O Gott Dir sei Dank - Danke für Gottes Weisheit

Epheserbrief - Teil 5

Predigt Image
Prediger

Steffen Denker

Datum
15. Juni 2025
Predigtserie
Epheserbrief

Transkription

Auto-generated - may contain small errors. Always verify with the audio version.

Guten Morgen miteinander. Schön, dass ihr da seid und schön singen könnt ihr auch.! Ja, ich probiere es, Peter.

! Die Antwort.

Der Apostel Paulus nimmt uns jetzt wieder mit in den Epheserbrief. Nimmt uns mit in sein Gebet in den Versen 15 bis 23 von Epheser 1.

Er weiß, Gott ist anders. Sein Gebet wird erhört. Wir hatten uns drei Predigten lang Zeit genommen, um über Gottes Herrlichkeit zu reden und sein wunderbares Werk über die Auserwählung und Vorherbestimmung durch den Vater, Verse 3 bis 6, die Erlösung durch den Sohn, Verse 7 bis 12, die Versiegelung mit dem Heiligen Geist, Verse 13 bis 14.

Die Blätter mit diesem Bibeltext liegen noch hinten aus. Wer sie nicht hat, kann sich da wieder bedienen. Ein einziger Satz, langer Satz für einen einzigartigen großen Lobpreis.

Oh Gott, dir sei Ehre! Oh Gott, dir sei Dank! Das ist das Motto des Gebets, das jetzt folgt.

Nicht ganz so lang wie der erste Satz, aber wieder nur einer, diesmal 169 Wörter über neun Verse. Wir machen zwei Portionen draus und halten uns wieder an das Motto, make it simple, halte es einfach.

Also von Gott, oh Gott, dir sei Ehre! Zu, oh Gott, dir sei Dank! Die beiden Abschnitte hier in diesem Gebet konzentrieren sich auf das Wirken Gottes und auf die Stärke Gottes.

Das Wirken in den Versen 15 bis 19, die Stärke in den Versen 20 bis 23. Wir könnten es auch noch anders sagen.

Inhaltlich besteht das Gebet auch aus zwei Teilen, nämlich einem Dank und der Fürbitte. Der Dank ist relativ kurz, Vers 15 bis 16a, der Rest ist Fürbitte.

Weil aber dort die Verse 20 bis 23 sich nur noch mit einer einzigen Sache beschäftigen, nämlich mit der Stärke Gottes, bewahren wir uns das fürs nächste Mal auf.

Also wir bleiben heute bei den Versen 15 bis 19. Dank und Gebet für Gottes Wirken, Epheser 1, 15 bis 19. Ich fange mal an mit dem Dankeschön.

Ihr könnt mitlesen in den Blättern. Liebe Epheser, deshalb, weil ich von eurem Glauben an den Herrn Jesus und von eurer Liebe zu allen Heiligen gehört habe, höre ich nicht auf, für euch zu danken.

Punkt. Okay, machen wir da gerade Pause. Glauben plus Lieben gleich Danken.

Vers 15 bis 16a. Auf das Lob folgt der Dank. Jetzt wird es persönlich. Deshalb, weil Gott so herrlich ist, folgt aus Loben das Danken.

Im Loben ging es ja um den dreieinigen Gott. Es ging um das Wir, es ging um das Ihr in Ephesus. Es ging also um Gott, Paulus, die Epheser.

Jetzt ist aber Paulus selber dran. Ich. Ich höre nicht auf, für euch zu danken. Ja, warum denn nicht? Wofür ist Paulus denn dankbar?

Weil, wenn er weiß, dass die Gemeinde fest an Jesus Christus glaubt und dass die Geschwisterliebe eifrig praktiziert wird. Also die Kurzformel, glauben plus lieben gleich danken.

Glauben, was ist das? Glauben ist doch hier unendlich viel mehr als der Meinung sein, dass Jesus irgendwann mal existiert hat. Glauben bedeutet, du setzt dein ganzes Vertrauen für das jetzige und zukünftige Leben auf den Jern Jesus Christus allein.

