Der Montagschrist: Geistgeleitet und wohlwollend

Epheserbrief - Teil 23

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Prediger

Steffen Denker

Datum
18. Oktober 2026
Predigtserie
Epheserbrief

Transkription

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Solange der Herr noch nicht zurückkommt und wir weiter warten, brauchen wir seine Wegweisung.! Dafür haben wir das Wort Gottes.! Wir werden still und bitten Gott, dass er uns durch sein Wort ernährt.

! Herr Jesus, und nun heilige uns durch die Wahrheit. Dein Wort ist die Wahrheit. Amen. Ein Zitat.

Das Gegenteil von Liebe ist nicht Hass, sondern Gleichgültigkeit. Dieser Satz stammt von Eli Wiesel.

Die Gleichgültigkeit der Menschen prangert er, der KZ-Überlebende, damit an. Sie hatten nichts unternommen, um ihn selbst und Millionen von anderen Juden vor dem Weg in die Todeslager zu retten.

Also, nicht, dass die Menschen damals jetzt Judenhasser gewesen wären. Nein. Jeder von ihnen hatte jüdische Schulkollegen oder einen jüdischen Nachbarn oder einen Arbeitskollegen oder vielleicht sogar eine jüdische Großmutter.

Sie hassten die Juden nicht. Nein. Es war ihnen einfach egal, was mit den Juden geschah. Gleichgültigkeit ist tödlich.

Diese Feststellung hat nichts an Aktualität verloren. In Europa sagt man heute aber nicht mehr Judenhass, sondern Israelkritik.

Das darf uns nicht gleichgültig sein. Das Gegenteil von Liebe ist nicht Hass, sondern Gleichgültigkeit. Wir sollten sehr respektvoll mit diesem Satz umgehen, in diesem Kontext, weil es geht hier um Leben und Tod.

Ich wage es darum, ausschließlich diesen Satz auf einen anderen Zusammenhang anzuwenden, bei dem es eben auch um Leben und Tod geht.

Ich stelle jetzt eine andere Frage. Liebst du Gott? Das Gegenteil von Liebe ist nicht Hass, sondern Gleichgültigkeit.

Ich nehme jetzt mal an, niemand von euch würde sagen, dass er Gott hasst. Okay. Aber ist er dir manchmal gleichgültig?

Am Montagmorgen? In deinem Alltagsleben? Gleichgültigkeit in Bezug auf Gott ist schlimmer als Gott hassen.

Wenn ich das behaupte, würdet ihr mir wahrscheinlich widersprechen und sagen, nein, Gott hassen, das ist schlimm und kommt für mich nicht in Frage. Aber nochmal, liebe Geschwister, wie gleichgültig bist du denn Gott gegenüber?

Am Montagmorgen, am Dienstagmorgen und alle Tage dieser Woche? Das Gegenteil von Gottes Liebe ist für uns und für dich, wenn dir Gottes Wort und Gebot im Hinblick auf die Gestaltung deines Alltagslebens gleichgültig ist.

Nicht Hass, aber Gleichgültigkeit. Der zweite Teil des Epheserbriefs lehrt dich, wie genau das Wort Gottes in deinem Leben nicht gleichgültig ist.

Schaut, ihr habt die wertvollste Berufung erhalten, die es für einen Menschen im ganzen Universum gibt. Ihr seid gerettete Kinder Gottes für alle Ewigkeit.

Das Leben als Kinder Gottes, Epheser 1 bis 3. Jetzt gilt es aber auch entsprechend zu leben. Die Berufung der Gemeinde soll dem Leben der Gemeinde im Gleichgewicht entsprechen.

Berufung und Leben im Gleichgewicht, nicht in Gleichgültigkeit, sondern in Liebe zu Gott. In Liebe zu Gott und in Liebe zu deinen Glaubensgeschwistern.

Sind dir deine Glaubensgeschwister egal? Das Gegenteil von Liebe ist nicht Hass, sondern Gleichgültigkeit. Zum Leben, zum Wandeln gemäß deiner Berufung gehört das, was im zweiten Teil vom Epheserbrief geschrieben ist.

