen Menschen angezogen, nicht dem alten.

Wir behalten nicht die alten Kleider, weil sicherheitshalber doch noch im Kasten, weil man weiß ja nie, was kommt. Der alte Mensch wird nicht reformiert und nicht neu gestaltet.

Er wird nicht frisch gestrichen und nicht reorganisiert. Er wird nicht restrukturiert und nicht renoviert. Er bekommt auch kein Update. Und er wird nicht verbessert, sondern der alte Mensch ist weg.

Wir ziehen keine zwei verschiedenen Outfits übereinander an. Erst das alte und dann nochmal das neue, damit wir beim Handgepäck die Kilo sparen und fliegen können ohne Aufgabegepäck.

Machen wir nicht. Wir hinken auch nicht auf zwei Seiten. Erster König 1821. Der neue Mensch ist ein anderer Mensch. Nicht graduell, sondern prinzipiell.

Nicht besser, sondern anders. Neu in Qualität und Zeit. Neue Kleider gibt es nur für den neuen Menschen.

Also, ihr Lieben, für euer konkretes Leben im Alltag, in der Heiligung. Weg mit der Sandwich-Mentalität. Nicht oben neu, aber unten alt.

Es geht in der zweiten Hälfte vom Epheser-Brief immer darum, dass der neue Mensch gepflegt wird, wachsen kann, wie der neue Mensch in neuen Kleidern leben soll.

Und es geht um die Pflege deiner neuen Garderobe. So, jetzt können wir einsteigen.

Das Erste. Paulus redet zuerst einmal von den Tempi Passati, von den vergangenen Zeiten. Also von dem alten Mensch.

Der zweite Teil wird dann der neue Mensch sein. Paulus gibt jetzt zuerst nochmal einen Rückblick auf die vergangenen Zeiten der Epheser-Gemeinde. Früher, zu den Zeiten des alten Menschen.

Da lebten sie, wie alle anderen, um sie herum. Ihr lebtet, liebe Epheser, nicht in Übereinstimmung mit dem, was ich in der ersten Hälfte geschrieben habe.

Noch nicht in Übereinstimmung mit eurer Berufung, mit der ihr jetzt berufen seid. Aber in Kapitel 4, Vers 1, in der Mitte des Briefes, haben wir die Balkenwaage aufgestellt.

Und der Ruf ertönte, wandelt würdig eure Berufung. Damals, da lebtet ihr wie die anderen als Nichtjuden unter den Nationen.

Also Nationen heißt auf biblisch, das sind die Nichtjuden. Es gibt die Juden und die Nichtjuden, die Nationen und das Volk Israel. Und die Epheser waren großmehrheitlich eben Nichtjuden.

Und ihr habt genauso gelebt wie auch alle anderen drumherum, Vers 17 hier, wie die Nationen. Aber jetzt sollt ihr nicht mehr so leben, Vers 17. Gott hat euch die Gnade geschenkt.

Denkt daran, Epheser 2, Vers 11. Auch als Menschen aus den Nationen, also als Nichtjuden, konntet ihr Mitbürger Gottes und Gottes Hausgenossen werden.

Nicht mehr Fremde und Nichtbürger. Epheser 2, Vers 19. Gott hat nun die Jesusglaubenden aus den Nationen und aus den Juden eins gemacht. Zusammen die Zwischenwand der Umzäunung abgebrochen.

Epheser 2, Vers 14. Um Epheser 2, Vers 15. Die zwei, die zwei, ja, in sich selbst zu einem neuen Menschen zu schaffen. Die Mauer ist weg.

Der neue Mensch, sei er aus den Nationen, sei er aus den Juden, soll nun aber nicht mehr so leben wie früher. Ehrlich gesagt, an dieser Stelle hatte ich keine besondere Freude bei der Predigtvorbereitung.

Hat mir nicht so viel Spaß gemacht, weil es so deprimierend ist. Oder? Wenn ich das da lese. Aber es ist realistisch.

Und die Bibel hält uns den realistischen Spiegel vor Augen. Es ist heilsam. Drum sind doch diese Verse nötig und ehrlich. Um zu sehen, wie es wirklich um dich und mich bestellt war.