Er hat dich mit Gott versöhnt. Ohne ihn wäre das Verdammnisurteil über dir vollstreckt worden. Aber mit ihm bist du frei davon. Frei für Gott.

Durch Buße und Umkehr und Herrschaftswechsel in deinem Leben. Jetzt ist nicht mehr Satan dein Herr, auch nicht dein verlorenes, stolzes, besserwisserisches Selbst.

Auch nicht die große Diana der Epheser, Apostelgeschichte 19, 35, sondern Jesus Christus ist dein Herr. Du gestaltest dein Leben jeden Tag bis zum letzten Atemzug anhand von dem, was du schon jetzt von Jesus weißt und was du noch von ihm lernen wirst und lernen willst.

Damit du ihn immer besser kennenlernst und immer mehr und dein Leben mehr und immer stärker im Zweitakt mit Jesus läuft.

Leben im Zweiertakt mit Jesus. Wer Jesus wirklich kennt, der liebt ihn. Und wer ihn liebt, der will ihn immer besser kennenlernen. Und wenn du ihn immer besser kennenlernst, willst du auch mehr so leben, wie Jesus es will.

Jesus ist deine ganze Lebenssphäre. Das ist gelebter und geliebter Glaube. Das Zweite.

Zur Glaubensdimension gesellt sich die Liebesdimension. Wenn der Jesusglaube also nach oben schaut, dann schaut die Geschwisterliebe rundum. Vertikal und horizontal.

Liebe zu allen Heiligen. Nicht mehr. Aber auch nicht weniger. Wir werden nicht gerade überfordert, die ganze Welt zu lieben.

Aber auch die Heiligen alle zu lieben ist nicht ganz so einfach immer. Ich habe einen konkreten Vorschlag. Wie wäre es denn, wenn du mal ganz bescheiden damit anfangen würdest, einfach nur die Heiligen zu lieben, die links und rechts von dir auf den Stühlen sitzen.

Also die Heiligen in unserer Gemeinde. Ist doch schon mal ein guter Anfang. Das war die Challenge in Ephesus.

Das ist die Challenge in Zürich. Leider sind die Epheser nur 30 Jahre später genau über den Punkt gestolpert. Offenbarung 2 Vers 4.

Du hast die erste Liebe verlassen. Vermutlich die zu Jesus und zu den Geschwistern. Okay, das ist der Anfang. Darüber hinaus ist es nur billig und recht, wenn wir die weltweite Gemeinde Jesu lieben und im Blick haben.

Auch wenn wir die meisten von ihnen überhaupt niemals zu Gesicht bekommen werden. Aber für sie beten. Unsere Finanzen und unsere Zeit teilen mit ihnen.

Das ist praktizierte Liebe zu allen Heiligen. Wenn ihr das praktiziert, liebe Epheser, Glaube und Geschwisterliebe, dann macht ihr jeden Prediger happy und glücklich.

Nur, wie kann Paulus hier schreiben, er betet ohne Pause. Das ist wörtliche Übersetzung. Ohne Pause für die Epheser. Er kann doch nicht die ganze Zeit beten.

Er studiert ja auch, er predigt noch, er hat gegessen, geschlafen und so weiter. Und für andere gebetet. Hat er das? Ja, hat er. Wir haben es hier mit der Stilfigur der Übertreibung zu tun.

Also, für die, die das deutsche Fremdwort wissen wollen, Hyperbolae. Etwas drüber hinaus werfen. Also, es wird mehr gesagt, als gemeint ist, um einen Sachverhalt deutlich zu machen.

Wenn es zum Beispiel heißt, ganz Jerusalem ging heraus, um Johannes den Täufer zu hören. Das heißt nicht, dass die Stadt Jerusalem nachher menschenleer war. Das heißt aber, dass ganz, ganz viele Leute gingen, um Johannes den Täufer zu hören.

Eine Übertreibung, um einen Sachverhalt deutlich zu machen. Also, ich finde, wenn wir einen so herrlichen Gott haben, können wir es eigentlich ja im Gebet auch kaum übertreiben, oder?

Paulus meint also, Liebe Epheser, ich danke Gott regelmäßig für euch immer wieder, weil ich Freude habe an dem, was bei euch gelebt wird.