Wir haben schon gesprochen über das Leben in der Einheit. Wir sprechen jetzt über das Leben in Heiligkeit. Und wir beenden diesen Abschnitt heute.

Das Leben in Einheit, in Heiligkeit. Es folgen Liebe, Licht, Weisheit, Kampf und dann der Schluss. Wir hatten festgestellt, dass ein Montagskrist, ein Alltagskrist, wahr lebt, gelassen, freigiebig, aufbauend.

Heute kommt das Thema geistgeleitet und wohlwollend. Wir sprechen also jetzt über den dritten Teil vom Montagskristen. Geistgeleitet und wohlwollend.

Zwei Punkte. Heute beginnt also meine Predigt mit fünftens. Fünftens, geistgeleitet. Und betrübt nicht den Heiligen Geist Gottes, mit dem ihr versiegelt worden seid, auf den Tag der Erlösung hin.

Eine Person, die du liebst, ist sie dir gleichgültig?

Nein. Möchtest du sie betrüben? Nein. Viele Christen sagen, dass sie vom Geist geleitet werden. Und das ist doch gut so, denn der Römerbrief sagt, Römer 8,14, so viele durch den Geist Gottes geleitet werden, die sind Gottes Kinder.

Und Vers 9, Römer 8, wenn jemand den Geist Christi nicht hat, dann gehört er nicht zu ihm. Was sagte ich? Eine Frage von Leben und Tod.

Auch auf geistlichem Niveau. Du kannst jetzt aber nicht erwarten, dass der Heilige Geist dich mit Freuden führt, wenn du ihn gar nicht lieb hast.

Wenn er dir egal ist. Wenn du ihn betrübst. Also ich bin Realist und weiß, dass ich den Heiligen Geist manchmal betrübe.

Weil ich nicht das tue, was er redet im Reden seines Wortes, nämlich der Heiligen Geist gehauchten Schrift.

Nicht von Herzen, aber manchmal vielleicht sogar ohne Bewusstsein oder leichtsinnig. Und umso froher bin ich auf die Gnade Gottes.

Seine Vergebung, die der Herr denen gibt, die ihn ernsthaft suchen. 4. Mose 4, Vers 29 und Hebräer 11, Vers 6. Ich gebe jetzt ein Statement ab.

Ich liebe den Heiligen Geist. Wenn du sagst, ich liebe Gott, dann ist der Heilige Geist darin eingeschlossen.

Die personhafte Gottheit des Heiligen Geistes. Und schaut, wie Paulus das besonders betont.

Er sagt, nicht betrübt den Geist. Er sagt, nicht betrübt nicht den Heiligen Geist. Er nennt die volle Titulatur. Betrübt nicht den Heiligen Geist Gottes.

Die ganze Titulatur. Ich liebe den himmlischen Vater. Das ist dir vielleicht noch, nicht vielleicht. Das ist dir gläufig. Ich liebe den Herrn Jesus.

Das kommt dir hoffentlich leicht über die Lippen. Und der Heilige Geist? Er ist nicht weniger Gott als der Vater und der Sohn.

Die Christen haben sich von Anfang an Gedanken darüber gemacht. In den ersten Jahrhunderten sind viele Glaubensbekenntnisse entstanden, die versucht haben, genau präzise zu sagen, was die Schrift unter anderem über Gott lehrt.

Und da heißt es in dem Bekenntnis, das allgemein bekannt ist unter dem Namen Nicea und Konstantinopel aus dem Jahre 381, das auch alle evangelischen Gemeinden, wie auch wir, als korrekt angenommen haben.

Es heißt dort in dem Glaubensbekenntnis, im Abschnitt über den Heiligen Geist, er wird, Zitat, in gleicher Weise angebetet und verherrlicht, nämlich wie der Vater und der Sohn.

Das gehört zu den Grundbestimmungen des biblischen Glaubens. Außerdem wird der Heilige Geist in der Schrift Herr genannt und Lebendigmacher.

Wenn du dem Heiligen Geist, Gott dem Heiligen Geist, diese gleiche Achtung nicht geben willst, dann beraubst du Gott seiner Ehre.