Oder eben halt noch bestellt ist. Paulus will uns nicht ärgern. Er will uns näher zu Jesus führen. Die Haltung des Heiden.

Die Haltung des alten Menschen. Wird hier in den Versen 17 bis 18 beschrieben. Seine Haltung. Der nächste Vers redet dann über die Handlung, die daraus resultieren.

Also. Das eine Wort, das hier wichtig ist, ist das hier. Nichtigkeit. Nichtigkeit. Ohne Gott ist dein Leben am Schluss.

Ein herrlich aufgeblasenes. Ein wunderschön verziertes. Ein intellektuell brillantes.

Künstlerisch hochstehendes. Nichts. Ein Nichts.

Um mit König Salomo zu reden. Eitelkeit der Eitelkeiten. Ein Ausleger hat hier einen viel zitierten Satz geschrieben, wo er sagt, Paulus beschreibe mit einem einzigen Wort.

Die Mehrheit der Bewohner des griechisch-römischen Reiches. Die Mehrheit der Bewohner des griechisch-römischen Reiches. 200 Jahre vor Konstantin. Die mit dümmlichen Methoden auf ein bedeutungsloses Ziel zustrebten.

Das ist Nichtigkeit. Ich weiß. Ich bin jetzt sehr hart. Und ich bin glasklar. Aber es ist 100% wahr.

Und ich sage es und ich bezeuge es. So wie Paulus es hier sagt und bezeugt. Ein Leben ohne Gott und ein Leben ohne Versöhnung durch Jesus Christus, durch den Retter, ist vergeblich.

Und es hat niemand eine Ausrede zu sagen, ich habe es nicht gehört. Ihr habt es gehört. Mehr als nichts hat euch diese Welt nicht zu bieten.

So schön, wie es manchmal auch sein mag. Hinter der Fassade ist das Nichts. Nichtigkeit.

Warum aber sehen so viele Menschen das nicht? Weil sie am Verstand verfinstert sind. Vers 18. Weil sie fremd sind dem Leben Gottes. Vers 18.

Weil sie unwissend sind. Das Fremdwort für Unwissen ist Agnostik. Kennen wir als Fremdwort. Nicht Wissen. Und auch wegen der selbsterwählten Herzenshärte.

Wegen der Verstockung ihres Herzens. Und das ist wirklich eine tragische Ironie der Geschichte. Wenn ich von Konstantin aus mal 1400 Jahre weitergehe.

In die europäische Kulturgeschichte. Da gab es ein Zeitalter, in dem wurde es dunkel. Weil man das Licht der Bibel systematisch auszuschalten versuchte.

Als man den Menschen sagte, er müsse endlich mal selbst anfangen zu denken. Statt sich auf die Offenbarung Gottes zu verlassen.

Um selbst mündig zu werden. Um selber zu verstehen. Und weise zu werden. Ausgerechnet diese Zeitalter nannte sich auf Französisch Zeitalter der Lichter.

Les Limières. Enlightenment. Auf Englisch. Oder Aufklärung auf Deutsch. Von klar, hell, Licht, Klarheit.

Aufklärung. Das Zeitalter der Aufklärung. Jetzt ohne Gott und Bibel wollte der Mensch endlich weise sein. Und selber verstehen. Was sagt das Wort Gottes zu dieser Horizontverkürzung?

Römer 1. Ein Parallelkapitel zu dem, was wir heute besprechen. In ihren Überlegungen verfielen sie auf Nichtiges.

Ah, da haben wir es wieder. In ihren Überlegungen verfielen sie auf Nichtiges. Und ihr unverständliches Herz wurde verfinstert.

Indem sie sich für weise Ausgaben, für erleuchtet nämlich und aufgeklärt, sind sie zu Narren geworden. Römer 1, 21 und 22.

Du und ich, wir haben eine Lebenszeit von Gott geschenkt bekommen. Plane und lebe du nicht wie ein Narr, der der Nichtigkeit nachrennt.