Das sagt viel aus über das geistliche Leben in Ephesus. Das sagt auch viel aus über das geistliche Leben beim Apostel Paulus. Sein Gebetsleben, regelmäßig, organisiert, intensiv.

Danke für dein Wirken, Herr, an den Ephesern. Der herrliche Dreieiniger Gott wirkt auch in unserer Gemeinde. Glaube und Liebe sind genauso für uns. Der Maßstab, was würde Paulus uns wohl schreiben?

Wie würde er wohl für uns beten? Was würde er dir sagen? Und wie würde er für dich beten? Das Zweite, wir kommen zur Fürbitte.

Was wir brauchen und worin wir wachsen sollen. Die Verse 16 bis 19. Das, aha, lesen müssen wir sie natürlich auch.

Okay. Lesen wir Verse 16 bis 19. Ich denke an euch in meinen Gebeten. Dass der Gott unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Herrlichkeit, euch gebe den Geist der Weisheit und Offenbarung in Erkenntnis seiner selbst.

Und er erleuchtet die Augen eures Herzens, damit ihr wisst, was die Hoffnung seiner Berufung, was der Reichtum der Herrlichkeit seines Erbes in den Heiligen ist und was die überragende Größe seiner Kraft an uns, den Glaubenden, ist, nach der Wirksamkeit der Macht seiner Stärke.

Die Fürbitte ist noch nicht zu Ende. Ist Paulus jetzt eigentlich undankbar, weil die Fürbitte so viel länger ist als der Dank?

Nein. Weil Paulus weiß, bei Gott ist es anders. Wie haben wir die Predigt begonnen? Bei Gott ist Verheißung gleich Erfüllung.

Ein Fragezeichen, ein Ausrufezeichen, die Hoffnung, Gewissheit. Wir danken Gott also nicht nur, wenn wir ihm Danke sagen. Wir danken ihm sogar dann noch, wenn du Gott um etwas bittest.

Denn wenn du Gott bittest, zeigst du ihm, dass du ihm vertraust. Danke, Vater im Himmel, dass ich dir das jetzt sagen darf und dass du nicht zu schwach bist, um auch diese Bitte zu erfüllen.

Und zwar noch viel besser, als ich mir das jetzt gerade ausgedacht habe. Es sind zwei Dinge, um die der Apostel hier bittet.

Ihr seht es. Erstens, um den Geist bittet er und um Erleuchtung bittet er. Das erste, Gott gebe euch den Geist der Weisheit und Offenbarung.

Beginnen wir hier mit der ersten Bitte, Vers 17. Was, wer ist der Geist der Weisheit und Offenbarung, der uns gegeben werden soll?

Wer ist das? Der Heilige Geist, natürlich. Nicht so schwer zu erraten. Jetzt haben wir also in Vers 17 schon wieder den dreieinigen Gott.

Es geht um Gott, den Vater. Es geht um den Herrn Jesus Christus. Es geht um den Heiligen Geist. Die Trinität, die Dreieinigkeit, die auch den Lobpreis gegliedert hat.

Heute übrigens Sonntag Trinitatis. Wir denken heute nach einem halben Jahr, an dem wir alles durchgenommen haben, was Gott für uns getan hat.

vom Advent, Weihnachten, Epiphanias, Passionszeit, Gründonnerstag, Karfreitag, Auferstehung, Auffahrt, Pfingsten und jetzt alles zusammengefasst.

Gott, der große, herrliche, dreieinige Gott. So. Und für die nächsten Monate ist jetzt mal Ruhe im Kirchenjahr. Und dann geht es wieder weiter im späteren Herbst.

Gott, der große, dreieinige Gott, ist auch hier wieder am Werk. Jetzt aber zwei kritische Rückfragen dazu. Die erste, wenn der Vater hier der Gott von Jesus genannt wird, heißt das dann nicht, dass nur der Vater Gott ist, Jesus aber nicht?

Nein. Wer das sagt, der bringt die Unterordnung von der Person des Sohnes unter dem Vater durcheinander mit der einen Wesenheit Jesu, eins mit dem Vater und dem Heiligen Geist.