Gott dem Heiligen Geist. Und das ist riskant. Was verdankst du dem Heiligen Geist? Dem Heiligen Geist verdankst du, dass du geistlich überhaupt lebendig bist.

Du verdankst ihm, dass du überhaupt glauben kannst. Du verdankst ihm, dass dir die Vergebung und Versöhnung, die in Jesus Christus ist, dir überhaupt etwas nützt, gemäß dem Ratschluss Gottes nach Epheser 1, weil er dich zum Glauben erweckt hat.

Du verdankst es nicht dir selbst. Er hat die Rettung in deinem Herzen nach Hause gebracht. Er hat dein totes Herz, Epheser 2, 1, lebendig gemacht.

Zum rettenden Glauben. Der Herr Jesus sagt es selbst, Johannes 6, Vers 63, Der Geist ist es, der lebendig macht. Er vermittelt, was Jesus dir am Kreuz erworben hat.

Und darum liebe ich eben den Heiligen Geist. Das Gegenteil von nicht betrüben, keinen Kummer bereiten, ist nicht Gleichgültigkeit, sondern Liebe.

Wenn dir der Heilige Geist gleichgültig ist, ist das schlimmer als hassen. Und darum liebe ich den Heiligen Geist. Und darum will ich ihm keinen Kummer bereiten.

Wie können wir den Heiligen Geist betrüben? Nun, indem wir seinem Reden gegenüber gleichgültig sind.

Oder vielleicht sogar wissentlich ungehorsam. Woher kannst du wissen, was der Heilige Geist sagt? Schlag die Bibel auf, dann weißt du es.

Wenn du glaubst, dass die Schrift Gott gehaucht ist, nach 2. Timotheus 3, Vers 16. Dieser Hauch ist der Geist, der die Schrift den Schreibern gegeben hat.

Der Heilige Geist hat dir mitgeteilt, was er von dir will. Lies die Bibel. Und natürlich vertraue ich als Montagschrist auch auf die alltägliche Führung des Heiligen Geistes.

Ich vertraue darauf, dass er meine Gedanken gefangen nimmt unter dem Gehorsam Christus gegenüber. Am Tag und in der Nacht.

Dass er mich lenkt. Römer 12, 1 und 2. Ich vertraue darauf, in und durch die Lebensumstände.

Dass er mich auf den guten Weg leitet und vor dem schlechten Weg bewahrt. Aber das wird er ja niemals im Widerspruch zu dem tun, was er schon längstens gesagt hat. In seinem Wort.

Er wendet sein Wort mit seiner Führung in meinem Herzen an. Wenn Christen also zusammenkommen, dann werden sie niemals sagen, so, wir schließen jetzt unsere Bibeln und hören auf das Reden des Heiligen Geistes.

Wenn Christen zusammenkommen, werden sie vielmehr sagen, wir öffnen jetzt unsere Bibeln und hören auf das Reden des Heiligen Geistes.

Ein drastisches Beispiel für Betrüben des Heiligen Geistes finden wir in der Apostelgeschichte bei Hananias und Safira. Ihr erinnert euch, sie hatten dem Apostel nicht die ganze Wahrheit gesagt.

und Gott hat das persönlich genommen, Gott der Heilige Geist und Petrus sagt zu dem Mann, Hananiah, warum hat der Satan dein Herz erfüllt, dass du den Heiligen Geist belogen hast?

Die Lüge hatte gegen Petrus gesagt, aber gemeint mit der Lüge war Gott selber der Heilige Geist. Ihr wisst, dass das Ehepaar kurz hintereinander dann tot umgefallen ist und es ist Gottes Güte und Bewahrung, dass ich noch stehe.

Ich habe kein Vorrecht gegenüber Hananias und Safira, außer Gottes Gnade und Barmherzigkeit. Bedenken wir auch, dass Paulus uns hier keinen Ratschlag gibt.

Das ist kein Ratschlag für euch. Das ist ein Befehl. Betrübt nicht den Heiligen Geist Gottes Ausrufezeichen.