Also ein Agnostiker, der sagt, nichts Knaues weiß man nicht. So einer ist nicht ein gescheites Haus mit einer gesunden Portion von Skepsis.

Er ist auch nicht ein Realist, sondern er ist ein törichter Mensch. Weil er die Offenbarung Gottes, aus der er alles wissen könnte, was er zum Leben und zur Gottseligkeit braucht, aus der er alles wissen könnte, wie die Welt geschaffen ist, wie wir heute leben und wohin die Welt einmal gehen wird.

Weil er alles das nicht annehmen will. Das ist für uns kein Vorbild. Das würde im Nichts resultieren. Ich weiß, deutliche Worte, aber da stehen sie.

Die Handlung. Vers 19. Glaubt jetzt nicht, dass wir hier Philosophiegeschichte betreiben.

Dass wir hier irgendetwas Theoretisches betrachten. Weil weißt du, alles, wovon du überzeugt bist, was du denkst, das führt dich auch zum Handeln.

Und so ist es hier auch. Hier geht es nicht um Gedankenspielerei. Deine Haltung. Voilà. Da bestimmt immer die Handlung.

Wenn du nun keinen Maßstab hast, dann ist auf der Rutschbahn bergab alles Denkbare möglich. Es ist schlimm, wenn du nicht nur dich selbst nicht mehr bremst, sondern auch Gott dich fahren lässt.

Wie in Römer 1. Darum hat Gott sie dahin gegeben, in den Begierden ihres Herzens, in Unreinheit, ihre Leiber untereinander zu schänden. Deswegen hat Gott sie dahin gegeben, in schändliche Leidenschaften.

Römer 1, 24 und 26. Ich lasse, ich höre jetzt auf. Ich lasse die unappetitlichen Details beiseite.

Aber wir haben etwas verstanden. Wir haben jetzt gesprochen über die Tempi Passati, über die vergangenen Zeiten. Wir haben jetzt nicht geredet über deine Gegenwart.

Hoffentlich, oder? Früher war nicht alles besser. Überhaupt nicht. Früher war vieles, vieles ganz viel schlimmer.

Und im Glaubensleben sowieso. Und im Leben der Epheser überhaupt. Falls es dir jetzt an irgendeiner Stelle doch heiß geworden ist, also nicht nur von der Luft her, sondern auch vom Herzen her, dann ist das gut.

Dann lass deiner Seele keine Ruhe, bis die Sache geklärt ist. Bis die Sache in Ordnung gebracht ist. Denn die Schrift hat uns gesagt, ihr sollt nicht mehr leben, wie auch die Nationen leben.

Warte es nicht. Warte nicht. Gott sei Dank, wir müssen diesen Dreck nicht mehr aufrühren. Das ist einfach die schwarze Folie, die Paulus uns jetzt hier gegeben hat, damit wir nun positiv über das Neue sprechen können.

Über das Leben in Heiligkeit. Darüber, dass Gott dich neu macht. gemacht hat. Danke. Richtig.

Danke. Der Herr Jesus ist es, der uns neu gemacht hat. Und neu macht, ist auch nicht falsch.

Wie wir gelesen und gehört haben. Wir haben es ja schon gesagt. Ein Christ ist vom Alten nicht die Reparatur, sondern vom Neuen eine Kreatur.

Ein Christ ist nicht ein Kranker, der gesund gemacht wurde, sondern ein Toter, der lebendig gemacht wurde. Epheser 2, 1.

Siehe, Neues ist geworden. Wer bist du heute? Nicht früher. Du bist heute ein Jude, dem der Messias gekommen ist.

Oder du bist heute ein Heide, dem der Messias auch gekommen ist. Welche Gnade. Euch beide, euch zwei, hat er nun zusammengefügt in die Gemeinde des Neuen Bundes, eingebunden mit der Destination ewiges Leben zum Lob seiner Herrlichkeit.

Und dann singen wir noch viel mehr Lieder als nur die zwei, drei, die wir heute Morgen schon gesungen haben, zum Lob unseres Herrn. Es war übrigens in Antiochia, heute in der Türkei, heute Türkei, wo die Außenstehenden dann für solche, wie wir es sind, den Namen Christen erfunden haben.