Drei Personen verschieden, aber eins im Wesen. Ein Gott. Nein, der Herr Jesus ist Gott. Im Gegenteil. Er wird auch hier Herr genannt.

Und Herr ist ein Titel, der niemand im Universum gehört, als Gott allein. Keine Menschen, nicht dem Kaiser in Rom, auch keinen übernatürlichen Engelwesen.

Nur Gott ist Herr. Jesus ist Herr und niemand sonst. Die zweite kritische Frage. Wir hatten doch letztes Mal gerade gesagt, dass wir versiegelt worden sind mit dem Heiligen Geist.

Also der Heilige Geist ist bei uns. Wieso wird denn hier gebetet, dass der Geist uns gegeben werden soll? Wir haben ihn doch schon.

Nun, die Antwort ist die. Das eine ist, dass der Heilige Geist bei uns ist. Das andere ist, dass er auch in uns wirkt. Es geht um die Wirksamkeit. Es geht um die Erkenntnis von Gott, wie der Vers am Schluss sagt.

Wir sollen Gott erkennen. Er ist bei uns, damit wir Gott erkennen. Der Heilige Geist ist nichts Statisches. Zuerst waren wir keine Christen, jetzt haben wir den Heiligen Geist, jetzt sind wir halt Christen.

Sondern der Heilige Geist ist etwas Dynamisches. Gott ist jemand, der Dynamik in unser Leben bringt. Gott nämlich groß machen, ihn immer besser kennenlernen.

Die Versiegelung mit dem Heiligen Geist ist doch kein Endpunkt, das ist doch der Startpunkt in ein Leben mit Gott. Jetzt geht es erst richtig los.

Jetzt lernen wir den dreieinigen Gott immer besser kennen. Gott kennenzulernen steht aber nicht in deiner Macht. Dazu brauchst du den Heiligen Geist.

Er macht bei dir, dass aus der allgemeinen Kenntnis über Gott eine genaue Erkenntnis wird vom Leben mit Gott.

Dieses Leben, das in dir gezeugt wird vom Heiligen Geist und dann wächst und wächst und wächst. Der Geist hat die Weisheit dazu, die Weisheit, die dir fehlt.

Der Geist offenbart es dir, was du als Mensch durch deine eigene Schlauheit und Nachforschungen nicht in der Lage bist zu erkennen. Gottes Wesen und Gottes Wege, das ist Offenbarung an dich.

Und darum ist der Heilige Geist der Geist der Weisheit und der Offenbarung. Das fortschreitende Wirken des Heiligen Geistes in deinem Leben ist dein Privileg als Gottes Kind.

Ein frommer Dummkopf begnügt sich damit, Wissen über Gott zu sammeln. Er hört eine Predigt in der Meinung, damit könnte er seine Faktensammlung über Gott vermehren.

Und dieses Wissen verwechselt der religiös gebildete Narr mit praktiziertem Christsein. Er wirft Bibelkenntnis durcheinander mit rettendem Glauben, weil er trotz Kenntnis über Gott und vielleicht viel Kenntnis über Gott nie echte Erkenntnis über den rettenden Glauben gefunden hat.

Liebe Freunde, ich möchte nicht, dass irgendjemand von euch ein solcher theoretischer, geistlich toter Faktensammler ist.

Ein Kind Gottes dagegen. Ein Kind Gottes ist begierig, geistlich begierig danach, mit allem, was es über Gott hört, in seinem Leben mit Gott zu wachsen und ihn noch besser zu kennen und noch mehr zu lieben.

Es fehlt so viel Hunger nach echter Erkenntnis Gottes zum praktischen Glaubenswachstum. Und darum ist dann der Glaube schwach, die Liebe lau, die Gemeinschaft mit allen Heiligen.

Ein Krampf, muss ich mir das antun? Ist das Liebe zu allen Heiligen? Und wenn die Versuchung ruft, dann gebe ich ihr nach. Wer weiß, wann sie wiederkommt.

So, frei nach Oscar Wilde. Dies war ein Zitat. Dahinter steckt wohl ein Missverständnis.