Das steht nicht in deiner Wahl. Du kannst nicht überlegen, ob ich heute mal den Heiligen Geist betrüben will oder nicht und morgen vielleicht anders. Das ist Gottes Gebot.

Bis jetzt hatten wir ja beim Thema Montagschristen eher so über das gesprochen, was zwischen uns abläuft. Zum Beispiel das Thema Lügen, das Thema wütig sein im Umgang miteinander, zum Beispiel das Thema Stehlen.

Das passiert untereinander, aber das hat immer mit Gott zu tun. Und jetzt kommt hier unsere Beziehung zu Gott, dem Heiligen Geist, im Alltagsleben prominent ins Spiel.

Wenn du nicht so lebst, macht das Gott, den Heiligen Geist, traurig. Aber jetzt möchte ich doch nicht aufhören, ohne eine Ermunterung zu geben.

Schaut mal, die Ermunterung steht hier. Der Geist, mit dem ihr versiegelt worden seid, solange ihr wollt. Auf den Tag der Erlösung hin.

Stell dir mal vor, der Heilige Geist hat dich versiegelt, hatten wir in Epheser 1, Vers 14 oder 13 gelernt, 14 und er tut es und das Siegel Gottes kann vom Satan nicht gebrochen werden.

Der Heilige Geist ist nicht so lange bei dir, wie du willst oder solange du schön brav bist, sondern auf den Tag der Erlösung hin.

Er versiegelt dein Heil in Christus. Und das ist für dich nicht eine Motivation, nachlässig zu werden. Naja gut, wenn ich auf den Tag der Erlösung hin versiegelt bin, dann muss ich es ja nicht so ernst nehmen.

Das wäre den Heiligen Geist betrüben. Machen wir ein anderes Beispiel. Das berühmte Beispiel mit der Sündenvergebung.

Im Römerbrief. Da waren Leute, die sagten, okay, Gott vergibt uns Sünde. Ist es ja so, je mehr wir sündigen, desto größer wird die Gnade Gottes. Dann vermehren wir ja die Gnade Gottes, weil Gott noch mehr zum Vergeben hat.

Da sagt Paulus, das ist pervers. Das sei ferne, dass Gott Sünden uns vergibt, ist uns vielmehr Ansporn, ihn zu ehren und zu fürchten.

Wie Psalm 130, Vers 4 sagt, bei dir ist Vergebung, damit man dich fürchte. Es ist mein Gebet, dass der Heilige Geist in unserer Gemeinde nicht betrübt wird.

Ich möchte, dass wir zu Protokoll geben können, unsere Gemeinde ist eine Gemeinde, die den Heiligen Geist liebt.

Punkt. Themawechsel. Punkt 6. Über das Leben des Christen im Alltag.

Ein Christ lebt wohlwollend. Verse 31 bis 32. Das letzte der sechs Kennzeichen eines Christen, der seinen Glauben praktisch leben will.

Vers 31 und 32. Wir hören, was der Text sagt. Alle Bitterkeit und Wut und Zorn und Geschrei und Lästerung sei von euch weggetan mit aller Bosheit.

Werdet vielmehr zueinander gütig, mitleidig und erweist euch gegenseitig Gnade, so wie auch Gott in Christus euch Gnade erwiesen hat. So.

Zuerst einmal möchte ich feststellen, dass von Vers 32 hier diese drei guten Dinge gütig sein, mitleidig sein, einander gegenseitig Gnade erweisen, diese drei Dinge erfreuen den Heiligen Geist.

Wir haben ja jetzt über das Betrüben oder Nichtbetrüben des Heiligen Geistes so ziemlich allgemein unabhängig vom Zusammenhang gesprochen, aber der darf nicht vernachlässigt werden, der Zusammenhang.

Der Zusammenhang ist eben auch, du erfreust Gott den Heiligen Geist, indem du Güte übst, mitleidig bist, gegenseitig Gnade erweist oder alles das, was wir in den Versen vorher gelernt haben, das Lügen sein lässt, nicht zürnst, nicht stielst, kein faules Geschwätz verbreitest und so weiter.