Es waren Außenstehende. Apostelgeschichte 11, 26. Wer bist du heute? Eine oder einer, dem die Nichtigkeit, das eine Wort da, ersetzt worden ist durch die bleibende Wirklichkeit.

Wie das? Im Glauben durch den Herrn Jesus Christus. Und darum weg mit der Finsternis, durch das Licht ersetzt. Weg mit dem Betrug, durch die Wahrheit ersetzt.

Weg mit der Unreinheit und Lust, durch die Gerechtigkeit und Wahrheit. Weg mit der Gottesferne. Willkommen im Haus Gottes. Weg mit dem versteinerten, harten Herzen, ersetzt durch ein lebendiges Herz, das für Jesus Christus und den Mitmenschen schlägt.

Weg mit der Ignoranz, der Agnostik, dem Nichtswissen können oder wollen. Weg mit der Unwissenheit. Herr mit der Lehre von Christus.

Weg mit den schmutzigen Kleidern des alten Menschen. Herr mit der neuen, sauberen Garderobe des neuen Menschen. Weg mit der Kaputtheit. Ersetzt durch die neue Schöpfung in Gerechtigkeit und Wahrheit.

Und Heiligkeit in Wahrheit. Das ist ein Leben würdig deiner Berufung. Gell, schön, ja.

Jetzt gibt es in den kommenden Versen drei Bereiche, in denen über die Lebensführung des neuen Menschen beispielhaft nachgedacht wird.

Und zwar ist das die Schule, das Schrankzimmer und die Schöpfung. Wisst ihr, was ein Schrankzimmer ist? Das ist die Garderobe.

Aber wenn ich jetzt Garderobe gesagt hätte, wäre ja meine schöne Alliteration kaputt gewesen, oder? Also Schule, Garderobe, Schöpfung. Also Schule, Schrankzimmer, Schöpfung.

Beginnt alles drei mit Sch. Und dann können wir uns das leichter merken. Also, number one. Die Schule. Verse 20 und 21.

In der Schule des Herrn Jesus haben wir Christus gelernt. Komischer Ausdruck. Christus lernen. Tatsächlich, man kann im Glauben lernen wir nicht nur etwas über Jesus, sondern wir lernen Jesus selbst kennen.

Das ist ein großer Unterschied. Den müssen wir verstehen. Christus lernen ist das Gegenstück zu Christus predigen. Paulus sagt, wir predigen Christus.

1. Korinther 1, 23. Und wenn einer Christus predigt, dann werden die anderen Christus lernen. Christus predigen, Christus lernen.

Und wenn der, der etwas redet, nicht mehr redet, dann muss er auch zuhören, damit er Christus besser kennenlernt. Immer mehr kennenlernt. Natürlich.

Damit du Jesus kennst, musst du so viel wie möglich über ihn wissen. Logisch. Aber das ist noch nicht Glauben. Wissen ist noch nicht Glauben.

Auch der alte Mensch, jetzt hört gut zu, der alte Mensch kann eine Beziehung zu Christus pflegen. und zwar als Gegenstand seines Interesses und als Gegenstand seines Studierens und des Fasziniertseins und so weiter und so weiter.

Der alte Mensch kann ganz, ganz viele Fakten über Jesus sammeln, die alle ganz richtig sind. Er kann sogar viel mehr über Jesus wissen, als ein einfach gestricktes Gotteskind, das nicht so viel weiß, aber dass Jesus vertraut, dass Jesus glaubt und darum gerettet und wiedergeboren ist.

Dieses einfache Gotteskind ist der neue Mensch. Der alte Mensch wird verloren gehen, trotz seines Wissens. Der neue wird nicht verloren gehen.

Warum? Weil man in der Schule des Herrn Jesus nicht über Jesus lernt, sondern weil man Jesus kennenlernt. Weil Wissen nicht rettet, sondern Jesus rettet, indem wir ihm glauben, schenken und ihm ergreifen.