Sünde ist kein Verstoß gegen eine schriftliche Regel in einem Buch. Sünde ist eine Verhöhnung des Heiligen Gottes, die seinen Zorn auf immer über mich hervorrufen würde, wenn ich nicht die Erlösung durch Jesus Christus hätte.

Ich will Gott nicht beleidigen mit meinem Leben. Ich will Gott lieben mit meinem Leben. Ihn ehren, weil ich ihn liebe. Diese Liebe wird durch Erkenntnis und Offenbarung geboren und gepflegt.

Schau mal, du bist Kind Gottes. Als Kind Gottes bist du in die Königsfamilie des Herrn persönlich adoptiert. Du hast alle Rechten und alle Pflichten.

Und dazu gehört eben auch das Privileg, Gott immer besser kennenzulernen, indem du Zeit in der Gemeinschaft mit ihm verbringst. Ich glaube, wir nennen das Beten.

Wir dürfen uns jederzeit in den Thronsaal Gottes einladen. Nicht zum Tee zu König Charles III., aber in den Thronsaal Gottes.

Und darum sagt der Hebräerbrief, lasst uns mit Freimütigkeit hinzutreten zum Thron der Gnade. Wisst ihr, wie beschenkt wir sind? Hebräer 4, 16. Den Ephesern wurde damals etwas anderes gesagt von den Philosophen.

Heraklit war damals schon 500 Jahre vorbei, aber Heraklit gab das Motto aus, das bis heute überall so Standard ist.

Er hat als Lösung aller Fragen für den Menschen empfohlen, Knotte die Seaton. Erkenne dich selbst.

Und was sehe ich da? Nichts. Nichts. Ich bin eine geistliche Leiche, die tot ist in Übertretungen und Sünden und die neues Leben aus Gott braucht von dem Geist, der Weisheit und der Offenbarung.

Wir brauchen die Offenbarung Gottes, um diese Welt zu begreifen, um Gott zu erkennen und auch um uns selbst zu erkennen und um gerettet zu werden.

Die Gotteskenntnis ist der Spiegel und der Schlüssel, damit du dich dann recht verstehst. Wenn du dich erkennen willst, dann musst du zu Gott schauen.

Er sagt dir, wer du bist, wie du bist, wie du leben kannst, wie du gerettet wirst und er gibt dir die Hoffnung auf die ewige Herrlichkeit. Das war die erste Bitte um den Geist.

Die zweite Bitte, Gott erleuchtet die Augen eures Herzens. Vers 16, nee, 18 bis 19. Was ist jetzt das? Die Augen unseres Herzens.

Hier geht es, liebe Remi, tut mir leid, nicht um Humananatomie. Okay? Wir sind hier wieder im Bereich der Bildersprache. die Augen sind die Landebahn, auf der die Eindrücke von außen in unser Herz nach innen kommen.

Das Herz ist unser Innerstes. Es ist deine Persönlichkeit. Mein Herz, das bin ich. Dort wird intellektuell hart gearbeitet, naja, manchmal jedenfalls, und dort werden die Entscheide gefällt.

Dort wird deine Moral definiert und was du ethisch daraus machst. Dort wird auch dein Gefühlssammelsurium wieder geordnet, das sich in deinen Nieren gesammelt hat.

Also biblisch gesehen sind die Nieren der Sitz der Gefühle. Darum hast du ja auch Bauchweh, wenn es dir schlecht geht und dich schlecht fühlst. In dem Herzen heißt es links oder rechts, ja oder nein, dort wird geglaubt oder rebelliert.

Ohne den Heiligen Geist sind unsere Augen die Landebahn finster. Lukas 11, 24. Entsprechend liefern sie dem Herzen auch wieder Böses und das Herz wird böse sein.

Jeremiah 17, 9. Und dann spuckt das Herz auch wieder böse Dinge aus. Matthäus 15, Vers 19. Was ist die Lösung? Die Lösung des Problems ist, du brauchst die Brille des Heiligen Geistes, damit es in deinen Augen und in deinem Herzen hell wird.