Alles das gibt dem Heiligen Geist ein Stich ins Herz und betrübt ihn. Wo deine Mitchristen also Leid tragen wegen dir, deinetwegen, da gibst du dem Heiligen Geist einen Stich ins Herz.

Und ich glaube, wir müssen aufhören, die Sünde, unsere Sünde als Charakterschwäche zu verkaufen und zu verharmlosen und zu Gott flehen, dass der Gott, der Heilige Geist, dein und mein Herz verändert, also auf Deutsch heiligt, dass der Heilige Geist uns zurecht bringt.

Jetzt bei der Vorbereitung dachte ich, eigentlich habe ich überhaupt keine Lust über das zu predigen. hier. Der Vers 31 meine ich, ist so furchtbar, oder?

Und es wird ja noch schlimmer gemacht, weil all diese schlimmen Sachen sind eingerahmt mit dem Wort alle, also noch schlimmer, alle, alle, ganz schlimm. Aber naja, beim Predigen geht es ja nicht darum, worauf ich Lust habe oder nicht, sondern es geht darum, ein Prediger muss das ganze Wort Gottes predigen.

Also kann ich mich jetzt auch nicht vor dem Vers 31 drücken. Packen wir es an. Also, erst einmal zusammengefasst, es scheint mir so, als ob wir hier den Weg der Sünde von uns drinnen nach draußen vor uns haben.

Es fängt an bei der Verbitterung im Herz. Und am Schluss kommt die Bosheit in Wort und Tat heraus.

Es fängt aber an im Herzen, wie der Herr Jesus uns gelehrt hat. Aus dem Inneren heraus kommt alles, was nichts taugt. Okay, also, fangen wir es an.

Erstens, Bosheit. Bosheit, und jetzt habe ich übrigens die Gelegenheit, als Prediger endlich mal, mich bei allen unbeliebt zu machen, jedem auf die Füße zu treten, ins Fettnäpfli zu, genau, und nachher habe ich lauter Menschen, die in der Heiligung wachsen müssen, mir gegenüber, weil ich sie irgendwo betupft habe.

Also, bitte, lenkt das nicht auf mich, sprecht das mit Gott ab, okay? Also, wo seid ihr hier getroffen? Erstens, Bitterkeit, das ist die Bosheit, Bitterkeit im Inneren.

Wir haben ein Fremdwort, das damit verwandt ist, pikiert sein, kennt ihr das? Gestichelt, pikiert sein. Oder ein anderes, es heißt auch so viel wie Bitterkeit, also, wenn es in mir bitter wird, das ist in Hebräer 12, Vers 15 sagt, dass nicht irgendeine Wurzel der Bitterkeit aufsprosse.

So fängt es an. So entsteht dann auch Wut. Hast du Bitterkeit im Herzen? So fängt die Gewaltspirale an. Weg damit.

Zweitens, Wut. Wut ist die nach außen getragene Bitterkeit. Das Wort ist verwandt mit Nase. Und das kennen wir ja auch aus unserer Sprache.

Jemand schnaubt vor Wut. Drittens, Zorn. Wenn die einzelnen Wutausbrüche sich in deinem Leben zu einer Konstante verdichten, dann entsteht Zorn.

Zorn ist institutionalisierte Wut im Dauerzustand. Viertens, Geschrei.

Lautes Ausrufen hat nichts Böses an sich. Es kommt darauf an, warum du laut wirst. Also zum Beispiel Freudengeschrei oder ein Freudenschrei.

Tante Elisabeth wird laut vor Freude und sie spricht einen Segen über ihre Nichte Maria, weil sie weiß, dass sie den Herrn der Welt zur Welt bringen wird.

Lukas 1, Vers 42. Oder Hilfe schrei, die Psalmisten. Wir haben Beispiele in der Schrift, nicht wenige, wo die Psalmisten um Hilfe schreien oder um aus Verzweiflung.

Psalm 5, Vers 3 als Beispiel. Aber hier geht es um Zorngeschrei. Das ist Sünde. Es betrübt den Heiligen Geist. Herumschreien ist ein Ausdruck des schlechten Geschmacks, hat ein Bibelausleger Harald Höner richtig bemerkt.