Nicht im Studieren werden wir gerettet. Im Glauben an das, was wir studiert haben, werden wir gerettet von Jesus.

In der Schule des Herrn Jesus lernst du die Wahrheit kennen, aber die Wahrheit ist nicht die Summe aller Richtigkeiten. Die Wahrheit ist eine Person und die heißt Jesus Christus.

Eine Theologie kann man lernen, aber man kann nicht mit ihr reden. Mit Jesus kannst du reden und Jesus kannst du hören.

Jetzt lade ich dich ein. Ich weiß nicht, wie viele Predigten du schon gehört hast. Die einen hören vielleicht heute die erste oder seit langem wieder mal eine.

Die anderen sammeln heute die Predigt 3798 in ihr Register. Ich lade dich ein, wenn du dein Predigt bisher nur gehört hast, um dein Wissen zu mehren, aber nicht um deinen Glauben zu stärken und das Leben eines neuen Menschen zu leben, dann muss sich etwas ändern.

Ein neuer Mensch wirst du nicht, wenn du viel über biblische Theologie weißt, sondern wenn der Herr Jesus dich wiedergeboren hat und du ihm darum glaubst.

Der Glaube lebt eine lebendige Beziehung mit Jesus und als Herr Retter und Herr im Hören und im Reden. Bibel und Gebet, so einfach ist das im Prinzip.

Er teilt Freude und Sorgen mit Jesus, du freust dich mit Jesus, du weinst vor Jesus und du schreist zu ihm um Hilfe. Alles, was dir im Leben begegnet, mit einer Glaubenstheorie oder mit einer Theologie, kannst du nicht reden, du kannst auch nicht mit dir leben, mit Jesus schon.

Lerne in der Schule des Glaubens, lerne in der Schule des Christus, den Christus persönlich kennen, die Wahrheit in Person.

Glaube ihm und lass dich retten. Das Zweite, das Schrankzimmer. Die Wahrheit in Christus hat uns gelehrt, dass wir den alten Menschen abgelegt und den neuen angezogen haben.

Sich ausziehen und wieder anziehen, das geschieht im Schrankzimmer. Fremdwort eben Garderobe. Bin ich nun überhaupt in der Lage dazu, die Kleider selber auszuziehen?

Ich glaube nicht. Der Herr Jesus als Retter muss ich im Schrankzimmer auch noch als Kammerdiener betätigen, weil wir zu unbeweglich sind für den Garderobenwechsel.

Er wirkt durch den Heiligen Geist und unseren Beistand. Die Sprache des Epheserbriefs legt es nahe, dass wir es hier nicht mit einem Befehl zu tun haben, auch wenn einige Ausleger das so verstehen.

Paulus benutzt hier jetzt sprachlich gesehen eine spezielle Mittelform zwischen aktiv und passiv und so ist es wie ein Geheimnis mit dem Ablegen und dem Anziehen, wo Gott und Mensch vereint sind, aber niemals so, dass der Mensch auch noch eine zweite Ursache liefern könnte für den Garderobenwechsel.

Das Recht und die Kraft und die Fähigkeit und die Ehre gehört dem Herrn. Du reckst und streckst dich. Du strengst dich an und das ist gut so, aber es ist immer Gott, der dir die neuen Kleider in Maß Anfertigung anzieht.

Kleider machen Leute. Das stimmt üblicherweise nicht. Und doch bewegst du dich in einer Uniform anders als in deinen alten schlapprigen Kleidern zu Hause.

Also ich hoffe jedenfalls, dass der Swiss Pilot und die Stewardess wissen, wie sie sich zu benehmen haben in dem Moment. Dass die Mikrokassiererin sich nicht alles erlaubt, was sie sich privat erlauben würde, wenn sie ihre Mikrodress anhat.

Dass der Business Mensch mit Anzug und Krawatte sich anders benimmt. Kleider machen Leute, stimmt also schon insofern, als dass wir das neue Kleid angezogen bekommen, dem neuen Menschen, aber nicht dem alten.

Das ist wichtig. Die Kleider machen nicht den Christen. Du kannst nicht Christ werden, indem du äußerlich ein Regelwerk befolgst. Davon wirst du nicht Christ.