Nicht erkenne dich selbst, sondern erkenne Gott durch die Brille Gottes des Heiligen Geistes. Er muss dein Auge erleuchten, damit Jesus Christus durch den Glauben in deinem Herzen wohnt.

Das sagt Epheser 3, Vers 17. Christus wohnt durch den Glauben in euren Herzen, damit es nicht mehr finster ist. Es braucht den Heiligen!

Geist. Spurgeon hat mal gesagt, ohne den Heiligen Geist wäre es einfacher, einem Tiger Vegetarismus beizubringen, als einem nicht Wiedergeborenen das Evangelium so zu erklären, dass er gerettet wird.

Also ich finde, Spurgeon hat kräftig untertrieben. Was wird in deinem Herzen aufleuchten, wenn der Geist wirkt?

Das sind drei Dinge. Hoffnung, Reichtum des Erbes und Kraft. Hoffnung, Reichtum, Kraft. Hoffnung. Hier gehen wir wieder zurück an unseren Predigteinstieg.

Gott ist anders. Bei Gott ist Hoffnung Gewissheit. Wir gehen wieder zurück an den Start unseres Gottesdienstes. Die Ewigkeit ist mein Zuhause.

Diese Hoffnung wird mich tragen, bis ich dir gegenüber stehe. An dieser Stelle muss der Heilige Geist unsere kleingläubigen Herzen in Richtung Hoffnung genauso umgestalten wie die Herzen der Epheser.

Was war denn damals die Hoffnung? Ich zitiere jetzt einen Prediger, der sich damit beschäftigt hat, wie das im griechischen Denken so aussah. Zitat Es besteht Hoffnung grundsätzlich in einem tröstenden Traum, in der Vorstellung, der dazu da ist, die gegenwärtigen Schwierigkeiten zu vergessen und dennoch mit allerhand Unsicherheiten uns zurück zu lassen.

Also mit anderen Worten, diese Hoffnung ist hoffnungslos. Und wie ist es heute ohne den Heiligen Geist? Diese heidnische Hoffnung ist doch genauso hoffnungslos wie in der Antike.

Mit dem Geist ist unsere Hoffnung auf Jesus Gewissheit. Gottes Hoffnung für dich ist objektiv und jetzt soll sie durch das Wirken an deinem Herzen auch dein Eigentum, dein Schatz werden, subjektiv.

Du bist berufen für die ewige Gemeinschaft mit Gott, das wird so kommen, Römer 8, 29-30, 1. Thessalonicher 4, Vers 17, aber wir sind ja noch nicht da, wir brauchen also noch Hoffnung.

Wir haben die wunderbare Chance, heute unser Leben zu gestalten im Hinblick auf morgen. Mit Glaube, Vers 15, mit Glaube, mit Liebe und jetzt gesellt sich auch noch die Hoffnung dazu.

1. Korinther 13, 13, Glaube, Liebe, Hoffnung. Christ sein hat also keinen morbiden Charme, so nach dem Motto, wir sitzen jetzt hier im Sessel und warten auf den Tag, an dem wir sterben dürfen.

Nein, wir sind berufen, unser Leben zur Ehre Gottes zu gestalten. Er weiß dann den Tag, wann wir heimgehen dürfen. Und in dieser Zeit können wir natürlich andererseits unsere Probleme, unsere Nöte, starke Nöte, nicht einfach wegträumen und definieren, so, jetzt habe ich keine Probleme mehr.

Wir können nicht einfach so tun, als wären wir schon im Himmel. Zitat Benedikt Peters, Kindes, kindische Gemüter schreien, nach Feuerwerk, nach Prunk und Gloria. Damit wollte der Apostel nichts zu tun haben, denn eine Hoffnung, die gesehen wird, ist keine Hoffnung.

Aber wir haben Hoffnung. Das zweite, Reichtum. Was für ein Reichtum haben wir? Es ist die Herrlichkeit, die das Erbe Gottes hat.

Über das Erbe Gottes haben wir schon geredet. Einerseits bekommen wir ein Erbe von Gott, andererseits sind wir für Gott ein Erbe zu seinem Eigentum.