Fünftens, Lästerung. Ein besonderes Hobby, viel zu vieler Menschen. Lästerung, Klatsch und Tratsch. Erfundene falsche Behauptungen in die Welt setzen, die sich dann im Laufe ihrer Verbreitung plötzlich zu Tatsachen verdichten und viel Schaden bei Menschen anrichten.

Es ist ein Elend. Halte deine Zunge im Zaum. Ist es wirklich wahr, was du sagst? Oder hast du einfach zwei und zwei zusammen gezählt?

Das ist ja völlig klar, oder? Das weiß ja jeder. Zwei und zwei gibt fünf und schon ist es eine Tatsache. Ablästern über Menschen ist keine Bagatelle.

Es zeigt, was in dir steckt, liebe Drama Queen und lieber Drama King. Das biblische Wort heißt hier Blasphemia, Lästerung.

Wir benutzen das als Fremdwort hauptsächlich über Gotteslästerung. Aber in der Bibel ist es eben beides. Lästerung gegenüber Menschen und gegenüber Gott.

Und wie schnell wird aus Menschenlästerung Gotteslästerung? Sechstens Bosheit. Alle Bosheit. Das ist die Farbe dieser Übel.

Sie kommt aus dem Inneren. Da fängt es an, die bittere Wurzel. Sie bahnt sich ihren Weg ins Gehirn und dann auf die Zunge und dann in die Hand, indem du diese Dinge redest und dann auch tust.

Und vielleicht aus lauter Bosheit anderen Menschen Schaden zufügst. Rein auch physisch. Entweder mit der Zunge oder mit der Hand ihnen zu Leid wirkst.

Das ist Bosheit in Wort und Tat. Liebe Geschwister, Gott möchte, dass unsere Gemeinde nicht für Vers 31 bekannt ist, sondern für Vers 32.

Das kann ich mit Bestimmtheit so behaupten, weil es da steht. Das ist keine Frage. Werdet vielmehr zueinander gütig, mitleidig, erweist euch gegenseitig Gnade, so wie auch Gott in Christus euch Gnade erwiesen hat.

Das ist, was Gott von dir möchte. Und was wir nicht sind, das können wir ja noch werden. Werden ist hier die bessere Übersetzung als sein, also manche Übersetzung seit vielmehr, werden wäre es hier besser, ist hier besser.

Drei Wörter gütig, mitleidig und das hier, das Grüne ist auch ein Wort, gnädig könnte man sagen, also benutzt Paulus hier.

Schauen wir sie noch an. Gütig, so viel wie gut, ehrlich, wertvoll. Gott ist gut zu dir, oder? Seine Gutheit, seine Güte leitet den Menschen zur Buse, Römer 2, Vers 8.

Güte ist ausdrücklich auch eine Frucht des Heiligen Geistes Gottes, Galater 5, Vers 22. Wenn du also im Alltag gütig bist, dann lebst du in der Frucht des Heiligen Geistes und in der Kraft des Heiligen Geistes.

Interessant ist, in der Grundsprache der Bibel, also im Griechischen, klingt das Wort für gütig ganz ähnlich wie das Wort für Messias.

Also gütig heißt Christos und der Messias ist der Christos. Tönt genau gleich, oder? und von Anfang der Gemeinde an hat das für wunderbare Verwechslungen gesorgt und die Christen haben diese Klangähnlichkeit auch immer wieder benutzt, um vom Glauben Zeugnis abzulegen.