So machen Kleider keine Christen. Das ist ein kapitales Missverständnis. Und trotzdem, wenn du ein neuer Mensch bist und die neuen! Kleider an hast, benimmst du dich anders als vorher.

Darum geht es ja hier jetzt um unser Leben, um unser Alltagsleben, konkret unser Verhalten. Und die nächsten beiden Predigten werden dann noch viel praktischer in der Beziehung.

Was den früheren Lebenswandel angeht, es wird ausdrücklich hier auf den Lebenswandel Bezug genommen, nicht auf die große Rettung, das große Ganze, sondern auf die Lebensführung.

Dein inneres Denken, Wollen und Wesen und deine äußere Garderobe müssen ständig erneuert werden, Vers 23. Passiv, das kannst du nicht selbst.

Wer tut dies? Der Herr Jesus. Zuerst abgelegt haben, Vers 22, dann setzt die Erneuerung ein durch den Herrn Jesus, Vers 23, und zwar am neuen Menschen, bis du Jesus in der Herrlichkeit begegnest.

Worauf ist der Fokus gerichtet? Auf den Schöpfung und dann sind wir fertig mit dem Text. Das dritte, die Schöpfung nach dem Schrankzimmer und dann noch vorher die Schule.

Hier endlich haben wir nun die Bestätigung, der neue Mensch ist nach Gott geschaffen, Gott entsprechen, Gott zur Ehre. Wer hat jetzt nochmal geschaffen? natürlich ich nicht, sondern Gott hat geschaffen, der, der gesagt hat, ich werde meine Gemeinde bauen.

Deine neue Bestimmung ist ein Leben in Gerechtigkeit und Heiligkeit, im Gleichgewicht mit der Berufung von Versen 1 bis 3. So, jetzt können wir die Zusammenfassung geben, kein Leben im Sandwich.

Wir wurden heute erinnert, im ersten Teil an die Schrecken der vergangenen Zeiten, früher war nicht alles besser, Paulus blickte mit Trauer auf die vergangene Zeit, auf die heidnische Zeit zurück, die gottlose, eine Haltung, die gottlose Handlungen hervorbrachte.

Die Wende im Leben hat dann Gott gebracht, die Ersetzung des alten Sauerteigs durch die neue Schöpfung. Gott macht dich neu. Vers 20 bis 24 Und er macht keine halben Sachen, kein Leben im Sandwich zwischen dem alten Menschen unten und dem neuen Menschen oben.

Seine Schule, sein Schrankzimmer, seine Schöpfung, sie alle sagen dir, Gott macht dich neu. In seiner Schule lernst du ihn kennen. Jesus, wie er heißt, also Paulus benutzt absichtlich den Erden Namen, weil auf dieser Erde hat Jesus gezeigt, wie der neue Mensch praktisch lebt.

Er hat würdig gelebt, aber seines Wesens, er allein hat die Würde in der Person, im Wesen als Gott der Sohn.

Im Schrankzimmer hat er dir die schmutzige Garderobe abgezogen! Und versprochen, dich ab jetzt mit der beständigen Erneuerung zu erneuern, damit du ein gutes, ein gottwürdiges Leben leben kannst.

Er erneuert dich am neuen Menschen, diesen neuen Kleider Gott mit dir und an dir hegt und pflegt und ich weiß, manchmal muss Gott die Kleider halt auch waschen oder flicken.

In seiner Schöpfung hat er dich neu gemacht. Er hat dein Alltagsleben auf Kurs gebracht Richtung! Gerechtigkeit gegenüber Menschen, und Heiligkeit gegenüber Gott.

Ein Leben im Sandwich zwischen neuem und alten Menschen ist das nicht. Gott sei Dank, mein Alltagsleben ist vielmehr ein Erwachsenwerden des neuen Menschen.

Gott hat versprochen, ich werde dich erneuern. Danke, Herr Jesus. Amen. Und der Friede Gottes, welcher höher Höher ist als alle Vernunft!

Bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus! Amen!