Einerseits werden wir von Gott herrlich erben, weil wir seine rechtmäßigen Kinder geworden sind. Und die Anzahlung dafür bei uns ist der Heilige Geist.

Eine echte Anzahlung auf die zukünftige vollständige Erfüllung. Ja, die Präsenz des Heiligen Geistes bei uns, bei dir und in der Gemeinde ist tatsächlich ohne Übertreibung das Stück Himmel auf Erden.

Ihr wisst, ich bin sehr vorsichtig mit diesem Ausdruck, oder? Himmel auf Erden. Aber ich glaube, beim Heiligen Geist ist der angebracht. Denn das Einzige, was du mitnehmen wirst in die Ewigkeit, ist der Heilige Geist.

Oder vielleicht sollten wir es umgekehrt sagen, der Heilige Geist nimmt uns mit in die Ewigkeit. Auf der anderen Seite sind wir selber auch ein Erbe für Gott, ein Eigentum, das er sich erworben hat.

Titus 2, 14, 1. Petrus 2, 19. Und darin liegt der Trost, wenn du jetzt Gott gehörst, kannst du sicher sein, er passt auf dich auf, dass dir kein Schaden zugefügt wird.

Niemand kann versuchen, Gott zu bestehlen und dabei Erfolg haben. Du bist unter dem Schutz Gottes. Das Dritte, die Kraft.

Der Heilige Geist offenbart deinem Herzen, steht hier, Vers 19, die überragende Größe von Gottes Kraft. Also überragend, da haben wir wieder das Wort von der Übertreibung, wörtlich über das Ziel hinausschießen.

Also wenn Gott weit über das Ziel hinausschießt, hat er immer noch 100% Power, wie am Anfang. Und es wird gar, gar, gar nie weniger. Ohne Ermüdung, ohne Abnutzung.

Das ist der Geist, der Kraft, der in uns wirkt. Bist du schwach? Hervorragend! Dann hat Gott ja genug Platz, um zu wirken.

Denn wenn ich schwach bin, bin ich stark. 2. Korinther 12, 10, konnte der Apostel Paulus sagen, und wann hat er das gesagt? Nicht nachdem er gerade mal den Himmel auf Erden erlebt hat, sondern nachdem er alle möglichen und unmöglichen Schwierigkeiten durchlitten hat.

Aber er war mit Hoffnung. Aber er war mit der Hoffnung, die ihn durchgetragen hat. Ohne Siegerparade im Gemeindezentrum, aber mit voller Kraft des Heiligen Geistes.

Und die feiern wir sehr wohl an jedem Sonntag. Gott ist am Werk. Als aufmerksame Leser habt ihr wahrscheinlich bemerkt,!

dass Paulus hier vier verschiedene Wörter für Kraftwirkung gebraucht im Vers. Kraft, Wirksamkeit, Macht und Stärke.

Wenn es einen, wie soll ich sagen, ambitionslosen Prediger geht, um einen Minimalisten, der sich keine Mühe machen will, sich mit dem Text auseinander herunterzusetzen, ich meine, warum das Rad neu erfinden, es gibt doch schon so viel gutes Material.

Wenn so ein Prediger den Text liest, dann könnt er ja denken, okay, vier verschiedene Wörter mit Kraft, ich übersetze doch immer gleich, schreibe doch immer Kraft. Und dann kommt da also im Vers 18 heraus, ihr sollt wissen, was die überragende Größe der Kraft nach der Kraft der Kraft seiner Kraft ist.

Hilft euch das? Mir auch nicht. Okay, wir wollen es vielleicht ein bisschen genauer anschauen. Bei uns steht, was die überragende Größe der Kraft nach der Wirksamkeit der Macht seiner Stärke ist.

Ist auch nicht einfach, aber wir können herausfinden, was das heißt. Also nochmal, alle vier Wörter verschiedene beschreiben einen Aspekt von Kraft Wirkung.

Johannes Calvin, der Reformator, hat es so erklärt. Kraft ist das allgemeine Wort, der Bilderrahmen. die Stärke ist die Wurzel, die Macht ist der Baum.