Zum Beispiel macht das Tertullian in seiner Verteidigung des christlichen Glaubens Apologetikum im Kapitel 3 so nach dem Motto Ah, ihr nennt uns die Gütigen Christos wir können euch zeigen woher die Güte kommt die kommt vom Christos Ach, wie wäre das doch schön wenn wir als Christos Nachfolger Christos sind darum geht es Das zweite mitleidig du kannst auch mit anderen Leiden Anteil nehmen auch emotional das Wort hier könnte man ziemlich wörtlich übersetzen gut zu den Eingeweiden kann man nicht so übersetzen aber ihr versteht das auch auf Deutsch sagt man ja zum Beispiel auch wenn es nicht gut ist das schlägt mir auf den Magen das macht mir Bauch weh also die

Gefühle sitzen in der Niere nicht im Herzen der Herr Jesus selbst ist uns auch darin ein Vorbild er war zum Beispiel betroffen er war innerlich bewegt als er die Volksmengen sah weil sie erschöpft und verschmachtet waren wie Schafe die keinen Hirten haben Matthäus 9 Vers 36 und wie schön ist es beim Herrn Jesus blieb es nicht dabei dass er innerlich bewegt war er hat auch etwas getan um die Situation zu ändern indem er uns am Kreuz mit Gott versöhnt hat wenn du noch nicht versöhnt bist mit ihm dann komm ich lade dich ein der Christus will auch dein Christus werden der der gütig ist will dein Messias sein komm und vertraue ihm und lass dich retten für die

Ewigkeit das letzte Wort noch gnadenvoll schenkt einander Gnade wir reden wir reden ja von Gnade eher so wenn wir von Gott reden aber das gilt auch für uns untereinander auf Englisch funktioniert das ein bisschen besser to be gracious da ist die grace drin die Gnade großzügig sein unaufgeregt mit Gnade eben gnadenvoll einige Übersetzungen schreiben hier vergebt einander aber Vergebung ist ja nur ein Teil Aspekt oder vom gnädig sein das ist ja noch viel mehr als nur Vergebung auch Verständnis Großzügigkeit und eben Liebe zum Glaubens Geschwister nicht Gleichgültigkeit schenkt euch gegenseitig Gnade so jetzt kommen wir zum Schluss schaut mal hier wo haben wir angefangen bei der Bitterkeit im Herzen wo sind wir am Schluss gelandet bei der

Gnade liebe Geschwister ich lade euch ein geht diesen Weg von der Bitterkeit zur Gnade diese sechs schlechten Dinge hier werden diesen drei anderen gegenübergestellt und beenden am Schluss bei der Gnade das Gegenteil von Bitterkeit gegenüber Gott und Menschen ist Gnade übrigens bei Gott ist es nicht anders in Gott ist nicht Verbitterung in Gott ist Gnade er hat den Menschen geschaffen sehr gut geschaffen wir werden darüber jetzt viel hören in der

Predigtreihe über erste Mose aber die Menschen sind ihm weggelaufen sie taten was böse war in seinen Augen und Gott ist er verbittert geworden nein den Willen zur Gnade konnte von dem Menschen nicht gebrochen werden und so hat Gott für dich den Weg der Erlösung bereitet du folgst deinem Christus wenn du den Weg der Gnade gehst schaut so wie auch Gott in Christus euch Gnade erwiesen hat genau Epheser 4 Vers 32 so an dieser Stelle machen wir Schluss an dieser

Stelle endet die dreiteilige Serie hier über den Montagschristen und es endet die Serie über das Leben in Heiligkeit im Alltag wir gehen dann weiter als nächstes kommt das Leben in Liebe und wir gehen auch zum nächsten Kapitel dann Epheser 5 wer Gott liebt also der strebt ihm nach mit Hingabe ihr lieben Geschwister das wäre die richtige Konsequenz vom heutigen Morgen aus dieser Predigt Liebe und Hingabe denkt daran das Gegenteil von Liebe ist nicht Hass sondern Gleichgültigkeit der Herr schenke dass heute niemand gleichgültig nach Hause geht Amen lasst uns beten

Herr Jesus wir danken dir für dein lebenschaffendes Wort wir danken dir dafür dass du es uns nicht nur vor Augen stellst sondern auch die Kraft gibst dir zu folgen wir bitten dich um Vergebung wo Bitterkeit und all das Schlechte in unserem Herzen war und ist wir bitten dich um Vergebung wo wir gleichgültig gehandelt haben gegenüber Gott und den Menschen und wir bitten dich um Erneuerung wir bitten dich um Liebe die uns durch den Alltag trägt Amen