Und was muss ein Baum zeitigen, damit es ein guter Baum ist? Wohin muss die Energie gehen? In die Früchte. Okay, da haben wir das Bild vom Baum.

Wurzel, Baum und Früchte. Alle vier Wörter übrigens haben wir auch im Deutschen als Fremdwörter, nämlich Kraft ist als Oberbegriff da, davon haben wir das Fremdwort Dynamik.

Wirksamkeit ist eine Kraft in Aktion, davon haben wir das Fremdwort Energie. Macht ist die offensichtliche spürbare Kraft, wir haben davon die Wortendung Kratie, also zum Beispiel Demokratie, das Volk hat die Macht und die Stärke ist die innewohnende Kraft.

Wir haben davon das Fremdwort Ischias, also der Ischias Nerv, der starke Nerv. Noch ein anderes Bild für die Ingenieure und die Technikaffinen unter uns, das Bild hat einen Amerikaner erfunden, in Amerika werden die Bäume offensichtlich mit dem Bulldozer platt gemacht, das käme uns nie in den Sinn, oder?

In der Schweiz, aber anyway, das Bild geht so, die Kraft, die steht auf dem Datenblatt des Bulldozers, der den Baum umhauen soll, die Stärke lässt sich schon bei seinem Anblick erahnen, die Wirksamkeit wird deutlich, wenn der Motor aufrollt und die Energie wird klar, wenn der Baum platt gemacht am Boden liegt.

Vier verschiedene Worte, Kraft, Wirksamkeit, Macht, Stärke, alles das gehört unserem Gott, er ist jetzt, also lernt das wirklich stark genug für alles.

Er bringt seinen Plan ans Ziel und dass er Paulus vier verschiedene Wörter dafür gebraucht. Im Epheser kommt auch nicht von ungefähr. Denn denkt mal weiter an Epheser 6, da geht es um die Auseinandersetzung mit dämonischen Kräften.

In Ephesus gab es die Beschwörer, die böse Geister hatten. In Ephesus haben die Leute, die zum Glauben gekommen sind und vorher Okkultisten waren, ihre Zauberbücher verbrannt.

In Ephesus hat Paulus mit den wilden Tieren gekämpft. 1. Korinther 15 32 In Ephesus hat er den Aufstand der Silberschmiede überstanden.

Also kein Wunder, dass er hier so stark über die Kraft Gottes redet. Und darüber hinaus wir haben es hier mit einem Gebet zu tun.

Mit einem Eifrigen. Er hat das wahrscheinlich so einfach beten können. was sagt das über Paulus aus?

Wir erahnen, was für ein Glaubensschatz, was für eine reichhaltige Theologie, was für ein inniges, liebevolles Wissen und Beziehung von Gott und zu Gott, was sein Gebet beflügelt.

Jetzt frage ich dich mal, wie sehen deine Gebete aus? Das Thema Stärke ist das letzte Wort hier.

Dieses Wort greifen wir jetzt beim nächsten Mal auf und reden drei Verse lang weiter über Stärke. Die 169 Wörter sind hier noch nicht zu Ende. Also rekapitulieren wir.

Wir haben heute zuerst eine Gleichung aufgestellt. Glauben plus Lieben gleich Danken. Und als zweites haben wir im Gebet kennengelernt, was wir brauchen und worin wir wachsen sollen im Geist der Weisheit und Offenbarung und dass die Herzensaugen erleuchtet werden.

Wenn das passiert in deinem Leben, wird dein Leben vom Kopf auf die Beine gestellt. Wer Christ wird, dessen Leben wird nicht auf den Kopf gestellt, dessen Leben wird auf die Beine gestellt, dass es wieder so ist, wie Gott sich das gedacht hat.

Und niemals vergessen, Gott ist anders. Bei Gott ist Verheißung Erfüllung und dazu segne er euch und dich in deinem!

Leben. Ich schließe mit Römer 15, Vers 13. Der Gott der Hoffnung erfülle euch mit aller Freude und allem Frieden im Glauben, damit ihr überreich seid in der Hoffnung durch die Kraft des Heiligen Geistes!

Amen!